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                              Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen.

 

                   Der Wald, der Baum, die Eiche in meiner phänomenologischen 

                                                     Wahrnehmung.

 

             Der folgende Bericht ist als mein persönliches Logbuch zu verstehen.

 

Es zeigt die Wege und Themenbereiche auf, in denen ich mich bewegt und informiert habe.

Leitfaden dazu waren sechs unterschiedliche Handlungsfelder, die ich in ersten Schritten versucht habe zu verstehen. Sie dann, im Bezug zum Wald (Baum, Eiche) benutzte um mir im Spannungsfeld einer phänomenologischen Sichtweise die Produktion von Wissen über Wissen anzueignen.

 

Dieses Projekt hat mir den Blick und die Türen zu einem ganz persönlichen, subjektiven Wissen eröffnet, welche ich sonst in dieser Gesamtheit und Intensität nicht wahrgenommen hätte.

 

                                            

 

Einführung

 

Das wissenschaftliche Konzept >Interdisziplinäre System-Bildung<  ist von Herrn PD Dr. Walgenbach erarbeitet und als Buch und im Internet unter   www.systembildung.de und www.insyde.de veröffentlicht worden.

 

In dem Konzept wurden unter Anderen sechs Handlungsfelder entwickelt und untersucht mit dem Ziel sich neues Wissen anzueignen.

 

Unterschieden wurde zwischen folgenden Feldern:

 

1. INTUITIVE SYSTEME: Gestalten

 

2. KÜNSTLERISCHE SYSTEME. Formen

 

3. NATURWISSENSCHAFTLICHE SYSTEME: Strukturen

 

4. FORMAL – ABSTRAKTE SYSTEME: Texturen

 

5. TECHNOLOGISCHE SYSTEME: Artefakte

 

6. ÖKOLOGISCHE SYSTEME: Konkrete Utopien

 

Bevor ich auf die Handlungsfeldern eingehe der Versuch, meine Gedanken auf wesentliche Grundlagen, bezogen auf das Projekt, zu fokussieren.

 

So verstehe ich es so, dass die sechs verschiedenen  Handlungsfelder immer aufeinander bezogen sind.

Grundlegend ist dabei eine Entwicklungslogik die auf dem Spannungsverhältnis von Inhalt und Form aufbaut. Durch die Trennung von Inhalt und Form durch immer stärkere Konzentration auf das Formale, wird eine Ebene hoher Abstraktion erreicht, die einen Zugang zur Welt des Möglichen eröffnet. Zum Problem wird schließlich, wie man Wirklichkeit und Möglichkeit in konkrete Utopien miteinander in ein produktives Wechselspiel bringen kann. Das Wissen über die Verschiedenartigkeit von Inhalt und Formen kann bei Denkentwürfen zu einem wichtigen Mittel bewusster menschlicher Tätigkeit werden.

Eine Entwicklung wäre wie aus Etwas, etwas Neues entstehen könnte.

Gegenstand hierbei ist die Selbstreflexion im Wechselspiel von Materiellem und Ideellem.

Ausgehend von der Idee der >Selbsttätigkeit< als Konstitution und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit,  ist das Endziel die eigene Wissensgestaltung.

Dieser Ansatz soll mit seiner Komplexität und dem theoretischen Hintergrund in meinem Projekt benutzt werden, um Wissen über Wissen und über mich selbst zu erlangen.

Dieses wird im Zusammenhang mit meiner Subjektivität und heuristischen Mitteln in der Form von Selbsttätigkeit und Handeln erfolgen. 

Das Handeln und der Reiz liegen darin ein Objekt, das ETWAS, in eigener Initiative und Kreativität zu erforschen und die Vielfältigkeit, das Komplexe des ETWAS zu verstehen, sich dadurch beeinflussen zu lassen und mit neuen Ideen dann weiter zu entwickeln.

Hilfreich dafür ist, dass die Wissenschaft und die Wirtschaft im Zusammenhang mit neuen Technologien sich in der heutigen Zeit weit geöffnet haben. Die Nutzungen ihrer Ressourcen und Wissensgebiete schaffen so für alle Möglichkeiten für neue Selbstbildung und Bildungswege.

Jedoch der allgemeine Bildungsweg und der Bildungsbegriff sind sehr vieldeutig und können je nach subjektiver Identität, Region, Religion und der Zeit immer anders verstanden werden.

Bildung wurde zu jeder Zeit als Forschungsschwerpunkt bearbeitet und immer wieder neu erfunden und verändert. Je nach Forschungstand, politischer Willensbildung und wirtschaftlichen Interessen.

Die ständigen Veränderungen verhindert, dass subjektive Qualitäten sich entwickeln können.

Daher sind pragmatische andere Bildungsansätze, wie INSYDE, vernetztes Denken durch das Internet willkommen, die zeitgerecht den Einzelnen in seiner Identität und Wissensbildung unterstützen und fördern können.

Deswegen ist ein ganzheitlicher,  interdisziplinärer, phänomenologischer Ansatz der Ausgangsgedanke des Projekts.

Kreativität ist die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Subjektivität, die in Symbiose leben und ständig Wechselwirken.

Daraus folgt, dass durch die Wahrnehmung, dem Erlebten, Erlernten, Erfahrenen, dem subjektiven Wissen jeder die Dinge des Lebens anders beurteilt und dann zu anderen Ergebnissen kommt.

Die Ganzheitlichkeit, das Umfassende, das Einbeziehen aller Faktoren steht deshalb hier im Vordergrund, anders als das  wissenschaftliche Arbeiten, wo oft nur ein kleiner ausgewählter Teilaspekt gründlich  untersucht, erforscht und bewiesen  wird.

 

Die Handlungsfelder mit ihren mit Bedacht gewählten Schritten bieten einen die Möglichkeit, durch das Beschäftigen mit dem nicht völlig Unbekannten alle zugehörigen Faktoren und Aspekten als ein umfassendes Wissenspaket aufzubereiten, so dass neues Wissen entstehen kann.   

                                          

In dem Bildungsprojekt von Herrn Wagenbach wird eine Wirbelstraße als Untersuchungsobjekt eingesetzt. Sie kann als eine Miniaturwelt gesehen werden die exemplarisch für bestimmte Bereiche, in ihrer ganzen Komplexität repräsentativ ist.

                          

Der Mensch erweitert seine Möglichkeiten und entwickelt technische Hilfsmittel,

die uns in Abhängigkeit des Bildungstandes Einblicke in unbekannte Welten gewähren und neue Wissensgebiete eröffnen.

Diese Einblicke können wir nutzen, um in einer evolutionären, mutierenden Entwicklung aus den erhaltenen Erkenntnissen Dinge neu zu entdecken, sie benennen, bewerten und verändern.

 

Der hier vertretene phänomenologische Ansatz bedeutet, dass  ein Objekt erst

als eine Einheit, als  ein Ganzes erfasst wird, um dann in weiteren Schritten

in die Details zu gehen und diese unabhängig aber bezogen auf einander zu bearbeiten.

Die einzelnen Tätigkeitsfelder sind als eine Leitlinie zu verstehen die immer zu etwas Neuem führen sollte und es so zu einer Weiterentwicklung und höherer Komplexität führt.

 

 

                                                                             

 

 

 

             

             Um ETWAS als ETWAS wahrzunehmen braucht es ETWAS.

 

Als ETWAS habe ich den Wald und die Bäume gewählt.

Die Eiche im speziellen, um sie als eine Miniarturwelt, einen eigenen gesamten Kosmos, als System, zu erfassen und zu erleben.

Um diese Miniaturwelt annähernd wahrzunehmen und zu erkennen, benutzt der Mensch Analogieschlüsse: Er macht sich über Sinnes-Wahrnehmungen ein Bild von der Welt als Modell und interpretiert es dann.

Kognitive Prozesse des Erkennens und Problemlösens, die auf Konzepte einer Systemtheorie Bezug nehmen, werden oft unter dem Begriff Systemdenken zusammengefasst.

 

Die Systemtheorie ist eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, in der grundlegende Aspekte und Prinzipien von Systemen zur Beschreibung und Erklärung unter-schiedlich komplexer Phänomene herangezogen werden, unter Einbeziehung von vielfältigen evolutionären Bildungs- und Forschungsgebieten. Die Systemtheorie verfolgt das Ziel, der Zersplitterung des Wissens entgegenzuwirken.

Das hier vertretene Systemdenken ist grundlegend für die Erkenntnis, dass Systeme nicht einfach gegeben sind, sondern von Menschen in einem Spannungsfeld von Determination und Konstruktion gemacht werden.

Verhältnis Subjekt / Objekt. (Ich und die Welt)

Alle Menschen sind Systemkonstrukteure und jeder versucht zu bestimmen, was

für ihn das Größte, das Kleinste und das Beste sein kann.

Für jeden Menschen ist das System das er konstruiert sein Leben, sein Ich, seine 

 

                                                              Identität.

 

                     

Nachfolgend will ich versuchen einige der hier benutzten Begriffe für mich einzuordnen.

Natürlich in sehr vereinfachter Form da eine wissenschaftliche Systembeschreibung vielfältiger und umfassender ist und sein muss.

 

Das System von dem ich ausgehe besteht aus vier Komponenten.    

 

                                                     

 

Was ist ein Objekt, ein Subjekt und Raum/Zeit?

 

Welche Wechselwirkungs-Prozesse im System, bezogen auf die Naturgesetze, den Baum und die Menschen beinhalten diese 4 Begriffe?

 

Objekt, Subjekt, Raum/Zeit = Zusammen gefasst kann es als ein allumfassendes System betrachtet werden.

 

 

 

 

Das Objekt:

 

                   Der Gegenstand, auf dem sich das Handeln bezieht.

 

Der Begriff Objekt (Latein: obiectum, das Entgegengeworfene) Objekt wird oft als Synonym für Gegenstand verwendet.

In diesem Sinne gilt „Objekt“ mit „Eigenschaft“ und „Ereignis“ als grundlegende ontologische Kategorie, die zusammen alles Existierende, alle Entitäten, umfassen soll.

 

Das Subjekt:

 

Ich, das denkende, handelnde Wesen, von meiner eigenen Person ausgehend, ein seitig und voreingenommen?

 

Eine subjektive Betrachtungsweise ist die individuelle Betrachtung, da man persönliche Gefühle und Erfahrungen in die Betrachtung einfließen lässt.

Eine objektive Betrachtungsweise  ist die objektive Betrachtung, d.h. so neutral und wertfrei wie möglich. Eine absolute Objektivität ist jedoch unmöglich, da sich Objekte (Dinge, Kant) nur durch die individuellen Erscheinungen definiert lässen.

 

Seit dem Dualismus Descartes wurde das Objekt  dem Subjekt gegenübergestellt (Subjekt-Objekt-Spaltung).                                                                                                                        

Die von Descartes beschriebene Subjekt/Objekt-Spaltung beinhaltet ein statisches Verhältnis zwischen Objekt und Subjekt. Aber ein Subjekt mag im ontologischen Sinne durchaus auch als Objekt gelten. (Verwischungen.)

 

Aus diesem Grunde wird in vielen Bereichen heute eine Fuzzi-Logik (Und / Oder) angewendet, um verwischende, unbestimmte, unscharfe Grenzen zu erfassen und mit einzubeziehen.

Mit dem heutigen Wissen und den digitalen Möglichkeiten kommen wir mit dem Begriffen der Kausalität 

                          Ursache/Wirkung = Wechselwirkung

alleine  nicht mehr weiter. Deswegen wird heute von einem neuzeitlichen Dynamischen - Dialektischen- Verhältnis ausgegangen.

Im symbolischen Interaktionismus wird die Bedeutung von Objekten im symbolisch vermittelten Handlungsprozess hervorgebracht. Ähnlich versucht die Philosophie die Handlungstheorie im Handeln beginnen zu lassen, um dadurch die Opposition des Objekts im Vorwege zu vermeiden.

 

Eine Subjekt-Objekt-Philosophie wurde durch Nietzsche und Marx repräsentiert.

Die Subjekte werden von den von ihnen selbst geschaffenen Objekt-Produkten bestimmt. Dies wird in unserem Sprachgebrauch als Sachzwang bezeichnet.

Die Sachen zwingen die Menschen zu einem bestimmten Verhalten.

 

Der entscheidende Unterschied zum Dualismus ist, dass das Subjekt als das Aktive definiert ist, während das Objekt passiv in der Wahrnehmung  ist.

Das aktive Wahrnehmende, also die Sinne des Menschen, ist unabdingbarer Bestandteil seines Daseins.

 

Raum/Zeit:

 

Seit der Epoche der vorsokratischen Philosophen, deren Gedanken über die Zeit uns nur in dunklen Sätzen überliefert sind, bis zu den modernen Bemühungen, Zeit wissenschaftstheoretisch präzise zu fassen, hat wohl jede Generation sich mit dem Problem der Zeit und der Vergänglichkeit denkend und erfahrend auseinandergesetzt.

Zwischen Deutungen der Zeit als einem nur subjektiven Phänomen und der Annahme einer objektiven, von der Physik vorgegebenen Zeit, hat sich die Mannigfaltigkeit der Zeitinterpretation verschiedener philosophischer Schulen und unterschiedlicher Spezialwissenschaften entfaltet.

 

Zitat:

Das menschliche Gehirn ist der Ort im Weltall, wo sich subjektive und objektive Zeit treffen.

Die Gehirnfunktionen ermöglichen es in der Zeit, über die Zeit zu reflektieren. 

Zeit als subjektives Phänomen und auch Zeit als gerichtete oder ungerichtete Eigenschaften unserer physikalischen oder biologischen Umwelt sie sind letztlich nicht voneinander zu trennen.

                                                              Otto-Joachim Grüsser , Die Zeit, Pipper

 

Wir erleben nicht die Zeit, die vergeht von der Wahrnehmung eines Sinnes -signals bis zum Gehirn, nicht die Arbeit des Unterbewusstseins.

Wir denken, dass wir alles sofort erleben. Das Gehirn sammelt Erfahrungen, und jede Erfahrung hinterlässt  einen Abdruck im Gehirn und damit Erinnerungen, die immer mit Gefühlen markiert sind, je stärker das Gefühl ist, je stärker die Erinnerung.

Als Menschen können wir also nie die Realität an sich, sondern nur unsere subjektive Wahrnehmung der Realität kennen.

Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit.

Damit definieren wir das Ich und das Wissen, um sich mit Anderen austauschen zu können. Da die Prozesse unbewusst ablaufen aber wir Menschen die Welt auf ähnliche Weise interpretieren bilden wir so über die Semiotik, die Sprache und die Symbolik unsere Identitäten.

 

Rudolf Steiner äußert sich so:

Es gibt eben keine andere Möglichkeit, als im Menschen aufzusuchen, das Wesen desjenigen, was uns äußerlich in seinen Erscheinungen entgegentritt.                        

                                                                                                            Rudolf Steiner

Nach Kant können wir nur Erscheinungen aber keine Dinge an sich erkennen, weil jedem die Dinge anders erscheinen und er sie anders wahrnimmt.

 

Das Visuelle, also das Sehen von Bildern sind physikalische Prozesse.

Sie geben Bilddaten von Erscheinungen an das Gehirn in Form von elektrischen Impulsen weiter.

Dort werden sie abstrakt zu Ab- oder zu Einbildungen, je nach dem, in welchem Kontext sie verarbeitet und gespeichert werden. Wie erwähnt bleibt ein Bild immer subjektiv, dieses wird mit Bedeutung, mit Emotionen, mit Eindrücken, aber auch mit körperlichen und sinnlichen Begebenheiten aufgenommen.

Aus diesem Kontext ergibt sich, dass Bilder immer Ganzheitliches wieder geben,

sie repräsentieren ganze Gedanken-Systeme.

                          Unser Gehirn bestimmt, wie uns die Welt erscheint.

Der Bildungsbereich benötigt interdisziplinäre, vernetzte Lösungen um diese sich ganzheitlich bildenden Systeme zu begreifen und positiv zu verarbeiten. Gerade in dieser neuen Postfaktischen Zeit mit den globalen Systemen, in dem es heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht, und die nicht nur Nutzen bringen, sondern auch Unklarheit, Ungleichheiten und Kriege.

Welche Veränderungen finden in unseren Wahrnehmungen durch die Überflutung, mit durch Menschen und Maschinen gemachten Informationen und nicht realen, sondern konstruierten Welten statt.

Durch Big Data-Computer und der transhumanen künstlichen Intelligenz (KI) wird gezeigt, dass in ihnen keine Narrative mehr herrschen, im Sinne großer sinnstiftender, analoger Erzählungen. Wie auch konkrete Gründe, Wünsche, Ziele und Konventionen.

Stattdessen geht es um funktionale Optimierung seelenloser Algorithmen die ausschließlich in den Bereichen der Ökonomie liegen.

Werden sie uns neben den Erfordernissen und Beschwerlichkeiten des Alltags auch die Sinnstiftung abnehmen?

Wie verändern sich die Lebens und  Lernbedingungen der nachfolgenden Generationen? 

 

Tätigkeitstheorie

 

Für die Tätigkeitstheorie ist der Gegenstand der Tätigkeit konstitutiv (festsetzend, bestimmend). Zu ihm setzt sich der Mensch, das Subjekt, über seine Tätigkeit (Handeln) in Beziehung, um ihn, den Gegenstand, sich anzueignen und zu erforschen.

Es findet also ständig eine Wechselwirkung in dem System zwischen Subjekt und dem Objekt statt.

Ursache und Wirkung ist interpretierbar als zirkuläre Kausalität, die kann zeitlich so schnell ablaufen, dass Ursache und Wirkung nicht mehr zu unterscheiden sind oder genauer ein simultaner Prozess abläuft.

Die zirkuläre Kausalität liegt dann in der Mitte eines Spannungsfelds, dessen einer Pol die Kausalität (Ursache und Wirkung) und dessen anderer Pol die Wechselwirkung ist. Wechselwirkung kann dabei auch selber als Ursache der Entstehung und Entwicklung auf der Grundlage von Wechselwirkung begriffen werden.

                Wechselwirkung ist dann Ursache von Wechselwirkung

 

Die Buddhisten sprechen hier von Tao, es bedeutet, dass die Welt, von der wir ein Teil sind, kein unabhängiges Wesen sein kann.

Das Allumfassende ist im Fluss, ein Strom von Zuständen. Alle Dinge hängen von den anderen Dingen ab, nichts existiert für sich und losgelöst von dem Anderen.

   Die Dinge existieren nie aus sich heraus, sondern immer durch

                            Wechselbeziehungen (Kausalität).

       (Dalai Lama, die Kraft des Buddhismus und der Zustand der Welt)

 

 

                                         

 

                        

 Hermeneutik:

 

Erfahrungen, Erklären, Auslegen, Übersetzen.

 

 Sie ist eine Theorie über die Auslegung von Werken und über das Verstehen. Beim Verstehen verwendet der Mensch Symbole. Er ist in eine Welt von Zeichen und in einer Gemeinschaft eingebunden, die gemeinsame Sprachen benutzen. Nicht nur in Texte, sondern in allen menschlichen Schöpfungen ist Sinn eingegangen, diesen Sinn herauszulesen ist eine hermeneutische Aufgabe.

 

Hier wird es so verstanden, dass ein Ding (Kant), hier der Baum, erst zu einem Baum wird, wenn ein Mensch ihn als Erscheinung mit seinen Sinnen erwählt und ihm einen Sinn und Namen gibt. Und ihn in seiner Gesamtheit als Gestalt, als Inhalt und Form und seinen Eigenheiten zu verstehen sucht.

Dieses Wissen sollte dazu führen, seinen Lebensraum und seine Bedeutung für den Menschen zu erkennen und zu würdigen.

Mit dem daraus erwachsenden Wissen ergibt sich einer der größten Herausforderung und Fragen für die Menschheit:

Wie kommen wir zu einem ökologischen Wandel?

Denn so wie wir mit dem empfindsamen System Natur umgehen, zerstören und dezimieren wir uns selber, ebenso die Tier und Pflanzenwelt sowie die Atmosphäre mit ihren lebenswichtigen Funktionen.

Im Umgang mit der Natur sah der Philosoph Ernst Bloch drei historische aufeinander folgende Möglichkeiten:

 

- In der Phase des Naturzwangs dominierten die Naturgewalten.

- In der heutigen Phase der Naturbeherrschung, dominiert der Mensch mit Hilfe der

  Wissenschaft und Technik über die Natur, er zerstört sie aber zunehmend.

- In Zukunft muss eine Phase der Naturallianz, eine Partnerschaft von Menschen

  und  Natur  angestrebt werden.

 

In Anlehnung an Nietzsche, der zu dem Subjekt- /Objekt-Beziehungen sagt, die Subjekte werden von den von ihnen selbst geschaffenen Objekt-Produkten bestimmt. Er spricht von entstehenden Sachzwängen, die dann die Menschen zu bestimmten Verhalten zwingen.

Der Mensch handelt um die Natur wie ein Ding auf einem Basar, so dass wir uns noch in der zweiten, von Bloch angedeuteten Phase befinden

Die dritte Phase wird ein Wunschtraum bleiben, da Lobbyisten und machthungrige Menschen sich einer Naturallianz aus Habgier widersetzen.                               

Über die Zusammenhänge von Natur, Wald, Baum, Mensch wird viel berichtet und ist bekannt. Mit dem Thema will ich nachfolgend versuchen über den Weg der sechs von Herrn Walgenbach entwickelten Handlungsfeldern die Komplexität und die Möglichkeiten der Wissensbildung für mich zu erfassen und dabei die neuen Anforderungen der Postmodernen mit einzubeziehen.

                                              

                                          

 

1.Hermeneutisches Handlungsfeld

     INTUITIVE SYSTEME: Gestalten, erwählen und sie in ihren Eigenheiten zu
     verstehen suchen.

 

Wesentlich im Zusammenhang mit empirischen Methoden ist die Hermeneutik für eine Hypothesenbildung.

Ein Problem muss erst gesehen, erkannt und verstanden werden, der Sinn und die Bedeutung einer Situation muss erfasst werden. Die Ganzheit und die Teile stehen damit zueinander in einem Verhältnis. Sie bedingen sich gegenseitig, es erklärt das Zustandekommen höheren Verstehens aus dem elementaren Verstehen.

Zum Beispiel: Ein Elementares – Objekt wählen, dass als eine Miniaturwelt Urphänomene in sich vereinigt und so beispielhaft für viele Systeme oder Prozesse gültig ist. Dann erfolgen Interpretationen mit bestimmten Fragestellungen, aus bestimmten Betrachtungsperspektiven und mit Vorverständnis für die zu interpretierenden Objekte. Zum Beispiel:

Eine Gestalt erwählen, (Elementar Objekt, der Baum) und ihn in seinen Eigenheiten und Wesen zu verstehen suchen.

                                                                          

Ein Baum kann ein Urphänomen für Wachstum sein und z. B. ein Denken anregen in >Zustand< bzw.> Teilen< (etwa: junger Baum, alter Baum, gesunder Baum, Wurzel) und >Prozess< bzw. Gesamtsystem (etwa: Wachstum, Vergehen, Entfaltung)

Die ganze Gestalt des Baumes vergegenständlicht Wachstum in bestimmten Phasen und regt ein Denken in Prozess/Zustand an.

Das sich daraus ergebene Wissen beeinflusst im starken Maße auch die Identität des Menschen und führt diesen zu neuen Sichtweisen.

 

Daraus könnte sich auch eine sinnvolle, eine ganzheitliche, phänomenologische Sicht auf den Baum ergeben.

 

Den Baum in seinem Wesen wahrnehmen und ihm Sinn geben, ihn anerkennen als lebendiges Wesen, das mit uns lebt und von dem wir abhängig sind.

 

 

 

 

 

 

Der Baum.

 

So viele Gestalten mit ihren Seelen

Ach es sind so viele, welche soll ich erwählen?

Wie kann ich ohne ihre Eigenheiten sie verstehen,

Muss ich sie hermeneutisch sehen?

Sie zu entdecken sind meine Ziele,

aber ach, ach es gibt so viele.

                                                                                             Marlis Niemann

 

 

                              

                          

Erlebtes:

Sie lebt was sie lehrt, Julia Butterfly Hill.

Julia Butterfly lebte ohne Unterbrechung während 738 Tagen auf einem Baum.

In ihrem Buch: Die Botschaft der Baum-Frau (München, Goldmann Verlag 2002)

Vom Moment an, schilderte Julia, als sie in ganz tiefer Weise das Wesen, die Heiligkeit und die majestätische Kraft jenes Baumes erfuhr, und sich selber als Eins mit seinem göttlichen Wesen erkannte, konnte sie den Baum nicht mehr verlassen, ohne dass sie sich selbst aufgegeben hätte.                                        Zitat

 

Solche Empfindungen und Gefühle können nicht wissenschaftlich bewiesen werden.

Es lässt sich wohl nur aus der kosmologischen, feinstofflichen Forschung und einer anthroposophischen Sichtweise erklären. Jedoch werden diese Empfindungen und Einstellung heute ganz bewusst eingesetzt und herbeigeführt um gestressten und psychisch kranken Menschen zu helfen.

Alte Bäume sind erlebbar und nicht zuletzt ranken sich um sie seit jeher Geschichten und Mythen.

Sie können eben mehr als nur Traum oder Schattenspender sein. Wir sind abhängig von den vielfältigen Aufgaben, die der Baum leise im Hintergrund für uns leistet.

 

Das System Umwelt ist abhängig von allen kosmischen  Naturgesetzen die wir kennen oder nicht kennen.                                                                                                                                     

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 

 

 

 

 

Folgende Grafik entwickelte sich aus diesen Gedankengänge.

 

                

            

 

         Der Baum der Erkenntnis, dieses besondere System, beinhaltet:

 

Das Universum, als das alles umfassende System

Die Wurzeln des Baumes sind mit dem Universum verbunden. (Raum/Zeit)

Der Baumstamm und der Mensch symbolisieren das Objekt und das Subjekt

Die Blätter, gleich der Handlungsfelder, symbolisieren die Erkenntnis, den Weg zum umfassenden neuen Wissen.

Die Früchte beinhalten die Samen für das Werdende, das Wissen, das Unwissende und das Ergänzende, man kann sie als Wurzel für die Neugeburt des alten Systems betrachten.

 

Weil alle einen gemeinsamen Kreislauf und Ursprung haben, sind jeder und jedes eine Miniaturwelt, in dem sich das ganze Universum wieder spiegelt.

 

Systeme entstehen aus Kristallisationskerne, zum Beispiel aus Staubkernen.

Im 17. und 18. Jahrhundert führten Mikroskop Versuche zu ersten größeren Erkennungen und Begeisterungen für das Winzige, den Staub.

 

Und niemand hat es so emphatisch wie Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) besungen. Alles ist belebt, so lehrt Leibniz in seiner Monadologie, jedes noch

so kleine Materieteilchen sind ein Garten voller Pflanzen und ein Teich voller

Fische.  An Johann Bernoulli (1667-1748) schrieb Leibniz, er sei überzeugt,

dass noch im kleinsten Stäubchen Welten enthalten seien, die der unseren

an Schönheit und Vielfalt nicht nachstehen.

 

Letztendlich wird alles, was wir auf dieser Erde sehen und tun können, von denselben Gesetzen gesteuert die den Haushalt der astronomischen Energiequellen regeln und das sind die                             

                                                  Naturgesetze

 

Aus der Singularität, dem Urknall, (Eine idealisierte Modellvorstellung) entwickelten sich in der Anfangsphase aus einer präsolaren Wolke interstellare Materie und daraus unter Anderem, zwei Systeme mit unterschiedlichen Strukturen.

 

     1. Dissipative Strukturen

 

           Es sind selbstorganisierende und selbsterneuernde, meistens

            chem. Reaktionssysteme. (Kristalle etc.)

 

     2. Autopoiesen Strukturen

 

Es sind sich selbstproduzierende und selbsterneuernde Systeme.

Menschen, Tiere und die Pflanzenwelt, also biologische und gesellschaftliche Systeme. Sie evolvieren und erneuern sich ständig in der gleichen Prozessstruktur und bewahren so ihren ganzheitlichen Charakter

Die autopoietischen Strukturen ergiben sich aus dem Zusammenwirken vieler Prozesse.

 

Diese Prozesse sind kosmologische, megaphysikalische Systeme und bilden die Gesetze die wie bereits gesagt den astronomischen Haushalt regeln.

In Abhängigkeit dieser Regeln sind aus den verschiedensten bekannten und unbekannten Faktoren die Systeme und damit Strukturen und evolutionäre, mutierende Prozesse entstanden.

Es liegt in der Natur eines Systems, dass es nicht durch die Summe von Einzeleigenschaften beschrieben werden kann.

Es lassen sich aber wichtige Unterscheidungen treffen indem besondere Aspekte des Gesamtsystems isoliert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.

 

Neueres Systemdenken integriert die Summe des gesamten früheren und heutigen Wissens, (T. Wolze spricht hier von einem Metawissen) dass auch alle Theorien, der Vergangenheit, der Jetztzeit und der Zukunft sowie die Menschen mit ihrem sich ständig veränderten Bewusstsein einbezieht.

 

Hinsichtlich einer Umweltbeziehungen des Menschen bezeichnet man ein System als offen, wenn es mit seiner Umwelt Austausch pflegt, wobei neben Materie und Energie vor allem Informationsaustausch in Frage kommen.

                                                Erich Jantsch. Die Selbstorganisation des Universums

 

 

Ein System, das aus Phänomenen und Prozessen besteht fordert ein interdisziplinäres, interkulturelles offenes Systemdenken.

                          

                                  

                                            

 

 

2. Phänomenologisches  Handlungsfeld:

 

         KÜNSTLERISCHE SYSTEME: Formen

         Formen von Gestalten, sie entdecken und als Mittel für die Bildung von

         Ordnungen nutzen.

 

Teilaspekte zur Phänomenologie des Baumes

 

Das Subjekt gibt dem Objekt „den Baum“ Bedeutung, um ihn in seinem Wesen

und seinen Eigenheiten als System zu verstehen.

Die Bedeutungen werden in Sprache formuliert, in Schriften oder Bildern festgehalten, die sich beim Menschen im Laufe der Evolution entwickelt haben.

                               

Die Bedeutungen und den Umgang geben wir an unsere Kinder weiter, so dass sie die Möglichkeiten haben, ins besondere wenn sie unpädagogisiert draußen spielen dürfen, eine emotionale Beziehung zur Natur entwickeln können. Solche emotionalen Beziehungen sind die Basis und die Erfahrungen auf die sich das Leben aufbaut.

Es entwickeln sich so automatisch Werte und Verständnis für Zusammenhänge

von früher und heute. Diese Art von Beziehungen wird so zu einem Motor für Kreativität und Weitsicht

 

Bäume spielten zu allen Zeiten eine sehr große Rolle im Leben der Menschen,          

kein Wunder, dass die mächtigen Wesen verehrt wurden. Die heiligen Haine der Germanen waren gleichsam Kathedralen aus lebenden Stämmen, zwischen denen religiöse und andere Rituale, abgehalten wurden.  Die Menschen glaubten an die Macht der Bäume, selbst in der heutigen Zeit haben sie  die Form des Baumes (Den Binärbaum) in mathematische Modelle umgewandelt.

 

                                           

 

Zu allen Zeiten ist und war der Baum unser wichtigster Partner, lieferte er doch (neben den Nahrungsmitteln) die wichtigsten Rohstoffe. Wir hätten kein wärmendes Feuer, kein schützendes Zelt, keine Sicherheit, keine Luft zum Atmen, ohne Bäume wäre der Mensch  nicht Lebensfähig.      

In der heutigen Wahrnehmung der Menschen ist er einfach da, entfremdet und ohne Seele, er begleitet uns und wir benutzen ihn als eine Sache.

Der Baum wird selten als etwas Schönes, Ganzes, als Einheit von Inhalt und Form, als eine mit Leben erfüllte Gestalt oder als Wesen wahrgenommen.

Jeder Mensch nimmt den Baum in Abhängigkeit vom Alter und seiner Emotionalität anders wahr.

 

                                            

                                                     

 

                   Künstler: Bastian Wohlan                                        Künstlerin: Ruth Kranz

 

 

 

Einige spezifische Eigenheiten des Objektes.

 

                              

                Blüten             Gerbknolle          Eichel                 Zellen

 

                                                                                                               

 

 

            

     Die Bäume bestimmen unser Leben und das Überleben, wir bestimmen aber

     wie sie zu Leben und zu Wachsen haben, zerstören ihr und letztendlich 

     auch unser Überleben damit. 

 

 

 

 

 

Bäume sind rätselhafte Wesen.

Sie stehen in unseren Parks und Gärten, stumm weil wir ihre Sprache nicht verstehen.

Jeder Baum könnte viele Geschichten und Erlebtes erzählen, wenn wir uns nur auf seine Ganzheitlichkeit von Inhalt und Form einstellen würden.

Um sich dieser Ganzheitlichkeit zu erschließen braucht es für uns Anlässe, Begebenheiten um im Sinne von Selbsttätigkeit, mit Hilfe von interpretierbaren Beispielen sich selber Zugänge zu den Objekten (Bäume) zu eröffnen.

Fragen wie, hat ein Baum Gefühle oder empfindet er Schmerzen, stellen wir nicht wir setzen uns darüber hinweg.

 

 

              

 

 

Wehrlose Bäume?

 

Nein, ganz wehrlos sind sie nicht, denn sie können nachwachsende Biomassen umverteilen, indem sie Druckholz, mit viel Lignin oder Zug Holz mit Cellulose Fasern erzeugen. Das begünstigt, dass sie Verletzte Stellen oder ihr Gewicht verlagern können. Z. B.: Einen dicken Ast über einen Weg zur Sonne neigen oder von einer Hauswand weg wachsen oder sich den Bodenformationen anpassen. Bäume sind sehr flexibel und robust, wir bekommen es selten mit, weil diese Prozesse sehr langsam vonstattengehen.

 

 

 

 

 

 

Bäume können, wenn man so will, kommunizieren, indem sie über chemische Stoffe,

 

Bäume können, wenn man so will kommunizieren, indem sie über chemische Stoffe,

Gase (Methan) durch die Luft den anderen Bäumen etwas mitteilen, z.B.: Dass Gefahr durch Käfer, Raupen besteht.

Peter Wohlleben beschreibt in seinem Buch, das die Bäume, um sich gegenseitig auszutauschen, das Wurzelwerk benutzen.

Zitat: Bei Buchen wurde festgestellt, dass Pilze möglicherweise die Wurzeln aller Exemplare eines Waldes miteinander verwoben sind.

Und genau wie Milliarden von Zellen einen Organismus namens Mensch ergeben, so kann der Wissenschaft zufolge bei einem Buchenwald von einem Superorganismus gesprochen werden, bei dem alle Bäume für das Ganze arbeiten.

 

 

 

Mit dem zeitlichen Ablauf des Entstehens und Vergehens fließt der Ursprung mit in das Entstehende und Vergehende und beleuchtet es. Dort wo Bewegung herrscht, geht die Sichtweise über die Grenzen der Dinge hinaus. Eine fixierte Form wandelt sich in immer neuen Erscheinungen und neuen Formen. In den Bewegungen offenbart das Bewegte seine tiefen Geheimnisse und Metamorphosen.

 

                        Jedem Gewordenen geht ein Werden voraus.

 

Das Gewordene, die Gestalt des Baumes als sichtbares lebendiges Wesen, wurde mit dem äußeren Erscheinungsbild bisher erfasst.

Um das Werden und mehr vom Wesen des Baumes zu erfahren, bedarf es Bewegung und andere Wege. Dieses bedeutet, dass der Gegenstand

(Der Baum) als die Einheit von Inhalt und Form so bearbeitet wird, dass

jetzt nur über die Formen weitere Details erfassbar und sichtbar werden.

                             

    

 

                     

2. Phänomenologisches  Handlungsfeld:

 

         KÜNSTLERISCHE SYSTEME: Formen

         Formen von Gestalten, sie entdecken und als Mittel für die Bildung von

         Ordnungen nutzen.

 

 

 

 

 

 

                                                                              

 

 

 

 

                         

   

                                      

 

 

 

 

 

Phänomenologie

 

Der Begriff Phänomenologie wurde von Edmund Husserl geprägt und beschreibt jene Dinge, die uns als Phänomene gegeben sind.

 

                       "Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen"

 

Damit der wahre Wesensgehalt einer Sache erkannt werden kann, wird eine Reduktion vorgenommen um einen neutralen Blick auf die phänomenologischen Dinge zu bekommen.

 

Die Natur in ihrer Wirklichkeit kann von den Menschen nur als Abbildung der Wirklichkeit erfasst und bearbeitet werden.

Das Gebiet, welches ein Künstler als Eigentum bearbeitet, ist die Einbildungskraft. Wie sammeln, sortieren, versuchen, Begriffe zu definieren, um die Wirklichkeit zu erfassen und um sie anderen zu beschreiben und verständlich zu machen.

Daher ist es die Kunst und ihre Fertigkeit die Einbildungskraft zu aktivieren und in verständlichen Formen und Gesetzmäßigkeiten zu fassen und dadurch der Natur eine Anschaulichkeit zugeben.

Die künstlerischen Formen unserer Kultur haben eine lange Geschichte, die allgemeinen Merkmale sind, dass sie zum Teil aus einfachen Mitteln bestehen, ihnen aber eine tiefgründige Bedeutung innewohnt. Die moderne Kultur aus Kunst und Wissenschaft ist von den Menschen aus prähistorischen vergangenen Zeiten aufgebaut und hinterlassen worden.

Antrieb für die Menschen ist seit jeher die Kreativität, die ständig auf Vorhandenes aufbaut und systematisch über die Zeiten das Gehirn geformt und angereichert hat, mit ergänzenden Methoden und Kultivierung. Sie fördert eigene Weisheiten lehrt moralische Grundsätze und bringt letztlich auch seelischen Frieden und Entspannung.

Unter künstlerischer Forschung wird eine Wissensproduktion verstanden, in der sowohl die Möglichkeiten neuer ästhetischer Wissensformen sowie deren gesellschaftliche Funktion und Wirksamkeit thematisiert werden. Auch die ästhetischen Bedingungen des Denkens finden ihre Berücksichtigung in Wissensbildungsprozesse von Kunst und wissenschaftlicher Forschung.

Die Kunst zielt auf ein Wissen ab, dass mit künstlerischen Strategien, anderen Formen, Präsentationsweisen und Rezeptionsstrukturen, anders als die Wissenschaften, neue Evidenzen produziert und sich in einer ganz spezifischen Weise auf die Lebenswelt und die Gesellschaft auswirken können.

Trotz der unterschiedlichen Methoden sind Kunst und Wissenschaft untrennbar durch die Denkprozesse verbunden.

 

 

 

 

 

Ist die Welt eine Illusion?

 

Ja wir sehen buchstäblich, was wir glauben.

 

10% der optischen Wahrnehmung des Auges wird mit einer Zeitverzögerung von

ca. 140 m Sek. Verarbeitet, der Rest kommt aus anderen Teilen des Gehirns von anderen Sinnesorganen, vorhandenen Emotionen und Erlebten.

Wir betrachten also die Welt durch reduzierte Bilder der Vergangenheit und erzeugen daraus unsere eigenen Wirklichkeiten.

Das Auge als physikalische Einheit kann nicht lügen, es gibt die gesehenen Formen als elektrische Impulse an das Gehirn weiter.

Die aufgenommenen Daten von Wirklichkeiten werden im Gehirn abstrakt zu Ab - Bildungen oder zu Ein – Bildungen des Originals, je nachdem in welchem Kontext sie verarbeitet werden.

Die äußere Form und innere Struktur eines Baumes kann nur indirekt abgebildet werden, weil er oft einfach zu groß ist und rein schauen geht auch nicht.

Als Möglichkeit kommt das Fotografieren oder das Malen in Betracht.

Bei kleineren Teilen bieten sich andere Verfahren an, wie zum Beispiel durch pressen oder stempeln.

 

     

 

             Malen                                   Fotografieren                                  Stempeln

                                                                           

Die Form gibt dem Gegenstand ein einmaliges, individuelles, markantes Zeichen und gibt dem Gehirn dadurch neue Impulse und Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Formen.

Daher versuchen Künstler immer neue Formen zu gestalten um Denkprozesse und Anregungen für sich selber und andere zu suchen, siehe Picasso, Hundertwasser, Moore, Beuys und viele Andere.

Menschen können allerdings keine Formen erfinden, dass hat die Natur schon für sie getan. Sie hat durch den Urknall Gesetzmäßigkeiten vorgegeben, die unsere Welt beherrschen. Was auch entsteht, es unterliegt diesen Naturgesetzen und braucht immer einen Kristallisationskern, einen Anfang, je nachdem in welchem Kontext es stattfindet, entwickeln sich unsere Elemente, Strukturen und Formen.

Bei der Entstehung des Sonnensystems, aus einer präsolaren Wolke, verdichteten sich aus verschiedenen Gründen größere Objekte so entstanden große Kombinations-Möglichen von Formen, die von den Menschen nie alle wahrnehmbar sein werden.

 

Streng genommen kommt die Kunst also aus dem Universum, da die Formen und Objekte dort gebildet wurden. Sie werden durch Emotionen und Sinne und des Menschen in den Fokus genommen gestaltet und verändert.

 

Wir, die sehenden Menschen, müssen diese Formen in irgend einem Zusammen-hang bewusst oder unbewusst wahrgenommen und gelernt haben, um sie, wie auch die Künstler, mit ihnen neu zu gestalten und sie zu benutzen.

Blinde, die nie eine Form gesehen haben, können sie auch nicht beschreiben.

Unsere Augen sind ein Wunderwerk der Natur.

Der Seh-Sinn liefert uns rund 80 Prozent aller Informationen aus der Umwelt, die wir im Gehirn verarbeiten. Wir können etwa 150 Farbtöne aus dem Spektrum vom sichtbaren Licht unterscheiden und zu einer halben Million Farbempfindungen kombinieren. Wie wichtig die Augen für unser Leben sind, können vermutlich nur diejenigen wirklich begreifen, denen das Augenlicht fehlt.

 

Jede visuelle Wahrnehmung wird vom Gehirn mit Emotionen überlagert und in bestimmten Hirnregionen abgespeichert.

Sie können dann dort, in welchem Kontext auch immer, aktiviert werden.

 

Emotional nehmen wir also die verschiedensten Formen war oder konstruieren sie, auch solche, die abschrecken und Angst erzeugen. Einige Menschen haben so- genannte Phobien, hier sind die Ängste und Fantasien so groß, dass sie zu Krankheiten führen können, wie zum Beispiel durch Spinnen und Schlangen.

 

Auch Licht und Schattenspiele entwickeln Formengebilde, die Fantasien anregen, so dass unser Gehirn uns sehr unterschiedliche täuschende Erscheinungen sehen lässt, die gar nicht so existieren.

 

                  

                  

 

             Baum-Monster                     Der Monster-Baum                  

           

 

Mit zunehmenden Technisierungsmöglichkeiten werden wir tiefer in den Makro- oder Mikro-Kosmos sehen können und immer neue Formen entdecken.

 

Betrachten wir einen Bleistiftpunkt unter einem Elektronenmikroskop, so sehen

wir ganze Landschaften von Strukturen und Formen vom Punkt und vom Papier.

Blicken wir in den Himmel sehen wir einzelne Sterne als Lichtpunkte.

Die Menschen früher haben mit ihren Fantasien diese Punkte durch Linien verbunden und so Orientierungsmerkmale am Himmel geschaffen und dadurch ihre Beweglichkeit deutlich erhöht. Man kann von der Vorstellung ausgehen, dass Formen grundsätzlich ein Mittel der Verständigung und der Identitätsfindung sind.

 

Was wir sehen und wahrnehmen ist immer immateriell, indirekt, verfälscht durch unsere Sinne oder technische Geräte, und doch nehmen wir diese Bilder als unsere Wirklichkeit war.

 

So sehen wir die Eichen, ihre mächtigen Formen die große Schatten werfen.

Sie ziehen bestimmte Tiere und Pflanzen an, die dann mit ihnen in Symbiose leben.

Wir sehen dieses alles nicht, wir wissen es aus Erfahrungen.

Treten Störungen der Flüssigkeitsförderung im Stamm auf, so könnte die Richtung der Kapillarröhren und damit das Wachstum verändern werden. Kleine Widerstände im Holz, ein abgestorbener Ast, ein Nagel, durch Wind, Wasseradern, Magnetfelder oder andere schädliche Bedingungen wirken sich auf das Gefüge des Baumes aus.

 

                         

 

 

Wenn die Bedingungen stimmen und Ordnung herrscht im Wachstum des Baumes kann er gerade nach oben wachsen und eine runde, optimale Form des Stammes anstreben. Durch starke äußere Einflüsse kann es zu Wachstumsstörungen für den Baum kommen so das chaotische Formgestaltungen möglich sind.

 

                                                                  

                               Ordnung                                               Chaos      

 

Der Baum windet sich dann in einem Spannungsfeld zwischen den Begriffspaaren Ordnung und Chaos und Bestimmen und Bestimmt werden.

 

Beim Erstellen einer Holzskulptur bewegt sich auch ein Bildhauer in diesem Spannungsfeld von Bestimmen und Bestimmt werden, denn jedes Holz hat seine Eigenheiten, die berücksichtig werden müssen

Die Maserung und die Farben schmeicheln durch die vielfältigen warmen Töne und Formen die Seele und geben einem ein ruhiges behagliches Gefühl.

 

 

                              

 

 

Der Baum vermittelt einem ein tiefes Gefühl von natürlicher Geborgenheit

und Sicherheit.

Der Wald, so wie wir ihn wahrnehmen ist, für den Menschen ein Ort der Erholung. In dem System Wald findet aber ein ständiger Überlebenskampf statt.

Physikalische, chemische Eigenschaften und gewachsene Urformen sichern auch dem Baum sein Überleben. Wer nicht funktioniert, wer im Wettbewerb nicht bestehen kann, wird zumindest überschattet, verdrängt oder fristet ein kümmerliches Dasein.

In der Natur gibt es keine Gnade!

Kein Wunder also, dass die Überlebenden der Evolution, was ihre Belastbarkeit

Angeht, sowohl Form- als auch Werkstoff- optimiert sind.

 

Optimierung der Formen bei einseitiger Belastung des Baumes (Aktion = Gegenaktion) z.B. die Wetterseite oder eine Hauswand.

Der Stamm bildete dann oft einen ovalen Querschnitt oder Wülste aus, sogenanntes Reaktionsholz, um die Stabilität im Stamm zu gewährleisten.

An der stark belasteten Seite wachsen die Jahresringe schneller um Holz aufzubauen, um dem einseitigen Druck und Kerbspannungen entgegen zu wirken.

                    

                                               

 

 

Optimierung in der Architektur:

Antoni Gaudí, bedeutendster Architekt in Barcelona.

Gaudí war bekannt für seinen eigenwilligen Stil von runden, organisch wirkenden Formen. Er errichtete seine Bauwerke in der Formsprache des Modernisme, eine katalanischen Spielart des Jugendstils.

Das Prinzip basiert auf einer auf den Kopf gestellten Kettenlinie (Katenoide), die für die Turmbauten als Rotationskatenoid ausgeführt sind. Für die Konstruktion der tragenden Strukturen in den Gewölben verwendete Gaudí das Prinzip der Hängemodelle die einem hyperbolischen Paraboloid ähneln.

                                 

Der Baum verwendet die Form um an ihn wirkende Kräfte  aufzufangen.                                                                                                       Die Vielfalt und die Anwendungen der universellen Holzformen lassen sich kaum beschreiben. Trotzdem hier einige Beispiele und Fotos der Nutzungs- und Formungs- Möglichkeiten.

Betrachtet man die innere und äußere Formengestaltung der Bäume wird man für den Baum spezifische Ur oder Grund-Formen als Ordnungsprinzip entdecken.

 

1) Die Kreisform:                              Die Jahresringe vom Stamm.

2) Die Linie:                                      Die Kapillarröhren die nach oben führen.

3) Die Bögen:                                   Die Vergabelungen vom Stamm und Ästen.

4) Die Grundform aller Baumarten:  Wurzel, Stamm, Krone.

                                       

 

Das System Baum kann so als Einheit von Gestalt, von Form, von Strukturen und Leben erfasst werden.

 

Unter den Bäumen im Wald, in Blockhütten aus natürlich belassenen Stämmen oder auch in modernen aus Holz gestalteten Räumen bekommt man noch ein Gefühl für die Eigenheiten, für die Kraft, die Größe, die Schönheit und die Lebendigkeit dieses wunderbaren Werkes der Natur.

Durch stärkere Konzentration auf eine nicht sichtbare Ebene wird eine höhere Abstraktion erreicht, die einem den Zugang zur Welt des Inneren eröffnet.

 

                         

 

                    Mit den ersten Bäumen die gefällt werden, beginnt die Kultur.

                        Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden endet sie.

 

 

3. Empirisch-analytisches: Handlungsfeld

 

            NATURWISSENSCHAFTLICHE SYSTEME: Strukturen

 

            Auflösung von Gestalten in grundlegende Elemente und Bestimmung von

           Strukturen durch Erforschen ihrer Beziehungen.

 

 

               Hermeneutisch, phänomenologisch aufgelöst habe ich

               Gestalt und Form. Gefunden eine Ordnungsnorm.

               Um Beziehungen der Gestalt und Form zu benennen,

               muss ich Elemente und Teilchen erkennen.

              Empirisch, analytisch erforschen, auf diesem Weg muss ich mich begeben,

              um so zu erkennen, wie Strukturen sich ergeben.

 

                                                                                           Marlis Niemann

Ein empirisch-analytische Ansatz

 

Was bedeutet "empirisch-analytisch"?

Empirisch heißt "erfahrungsmäßig", also auf Erfahrung, Beobachtung, Experiment und Anwendung usw. basierend.

Analytisch" heißt zunächst einmal "in seine Bestandteile auflösend" der zu unter-suchende Gegenstand wird in seine Bestandteile zerlegt und deren Beziehungen untereinander werden theoretisch rekonstruiert, wobei die Mathematik als Hilfs-

mittel dient.

 

Erfahrungsmäßig:

Erfahrungen durch Selektion in der Natur. Sie in ihre Bestandteile erfassen und

 Ur - oder Grundformen vom Baum erkennen.

 

                                    

 

   Kreise/Ringe                   Winkel                    Parallele Linien         Ur-Baum

 

Grundformen zeichnerisch Dargestellt.

 

                                                    

 

 

Technische Anwendungen.

                                                                                                                                                                                                                

                                         

 

            Rohre                  Regenrinnen             Schaufelstiel                 Hocker

 

 

Analytische Sicht auf die Grundformen.

 

Einige Kräfte,  die auf die Grundformen des Baumes wirken können.

 

                   

 

 

 

 

Mögliche Kraft-Einwirkungen.

 

                                                   

 

                                                                 

Um die Kräfte, die an den Bäumen wirken, den Menschen zugänglich zu machen, kommt die Mathematik ins Spiel. Sie ist der Weg um die Grundformen zu erfassen und zu berechnen.

 

 

  Erkenntnisse       Orientierungen         Berechnung                      Anwendung

    Kerbkräfte          Bruchstelle                     Ausrundung der Bruchstelle

 

 

 

                                                                                                      Lehrsatz von Phytagoras

                                                                                                                   

 

Durch das Ausrunden werden die Bauteile deutlich widerstandsfähiger und langlebiger. Ist der Kurvenverlauf der Kerbe über die Methode der Dreiecke gefunden und ausgerundet, erhält man eine eindeutig  stabilere Struktur, als man durch das Einsetzen eines ingenieurtechnischen Halbkreisradius erreichen würde.

Stabile Strukturen entstehen in Laubbäumen durch Zellgewebe, Faserzellen, nadelförmige Zellen, sie bestimmen viele der physikalischen Eigenschaften des Laubholzes.

Röhrenartige Zellen sind für den Wassertransport von den Wurzeln bis in die Baumkronen verantwortlich. Parenchym Zellen, kleine kastenförmige Zellen, sie sind für die Speicherung von Nähr- und Bildungsstoffen zuständig.

Lässt man von mehreren Menschen die gleiche Zelle malen, würde jede anders aussehen. Es ist so, weil jeder Mensch es mit seinen eigenen Möglichkeiten, Fantasien, Abbildern und Bildern darstellen würde, die nicht der Wirklichkeit entsprechen. Da wir sie nicht mit unseren eigenen Augen sehen können, sehen wir sie durch technische Hilfsmittel und sehen verfälschte Abbilder der Wirklichkeit.  

Zum Beispiel die Lithografien von Einzellern, sind in einer Linie gesehen Abbilder durch die Mikroskope, Abbilder =>durch die Augen, => Abbilder durch die Hand gezeichnet. Schön bunt angemalt, groß und augenfällig dargestellt sehen wir etwas und sagen, so könnte eine Zelle aussehen. Eine Zelle in ihrer wirklichen Existenz und Körperlichkeit hat aber noch keiner gesehen.

 

                                          

                

                           Lithografien  von Einzellern, Ernst Haeckel                                                                                                                                                        

 

 

4. Systemtheoretisches Handlungsfeld.

        FORMAL-ABSTRAKTE SYSTEME: Texturen

      Logische Konstruktion von immateriellen syntaktischen Systemen.

 

Frei kombinierbare Elemente, abstrakte Punktmengen.

Es wird angenommen, dass das Universum durch eine gewaltige Explosion, dem Urknall, vor ca.18 Milliarden Jahren geschaffen wurde und Zeit, Raum und Energie entwickelten sich. In den ersten Mikrosekunden bestand das Universum aus einem brodelnden Brei fundamentaler Teilchen wie Quarks und Gluonen.

Es entstand ein so genanntes Quark – Gluon – Plasma, das so hoch verdichtet

und heiß war, dass die Gesetze der Physik zu dem Zeitpunkt versagten.

Aus dem Nichts heraus tauchten Teilchen und Antiteilchen auf.

Sie stießen gleich wieder zusammen und vernichteten sich gegenseitig.

Aber ein kleiner Teil der dabei entstandenen Materie überlebte.

Jedes einzelne Teilchen repräsentierte sich erst einmal nur sich selbst, sie

wurden aber im weiteren Verlauf durch Selbstorganisation und Selbstähnlichkeit

zum Kristallisationskern, zur Triebfeder und Entwicklung von etwas Neuem.

 

Durch Ausdehnung und örtlich unterschiedlicher Abkühlung bildeten sich erste Protonen, Neutronen und Elektronen. Aus dem sich dann durch Fusion der Kern eines Atoms generierte, nämlich Wasserstoff (H). Durch die Bildung und Fusionen weiterer Atome führte dieses zu den ersten Elementen.

Zum Beispiel die Fusion zweier Wasserstoffatome zu einem Helium (He) Element.

Die ersten Elemente entstanden durch eine Vielzahl von Zusammenstößen, Anhaftungen, Bindungskräfte, Variationen und Temperaturbedingungen sowie anderen Naturgesetzen, so konnten sich erste kleinste Strukturen generieren.

Bis 2015 waren uns 113 Elemente bekannt, ab 2016 sind es 118, wobei die 5 neuen Elemente, die künstlich erzeugt wurden, dazu kamen. 

Diese Elemente mit hoher Ordnungszahl sind radioaktiv und zerfallen oft mit einer Halbwertzeit von wenigen Millisekunden, wodurch es schwer ist, ihre Existenz zu beweisen.

 

Auch heute beobachten die Astronomen präsolare Wolken, also interstellare Sternenentstehungsprozesse im Universum.

Es sind in erster Linie Gase und Partikel (Atmosphärische Aerosolpartikel), welche die Voraussetzungen schaffen, dass aus diesem kosmischen Gas ein

Materie-Kreislauf in Gange gesetzt wird.

Die Partikel haben je nach Herkunft aus dem Universum unterschiedliche Zusammensetzungen und Eigenschaften, einen Schwarm vergleichbar, von dem in jedem Augenblick feine Teilchen wegfliegen oder dazu kommen können.

Trotz der Anfangswinzigkeit und dem chaotischen Verhalten können diese Partikel erste Strukturen und daraus höchst verlässliche Mega Systeme schaffen, die außerordentlich komplexe Funktionen erfüllen.

Zum Beispiel die lebendige Welt, die durch Zellteilungen entstanden ist.

 

Albert Einstein sagte in einem Interview, dass einer, der das Geschehen in einem Wassertropfen vollständig wissenschaftlich beherrscht, im selben Moment auch die allgemeinsten Gesetze des Universums erkannt habe.

 

Entstehung der Pflanzen, Baum - Zellen

Es existieren inzwischen zum Ablauf der chemischen Evolution verschiedene Hypothesen. Sie werden hauptsächlich durch Experimente gestützt, die auf Annahmen über die damalige chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre,  der Hydrosphäre und der Lithosphäre sowie klimatische Bedingungen beruhen.

Die Experimente reichen momentan nicht aus zur Formulierung einer Theorie, die erklären kann, wie das Leben entstand. So konnte zwar bereits die chemische Entstehung komplexer Moleküle beobachtet werden, die für biologische Abläufe notwendig sind, jedoch noch keine Bildung eines lebenden Systems. Sicher zu sein scheint, dass sich nur eine Form von Leben, nämlich die auf Nukleinsäure RNA und DNA beruhende, durchgesetzt hat (falls es je mehrere verschiedene gegeben haben sollte). Wesentliche Indizien für diese Theorie sind die Gleichheit der Bausteine der wesentlichsten lebenstypischen Makromoleküle. Es sind fünf Nukleotide, als Bausteine der Nukleinsäuren und die 20 Aminosäuren als Bausteine der Proteine. 

Ausgehend von den Hypothesen zur chemischen Evolution sollten diese verschiedenen Aspekte sie erklären:

Die abiogene Entstehung der Biomoleküle, das heißt, ihre Entwicklung aus nicht lebenden beziehungsweise nicht organischen Vorläufern. (Kosmochemie)

 

Die Entstehung sich selbst replizierender und variierender chemischer Informations-Systeme, das heißt die Entstehung der Zelle.

 

Die Entstehung der gegenseitigen Abhängigkeit von Funktion  (Enzyme) und Information (RNA, DNA).

Die Umweltbedingungen der Erde vor 4,5 bis 3,5 Milliarden Jahren (oder möglicherweise derzeit existierender vergleichbarer Himmelskörper wie Epoplaneten, Monde und Planemos.

Unsere Biomasse – kosmochemisch analysiert

Kosmochemiker gehen davon aus, dass zunächst bei der Entstehung des Sonnen-systems auf der Erde und allen anderen sonnennahen Planeten wegen der relativ hohen Temperaturen und den Effekten des Sonnenwindes nur wenige oder keine leichten Elemente, inklusive Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff übrig geblieben sind. All diese Elemente, die heute den Hauptanteil an der Biosphäre ausmachen, wären nach dieser Theorie erst nach geraumer Zeit durch Kometeneinschläge aus den äußeren Bereichen des Sonnensystems angeliefert worden, nachdem sich die Protoplaneten etwas abgekühlt hatten.                                        

Die Elementaranalyse dieser Moleküle führt zu der Frage, welche anorganischen Verbindungen zu ihrer Entstehung notwendig waren. Diese mussten in der reduzierenden Uratmosphäre der Erde vorhanden sein – in der Verteilung und unter den Reaktionsbedingungen, die chemisch das Entstehen erster Lebewesen ermöglichten.

Um die Evolution zu erforschen, brauchte es schon früh grundlegende Prinzipien,

um zu verstehen und zu lernen. Wegen der großen Komplexität und um mit anderen darüber kommunizieren zu können, benutzte man jede Form von Symbolik.

Sehr früh erkannten die Menschen, dass die Mathematik ein geeignetes Mittel ist, um komplexe Gebilde zu beschreiben.

 

              Das Buch der Natur ist in Mathematik geschrieben.

Alles ist Zahl – das Universum ist Algebra und Geometrie: Der Kosmos ist die Selbstverwirklichung eines mathematischen Bauplanes „Intelligent Design“. Denn sie ist exakt mathematisch angelegt, so dass wir sie zutreffend  beschreiben und erfassen können und dadurch Erklärungen vorfinden und sie anwenden können. Das behauptete schon der antike griechische Mathematiker und Philosoph Pythagoras und der italienische Astronom Galileo Galilei.

Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, ist das Hauptwerk von Isaac Newton. 1686 erstmals als Manuskript der Royal Society vorgelegt.

Grundlagen und Erkenntnisse für die mathematischen Prinzipien der Natur-philosophie sind in der heutigen Zeit die Algorithmen und Iterationsgleichungen. Mit dem Computer werden Zahlenreihen und Punktmengen generiert, die durch Veränderungen und Variationen von Parameterwerten mit geometrischen Generatoren komplexe Systeme entstehen lassen. (Kochkurve, Drachenkurve, fraktale Pflanzen, Tiere und Landschaften)

Die Mathematik ermöglicht es logische Konstruktion von immateriellen, syntaktischen Systemen herzustellen, so dass wir sie erleben, untersuchen und beeinflussen können.

Wir benutzen Rechenoperationen, die elektrische Impulse so steuern, dass wir zum Beispiel auf einem Bildschirm, mit einer bestimmten Auflösung Pixel, Lichtpunkte sehen und jeden einzelnen Punkt, die Zeit, die Farbe, den Ort und die Größe zu-ordnen können. Pixel sind frei kombinierbare abstrakte Punkte/Punktmengen, Elemente. Erst mal bedeutungslos, immateriell, abstrakt, denen wir erst einen Sinn, eine Bedeutung geben müssen.

Weltweit spielen Millionen Menschen Online-Rollenspiele wie „Anno“ oder „World     of Warcraft“ und schaffen sich so eine zweite immatrielle Identität, ein Second Life. Sie erleben dann eine von Algorithmen erzeugte virtuelle Welt.

Die auf dem heutigen Markt erhältlichen Virtual-Reality-Brillen läuten die nächste Generation von abstrakten, digitalen Wahrnehmungen ein.

Der Philosoph Emanuel Kant hat schon in einem seiner Hauptwerke >>Die Kritik   der reinen Vernunft<< mit einer seiner Hauptthesen darauf hin gewiesen, dass wir Menschen nur Erscheinungen aber nicht die Dinge an sich erkennen können, (transzendentalen  Idealismus) so dass wir diese Erscheinungen steuern und manipulieren können. Bisher erscheinen jedem die Dinge anders und er nimmt sie auch anders war.

Dieses kann sich ändern wenn ein neuer Mythos, eine neue erfundene Weltordnung und neue Glaubensfragen sich entwickeln.  Ein auf Informationen beruhendes gesteuertes Zeitalter und ein neuer digitaler, vernetzter, gleichförmiger Zeitgeist entstehen lässt, eine Ära des Dataismus.

Was kann im Kopf eines Betrachters passieren, wenn er in eine virtuelle Realität eintaucht in der er immer nur virtuelle Dinge sehen kann?

Im nicht idealen Fall entsteht das Gefühl des Präsenzseins in der virtuellen Welt, d. h. die Illusion vollständig in die virtuelle Welt eingetaucht zu sein und dabei die reale Welt um sich zu vergessen. Die virtuelle Umgebung schafft es, dass diese Illusionen nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv messbar werden. Kann. In Angst oder stressigen Situationen werden erhöhte, veränderte Herzraten und die Hautleitfähigkeit über schwitzende Hände messbar.

Diese Illusionen sind Erscheinungen aber nicht die Dinge an sich und bringen somit große noch nicht überschaubare Veränderungen und Risiken in der Gesellschaft mit sich.

                                          

       Eiche …real…………………Brille……….…… virtuelle ....Eichen

Die dargestellte fraktale Eiche ist natürlich nicht mit denen in der Natur vorkommenden Eichen identisch, aber sie repräsentieren in bestimmter Weise ihre Repräsentanten.

Fraktal ist ein vom Mathematiker Benoît Mandelbrot 1975 geprägter Begriff, der bestimmte natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster bezeichnet. Fraktale sind ein heuristisches Werkzeug, dass Denken in neue Bahnen lenken kann.                                                                                                                                          Im Gegensatz zu Algorithmen garantiert heuristisches Wissen keine optimalen      oder realisierbaren Lösungsansätze. Wichtig dabei ist nicht ausschließlich deren Informationsgehalt, sondern das ihnen innewohnende Potenzial für die Weiterentwicklung des Erkenntnisstandes.

Es setzt eine hohe technische und berufliche Spezialisierung voraus, um mit Algorithmen, Iterationsgleichungen usw. zu arbeiten.

Durch variierende Veränderungen von Parameterwerten, digitale Welten so zu generieren, dass mit geometrischen Generatoren komplexe Systeme abgebildet werden können, helfen uns Zusammenhänge besser zu verstehen und sie effizienter zu nutzen, im Guten und im Bösen.

 

 

5. Systemtechnologisches Handlungsfeld.

 

    TECHNOLOGISCHE SYSTEME: ARTEFAKTE

 

Design >semantischer Systeme< zwischen Materialität und Utopien als virtuelle Realitäten (VR).

 

                                       

 

Die digitalen, virtuellen Realitäten stellen die heutigen Gesellschaften der

Welt vor zukünftigen komplexen nicht überschaubaren Veränderungen.

 

Auf der einen Seite werden die Aussichten auf ein paradiesisches Zeitalter aufgezeigt, in dem uns smarte Maschinen das Leben in jeder Hinsicht

angenehmer gestalten und wir sie als Partner betrachten können.

Andererseits warnen apokalyptische Visionen davor, das superintelligente

Maschinen sich selbständig machen, die Herrschaft übernehmen und wir

bestenfalls noch ein Sklavendasein fristen würden.

Beides kann man als eine Utopie, als eine Textsorte begreifen, die erzählerische wünschenswerte Welten aufbauen und wieder zusammenstürzen lassen kann.

Die Frage stellt sich zu Recht, ob zukünftig die Gefahr besteht, dass sich Intelligenz vom Bewusstsein trennt, dass uns diese außerordentlichen intelligenten Algorithmen (KI) steuern und so in unser bewusstes Sein eingreifen und verändern können?

Ein Ungleichgewicht würde ein neuartiges, ein techno - soziales Problem für die Zukunft produzieren.

                Müssen wir ein anderes Basiswissen entwickeln?

 

Die anstehenden Probleme sind wohl nur mit einem Paradigmenwechsel, mit

einem Umdenken im Bildungssystem auf ein vernetztes, phänomenologisches  Denken zu lösen. Die Finnen stellen bereits ihr Schulsystem auf die neue Zukunft um.

 

In der Philosophie findet der Begriff des Postmodernen Wissen Anwendung.

Die Postmoderne ist keine neue Epoche, sondern das Redigieren einiger Charakterzüge, die die Moderne für sich in Anspruch genommen hat, vor allem

aber ihre Anmaßungen, die ganze Menschheit durch die Wissenschaft und

Technik zu emanzipieren.

Das Postmoderne beinhaltet einerseits ein sogenanntes szientifisches wissenschaftlich, fundiertes Wissen, andererseits ein narratives Wissen,

ein Erzählungswissen.

Es handelt sich beim narrativen um artikulierbares und notwendigerweise

artikuliertes Wissen.

 

Diese narrativen Erzählungen vermitteln seit je her die pragmatischen Normen

und Regeln der Gesellschaft, die jedem sein soziales Werden und seine Position

in der Welt vermitteln.

 

Gibt es einen Weg für beide Positionen?

 

Wir dürfen die auf uns zukommende Digitalisierungswelle nicht als von Gott, als Dogma gegeben hinnehmen sondern wir müssen ein Techno - soziales Gleichgewicht aufbauen in dem beide Positionen wieder integriert sind und den gleichen Stellenwert bekommen.

 

Es ist wie bei den Eichen wir können Inhalt und Form getrennt untersuchen aber die Sichtweisen sind einseitig, es ist nicht die phänomenologische, ganzheitliche Eiche die wir so wahrnehmen.

 

Können uns virtuelle Realitäten im Leben Vorteile bringen?

 

Technologisches und systemtechnisches Wissen bilden die Grundlage für kompetente Analysen und Bewertungen. Ohne semantische Netzwerke, die soziale Intelligenz und künstliche Intelligenz miteinander verknüpft und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie moderner Simulationstechnik sind komplexe Problemstellungen oft nicht lösbar.

VR Simulationen liefern Informationen, die mit herkömmlichen Planungs- und Entwicklungsmethoden oft nicht zu gewinnen sind. Informationen und Kommunikation sind die Grundvoraussetzungen für vernetztes Denken und sind auch ein Schlüssel um notwendige Utopien zu entwickeln.

 

Utopie ist „Denken nach Vorn“ Ernst Bloch, 1885-1977

Aber auch als die Kritik dessen, was ist, und die Darstellung dessen, was sein soll“ (Max Horkheimer).

Inwieweit Utopien jedoch als „Konkrete Utopien“ (Ernst Bloch) ausgestaltet werden können, ist fraglich.

 

                                     

 

Ein Design von semantischen Netzen und die Eigenschaften sind die übersichtliche und verständliche Darstellung eines Problembereichs, sowie eine versuchte Modularität (Bausteine) der Wissensdarstellung.

Mit der Zusammenführung von semantischen Netzen und phänomenologischen virtuellen Realitäten kommen wir zu neue, noch nicht überschaubare Anwendungen und Risiken.

Hier kann unser perfektes, kompetentes Bildinterpretationssystem hilfreich sein, es ist die visuelle Wahrnehmung, sie ist leistungsfähig, konzeptionell und ästhetisch.

 

VR erfüllt einen Jahrhunderte alten Menschheitstraum. Er transportiert optisch den Benutzer an beliebige reale und nicht reale Orte. Es kann sich hier um unmögliche generierte Fantasiewelten handeln.

Die automatische Interpretation von außen liegenden Fernerkundungsdaten, ich muss nicht mehr vor Ort sein, ist nun der Versuch, vergleichbare Kompetenzen unter Verwendung eines digitalen Systems nachzubilden. VR ist so etwas wie eine Traumerfüllungsmaschine .Der Mensch kann mit VR quasi ein Avantar generieren, der statt seiner in der virtuellen Welt die Dinge tun kann die ihn, der Avantar, über den Computer diktiert wurden.

 

Für virtuelle Reality finden wir schon überall Beispiel, so auch in der Forstwirtschaft.

Die Anwendungen eines digitalen dargestellten Waldes hat im Bereich der biologischen Produktion und Verwertung Einzug gefunden. Die Methoden reichen von forstlichen Informationssystemen, die einen detaillierten aber gleichzeitig intuitiven Zugang z. B. zu Waldinventurdaten ermöglichen und bis zur Bestandsinventur und fundiertem zukünftigen Waldwachstumssimulationen reichen.

Hierzu modelliert der virtuelle Wald reale Waldbestände als virtuelles Ökosystem, das dann als Orientierungsgrundlage für Planung und Information, nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft dienen kann.

Das virtuelle Ökosystem umfasst unter anderem die Topografie, den Boden, die Wege, die Bebauung, die Bestockung und reicht bis zur Einzelbaumdatenbank des virtuellen Waldes, Jeder Baum hat so seine eigene digitale Visitenkarte in Form von Geokoordinaten, Baumart, Höhe und Kronendurchmesser. Es wird zu einem integrierten, effizienten Großraumwaldinformationssystem. Dieses basiert auf einem intensiven bidirektionalen Datenaustausch zwischen den Verfahren der biologischen und technischen Produktion. So werden die Daten der biologischen Produktion für die technische Produktion nutzbar gemacht. Und führt schlechthin auch zu Monokulturen.

Die im Rahmen der biologischen Produktion erhobenen Daten bilden die Grundlage für die Anwendungen im Rahmen der technischen Produktion.

                                 

                                                                                  Foto: HIAB

Basierend auf diesen Daten können jetzt manuell oder aus der Ferne virtuell Bäume von einem Harvester gefällt werden. Hierbei wird der Harvester-Fahrer durch einen Einzelbaumnavigator und Infrarotstrahlen unterstützt. Sensoren am Harvester erfassen die reale Baumposition, daraus ergibt sich dass dieser Baum gegebenenfalls gefällt und nach einer Anfrage an ein GPS-System automatisch seinem Besitzer gutgeschrieben werden kann.

 

Ein Harvester, ist eine Wald-Arbeitsmaschine, die von einem Menschen manuell geführt wird.

Der Harvester fällt in einem Arbeitsgang Bäume, entfernt die Zweige, entrindet und zersägt sie auf eine bestimme Länge.

Das Transportieren (Rücken) erfolgt durch einen Forwarder, der seinen Reifendruck, Computer gesteuert, stets den aktuellen Bodenverhältnissen für ein möglichst schonendes Befahren des Waldbodens anpasst.

 

 

                           

      Von Hajotthu,   Fotos RIF e.V.         „KWF-fachpresseinfo_ro.doc“

Wir befinden uns in einer Übergangsphase in der technische Produktionen in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und Bereitstellung notwendig sind. Über zukünftige Möglichkeiten wird nachgedacht. Zum Beispiel  die Wälder so zu gestalten, das die Baumsorten, Baumabstände, Wege und der Abtransport alleine von visuell gesteuerten Maschinen und anderen digitalen Systemen durchgeführt werden können. (Palmöl Plantagen) Hierzu werden riesige Flächen als Monokulturen benötigt und eine bestimmte Art von Arbeitsplätzen wird es nicht mehr geben. Flora und Fauna werden sich in dem Umfeld dieser Gebiete total verändern.     

                                         Monokultur                                                         

   Ob es Fluch oder Segen für die Menschheit sein wird muss sich zeigen.

Die pragmatischen Normen und Regeln der Gesellschaft sollten sich ändern.

Dahin gehend, dass durch den Verzicht von ständigem Wachstum und die Entwicklung neuer Steuerungsstrategien, die sich nicht gegen die Gesellschaft und Umwelt richten dürfen, müsste sich ein anderes Bewusstsein und Maßstäbe bilden.

So können wir vielleicht die wachsenden Depressionen und Ängsten der Gesellschaft entgegen wirken, um so eine bessere Chancengleichheit für alles Leben auf diesen Planeten herzustellen, auch wenn dieses wie eine Utopie klingen mag.

 

  6.  Systempraxeologisches  Handlungsfeld.

 

        ÖKOLOGISCHE SYSTEME: Konkrete UTOPIEN

       Design von pragmatischen Systemen in Form von Szenarien bis zu konkreten       

       Utopien.

Als Entwurf sind Utopien Fakten, die unerfüllt sind, sie sind kritisch gegen das tatsächlich Bestehende und deuten im Gegenentwurf andere Möglichkeiten an,

die im Bestehenden noch verborgen sind.

Es sind Vorschläge für gesellschaftliche, technische Möglichkeiten für einen Ort,

der Raum für ein anderes Leben gibt, in Form von Szenarien bis hin zu konkreten Utopien.

Utopische Lebens- und Gesellschaftsentwürfe die heute von unterschiedlichen Gruppen und Medien artikuliert werden, selbst wenn sie spielerisch anmuten,

sind handlungsorientiert und realitätsbezogen.

Zum Beispiel befinden wir uns in einer Übergangsphase, in der technische Produktionen in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und Bereitstellung notwendig sind. Sind sie notwendig?

In den Gesellschaften haben sich Ängste durch bedrohliche Szenarien herausgebildet, bedingt durch die von uns selbst geschaffenen Gesellschaftsformen und Objekt-Produktionen.

Folgen sind der steigende Wasserspiegel der Weltmeere, das Ozonloch, das Ausbreiten der Wüsten, rigoroses Abholzen der Wälder, die Kriege und nicht zu vergessen, die Energieerzeugung und der Umgang damit. Wir gehen also von einer ängstlichen, negativen Utopie aus in der Hoffnung, dass wir durch positive Utopien eine andere bessere Gesellschaft schaffen können. 

                       

 

 

 

Der Weg vom Sein zum ethisch begründeten Sollen wird sichtbar und somit gangbar, wenn Unzufriedenheit mit dem Sein herrscht.

Das unzureichende Sein treibt zum Sollen, die Unzufriedenheit erzeugt die Alternative eines besseren Seins. Der Ruf nach Sein ist ein utopischer Ruf.

Das Ziel der Utopie steht kategorisch in Ernst Blochs Aussage und das ist

 

                                                  Das Prinzip Hoffnung

 

In diesem Sinne bewirkt Blochs ‘Prinzip Hoffnung‘ eine stets neue kritische Würdigung der bestehenden Verhältnisse, des je gewonnenen Seins, mittels

des unentwegt überholenden Traums einer besseren Welt.

Ein verbindliches Endziel kann als Zustand nicht formuliert werden, da es

seinem utopischen Prinzip widerspricht.

Um negativen Utopien, des Seins, zu erfassen, sie als ein ganzes System zu Sehen, können wir nicht nur den Baum oder den Wald als einzelnes Element heraus nehmen und für eine Hypothesen Bildung benutzen, sondern hier muss das vernetzte Denken greifen.

Ein Problem, die Unzufriedenheit des Seins, muss erst gesehen, erkannt und verstanden werden, der Sinn und die Bedeutung einer Situation muss erfasst werden. Die Ganzheit und die Teile stehen damit zueinander in einem Verhältnis, Sie gehören zusammen und bedingen sich gegenseitig. Es erklärt das Zustandekommen höheren Verstehens aus dem elementaren Verstehen.

Dieses Verstehen ermöglicht eine Planung. Planung ist ein zeitgeschichtlicher

Begriff der im allgemeinen Sinne definierbar als gestaltender Vorgriff auf die

Zukunft ist, des Sollens. Planen symbolisiert das Zutrauen in die Gestaltbarkeit

der Zukunft, ob dieses im Sinne der Gesellschaft ist sei dahin gestellt.

Denken wir an die realsozialistischen Plangesellschaften wie die DDR und Nordkorea, die an ihren Planvorstellungen gescheitert sind oder scheitern werden.

 

Ökonomische und ökologische Fehlinvestitionen identifiziert mangelndes Vertrauen in das freie Spiel der Kräfte, der Natur und der Gesellschaften.

Aber gerade diese freien Kräfte ermöglichen das kreative, gestalterische, freie denkerische Umsetzen in positive Utopien.

Die Ergebnisse sollten nicht als Science Fiction abgetan werden, denn sie fördern

die Wahrnehmungen und die daraus erlangten Erkenntnisse, sie können noch nicht gedachte Impulse setzen, die uns zu neuen Utopien führen.

Betrachten wir nun den heutigen Zustand der Welt, also das Sein, unter hermeneutischen Gesichtspunkten und sehen die Erde als elementares Objekt,

dann müssen wir sie in ihren Eigenheiten und Wesen zu verstehen suchen.

Aus den Eigenheiten und Wesen folgen Interpretationen mit bestimmten Fragestellungen, aus bestimmten Betrachtungsperspektiven und mit Vorverständnis für die zu interpretierenden Objekte.

Zum Beispiel:

Die Erde mit der Menschheit, die daraus resultierenden Fragen  der zukünftigen Ernährung und damit der Lebensraum, die Waldwirtschaft oder der einzelne Baum.

 

Diese Fragestellungen regen ein Denken in Prozess/Zustand/Werden an, und sie verändert so im gleichen Maße auch die Identität des Menschen und führen sie zu neuen Sichtweisen, Erkenntnissen und Utopien.

Die individuellen Sichtweisen werden sich immer im Spannungsfeld zwischen diskursiv kooperativen Formen mit interdisziplinärem Blick und experimenteller subjektiver Richtung bewegen. Dieses ist Voraussetzung, um die mögliche Vielfalt des Gemeinsamen für die Gesellschaft zu entdecken.

Dabei ist die Verdeutlichung des phänomenologischen durch Handeln, Tätig werden gekennzeichnet. Durch Überlegungen, von Konzeption und Entwürfen, durch Modelle, Zeichnungen, Texte und Szenarien.

Dieses trifft auch zu um die zukünftigen Herausforderungen für die Wälder und das Bepflanzen in städtischen Bereichen hier muss auf eine hohe Biodiversität gesetzt werden. Es müssen die optimalen Bäume für den jeweiligen Standort gesucht und gefunden werden.

Dabei wird das Prädikat >heimische Baumart< nicht mehr eine prioritäre Rolle spielen können.

Wissenschaftler beschäftigen sich bereits seit einiger Zeit damit die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Ihr Ziel ist es, die lokale Identifizierung des genetischen Mechanismus von Bäumen und Pflanzen zu verstehen, um Saatgut oder andere Möglichkeiten der Anpassung an die schwankenden Temperaturen und Wasserstände zu erreichen.

Ein anderes Problem ist die Zerteilung der Landschaften.

 

In Deutschland gibt es kaum noch große Landschaftsgebiete, die nicht durch Straßen und Wohngebiete geteilt sind.

Die Auswirkungen beschränken sich leider nicht nur auf den Verkehr,

es sind die besonderen Umwelteinflüsse  die wirksam werden. Einflüsse wie die Entwaldung, Zersplitterung der Waldgebiete, chemische Verschmutzungen, Lärmbelästigung, Autounfälle und die Erleichterung von ausländischen  biologischen Invasionen.

                               archiv.ethlife.ethz.ch

Etwa 60 Prozent der Einwohner Deutschlands leben in mittelgroßen und großen Städten ab 20.000 Einwohnern.

Die Städte nehmen nur zwei Prozent der globalen Landfläche ein.

Aber schon jetzt lebt weltweit mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten und urbanen Ballungsräumen, in Europa sind es sogar rund drei Viertel der Bevölkerung mit steigenden Tendenzen steigend.

Eine wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Welt im Sinne einer ganzheitlich verstandenen Nachhaltigkeit ist eine urbane Aufgabe, denn die vorherrschende Lebensform der Zukunft wird städtisch sein.

                                                             

 

         

      Ler mais br.noticias.yahoo.com                                   Peking: welt.de

 

 

Die Bevölkerung der Erde wird weiter wachsen, zurzeit sind wir ca. 7,5 Milliarden Menschen.

Es müssen alle mit Nahrungsmittel versorgt werden. Um jedoch Getreide oder Gemüse anbauen zu können, braucht man riesige Felder, Monolandschaften.

Die vorhandenen können aber nicht einfach endlos erweitert und vergrößert werden, es sei denn, man zerstört dafür immer mehr natürlich gewachsene Natur, den Lebensraum, die Artenvielfalten der Fauna und Flora.

Glaubt man den Forschern gibt es immer technische Lösungen, dann gibt es bald ganz besondere Hochhäuser „Vertical Farm“.

In diesen werden nur wenige oder keine Menschen leben. Dort werden keine Büros zum Arbeiten sein, stattdessen sollen in diesen Hochhäusern Tomaten wachsen oder Radieschen, Gurken, Reis und Salat. Nachgedacht wird auch darüber, dass man Ställe und Weideflächen in solche senkrechten Turm-Bauernhöfe integriert.

Dort sollen zum Beispiel auf verschiedenen Stockwerken Gemüse in hohen vertikalen Regalen übereinander wachsen.  An vielen Orten der Welt tüfteln Experten daran, wie und wo man diese Hochhäuser am besten bauen könnte. Auf diese Weise spart man nicht nur Platz, sondern auch die weiten Transportwege. (Regionale Versorgung)

               http://img.zeit.de/wirtschaft/2012-04/                     Von Michael Miersch |         

                                vertical-farming                      Veröffentlicht am 01.07.2008

 

 

Die dadurch eingesparten Nutzungsflächen bieten sich an, um hier Wald auf zu- forsten, um Landschaftsschutz für die Zukunft anzulegen.

 

Der Klimawandel macht sich in vielen Regionen der Welt immer drastischer bemerkbar. Landstriche werden zu Wüsten, tiefer liegende Landstriche werden überflutet, Orkane zerstören ganze Küstenregionen. Viele Gegenden werden unbewohnbar oder verschwinden.

Das globale System Erde kann immer nur verstanden werden, wenn es im Kontext mit allen in im vorhandenen einzelnen Systemen betrachtet wird.

 

Ob sich was durch ein phänomenologisches und vernetztes Denken etwas verändert

ist nicht absehbar noch zu ermitteln.

Angesichts der rasch voranschreitenden Klimaveränderungen schließt sich aber das Zeitfenster, in dem noch sinnvoll gehandelt werden kann.

Wie schon erwähnt sind Utopien Fakten die unerfüllt sind aber sie geben Raum für neue Szenarien und Utopien, auch wenn diese erst vielleicht in 100 Jahren möglich sind.

Vorbeugende Küstenschutzmaßnahmen wie höhere Deiche, Bepflanzungen der noch vorhandenen Salzwiesen und anderes Hinterland, werden von Nöten sein.

Die natürliche Waldforstung und die Waldbewirtschaftung müssen sich den veränderlichen Bedingungen anpassen.

Für die Begrünung der Städte, die Waldbewirtschaftung und den Küstenschutz braucht es neue, andere Arten von Bäumen.

Nachfolgend hierfür Beispiele:

 

Utopie?

 Bepflanzte Häuser der Zukunft

 

                    

 Quelle: www.stefanoboeriarchitetti.net            Vincent Callebaut:Lilypad,

                                                                          A Floating Ecopolis.  heise.de         

Einige Beispiele für neue Baumarten, die im städtischen Bereich Einzug finden können, sind der Europäische Zürgelbaum, die Purpurerle, der gewöhnliche Judasbaum, die Kornelkirsche, der Amberbaum, die Hopfenbuche oder der Faulbaum.

Die Zerschneidung von Lebensräumen durch Autostraßen wurde bereits erwähnt, Grünbrücken für die Tiere sind schon wenige vorhanden.

Die Autobahnen könnten hunderte von Kilometer weit überdacht und so für Wald

und Felder genutzt werden, die vorher verloren gegangen sind.

Durch die Elektrifizierung der Autos werden sich die Abgaswerte so verringern,

dass sie nur ein geringes Problem in diesen Bereichen darstellen.

Wenn wir heute schon anfangen, diese Brücken bei Reparaturen, Neubauten

immer ein Stück mit zu bebauen ist das eine weise Entscheidung.

Wir sind bald in der Lage mit 3D - Verfahren und neuem Beton oder anderen Materialien transportable Segmente herzustellen, um sie aneinander zu reihen.

                           

 Foto: Horst Rudel wwf-jugend.de                                   Geneva 2005  Switzerland

                                                                                                       Vincent Callebaut                                                                                                                                                                             

Aber auch andere Baum - Konstruktionen müssen her, um den zunehmenden Überflutungen und die Vermischungen von Salz/Süßwasser standhalten zu können.

Möglichkeiten, um Baumarten im Sinne der kommenden Ansprüche zu verändern.

 Zum Beispiel:

Gentechnische Verbindungen von Eichen oder Buchen mit Auenbäumen oder Mangroven Bäume.

 

Mit Agrobacterium  tumefaciens.

Tumefaciens ist ein Modellorganismus und verfügt über die Fähigkeit, DNA in pflanzliche Zellen zu übertragen. Zum Beispiel, Meta Organismen, um diese mit anderen Organischen Verbindungen zusammen zu bringen und dadurch eine größere Widerstandskraft gegen das veränderte Umfeld aufzubauen.

Anpassungen und Veränderungen des Baumbestandes durch Züchtung oder Selektion.

Merkmale austauschen und gewünschte Merkmale übernehmen. Als Beispiel die Rosenzucht.

 

Mit Mykorrhiza Pilze an den Wurzeln.

 

Mykorrhiza – eine faszinierende Lebensgemeinschaft im Wald

 

 

 

 

Die Mykorrhiza ist ein Organ, in dem Stoffe zwischen Baum und Mykorrhiza Pilz  ausgetauscht werden.

 

Während der Baum das Photosynthese Produkt Zucker an den Pilz abgibt, erhält er von diesem im Gegenzug verschieden Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, die der Pilz mit den feinen Pilzfäden aus den kleinsten Bodenporen aufgenommen hat.

Pilz und Baum profitieren voneinander durch Austausch von Nährstoffen und Informationen.                                                                                   

                                                       

 

 

 

Verbindungen der Eigenschaften  von Mangroven mit europäischen Baumarten.

 

Aufgrund der extremen Bedingungen im Gezeitenbereich haben sich in Mangroven-Wäldern verhältnismäßig produktive Gemeinschaften hoch spezialisierter Lebewesen entwickelt. Hier teilen sich Meeres- und Landorganismen den gleichen Lebensraum. Während in den oberen Stockwerken der Baum- und Strauchschicht terrestrische Organismen leben, wohnen zwischen den Wurzeln echte Meeresbewohner.

Das Wurzelwerk der Mangrovenbäume und das sich zwischen den Wurzeln sammelnde Sediment sind Lebensraum und Kinderstube zahlreicher Organismen; Mangroven sind wichtige Laich- und Aufzucht gebiete für Fische, Krebse und Garnelen, von denen einige später Korallenriffe oder andere Ökosysteme der Küstengewässer bevölkern.

Neben Korallenriffen und den tropischen Regenwäldern zählen Mangroven zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Das dichte Wurzelwerk der Mangroven bietet einer großen Zahl von Organismen auf engem Raum eine hohe Zahl kleinster Habitate.

Ein weiterer bedeutender Aspekt ist, dass Mangroven Schutz gegen Küstenerosion bieten. Die zerstörerische Wirkung von Sturmflutwellen und Tsunami auf menschliche Siedlungen an der Küste kann durch davorliegende, intakte Mangrovenwälder reduziert werden.

Es ist ein nicht mehr aufzuhaltender Kreislauf der Zerstörung, der vom Menschen durch seinen Lebenswillen und der Gier nach immer mehr indiziert wurde und nicht mehr aufzuhalten ist.

Den für die Zukunft geforderten Umgang mit der Natur, vom Philosophen Ernst Bloch, der eine <Phase der Naturallianz, eine Partnerschaft von Menschen und Natur  forderte> sind wir sehr weit entfernt und werden es wohl auch durch die großen Bevölkerungs-Zuwächse nicht erreichen.

 

                                      

                      

An dieser Stelle werde ich mein Reise durch die interdisziplinäre, phänomenologische, Systembildung beenden. Der Versuch mich durch die sechs Tätigkeitsfelder von Herrn Walgenbach zu arbeiten hat mir sehr viel gegeben.

 

Vieles war mir bekannt sehr viel habe ich über Gespräche, Bücher und andere Medien erfahren. Ich freue mich, dass ich mich auf dieses Projekt eingelassen habe.

Mir ist bewusst geworden, dass zur Erkenntnis von einem ETWAS, hier der Wald, der Baum, die einfachsten, elementarsten bis zu den komplexesten Prozessen nötig sind.

 Es gibt so vieles was ich noch hätte schreiben können aber dieses sollte auch keine wissenschaftliche Arbeit werden.

Zu dem Wald und meine Lieblings Eichen/Bäume habe ich eine besondere Beziehung aufgebaut, ich freue mich, wenn ich gesunde Bäume sehe, ich werde traurig wenn ich sehe, dass sie leiden müssen, ich höre sie nicht singen aber klagen, und fühle mich schuldig.

                             Diese Erkenntnis macht mich traurig.

                                                                                       Kurt Niemann

 

 

 

 

 

 

                                               

 

 

 

Literatur Verzeichnis:

 

Auf dem Weg zur Weltformel. Davies, J. Gribbin, Verlag-dtv. ISBN 3-423-30506-1

Bäume verstehen. Peter Wohlleben. Pala Verlag.

ISBN 978-3-89566-299-7

Bildung, alles was man wissen muss. Dieter Schwanitz, Verlag: Eichborn, Frankfurt am Main. ISBN: 3-8218-0818-7

Das geheime Leben der Bäume, P. Wohlleben, Verlag Ludwig,

ISBN 978-3-453-28067-0

Das große Buch vom Holz. J Ertl. Verlag: nikol, ISBN 3-933203-69-4

Denkwerkzeuge nach der Natur, C. Mattheck, KS Druck GmbH, Kronau

ISBN 978-3-923704-73-6

Der große Entwurf, Stephen Hawking, Verlag Rowohlt ISBN 978-3-498-02991-3

Die Selbstorganisation des Universums, Verlag HanserISBN3-446-17037-5

Die letzte Stunde der Wahrheit, Armin Nassehi, Verlag Murmann, Hamburg

Die Botschaft der Baum-Frau (München, Goldmann Verlag 2002)

Die berechnete Welt,  Nora S. Stampfl, Verlag Heise, ISBN 978-3-944099-03-3

Die Zukunft ist Wild. D. Dixion /J. Adams, ISBN, 3-8025-1482-3

Die Identitätsfalle,  Amartya  Sen. Verlag: C.H. Beck. ISBN. 978-3-406-55812-2

Die Zeit. Verlag. Pipper München ISBN. 3-49221024-4

Holz. Das fünfte Element, Anselm Spring/ Maximilian Glas Verlag RM Buch und Medien-Vertrieb Buch Nr,:19098

Ich ist nicht Gehirn.  Markus Gabriel, Verlag Ullstein 

ISBN 978-3-550-08069-2  

Interdisziplinäre System-Bildung, Wilhelm Walgenbach, Verlag Peter Lang GmbH.

ISBN 3-631-35138-0

Lithografin, von Ernst Haeckel Verlag, Prestel

ISBN 97837913 4660-1

Naturrecht und Menschliche Würde, Ernst Bloch, Verlag: SuhrkampISBN 3-518-28155-0

Staub, Spiegel der Umwelt. A. Reller / J. Soentgen. Verlag: oekom,

ISBN 3-936581-60-6

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?  R. D. Precht. Verlag Goldmann

ISBN 978-3-442-31143-9

HOMO DEUS, Y. N. HarariC.H.Beck. ISBN 978 3 40670401 7

Eine kurze Geschichte der Menschheit Y. N. HarariC.H.Beck. pantheon-Verlag

                               

Bildquellen:

Monokultur (Bernd Ege free) pitopia.de

Seite 24: Prof. Dr. Claus Mattheck.

Seite 25: Lithografien  von Einzellern, Ernst Haeckel

Seite 32: Foto: HIAB, Virtual- Reality-articla detail-4bda0669-261012

Seite 32:  Von Hajotthu,   Fotos RIF e.V.        

Seite 32: KWF-fachpresseinfo_ro.doc                                                                                                                                                     

Seite 35: archiv.ethlife.ethz.ch

Seite 36: Ler mais br.noticias.yahoo.com                                  

Seite 36: Peking, welt.de

Seite 36: http://img.zeit.de/wirtschaft/2012-04/                   

Seite 36: Von Michael Miersch vertical-farming       

Seite 37: www.stefanoboeriarchitetti.net

Seite 37: Vincent Callebaut:Lilypad,  A Floating Ecopolis.  heise.de         

Seite 38: Foto: Horst Rudel wwf-jugend.de 

Seite 38: Geneva 2005  Switzerland  Vincent Callebaut                                                                                                                                                                             

                            

 

                                

 

                            

 

 

 

 

                     

                              Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen.

 

                   Der Wald, der Baum, die Eiche in meiner phänomenologischen 

                                                     Wahrnehmung.

 

             Der folgende Bericht ist als mein persönliches Logbuch zu verstehen.

 

Es zeigt die Wege und Themenbereiche auf, in denen ich mich bewegt und informiert habe.

Leitfaden dazu waren sechs unterschiedliche Handlungsfelder, die ich in ersten Schritten versucht habe zu verstehen. Sie dann, im Bezug zum Wald (Baum, Eiche) benutzte um mir im Spannungsfeld einer phänomenologischen Sichtweise die Produktion von Wissen über Wissen anzueignen.

 

Dieses Projekt hat mir den Blick und die Türen zu einem ganz persönlichen, subjektiven Wissen eröffnet, welche ich sonst in dieser Gesamtheit und Intensität nicht wahrgenommen hätte.

 

                                            

 

Einführung

 

Das wissenschaftliche Konzept >Interdisziplinäre System-Bildung<  ist von Herrn PD Dr. Walgenbach erarbeitet und als Buch und im Internet unter   www.systembildung.de und www.insyde.de veröffentlicht worden.

 

In dem Konzept wurden unter Anderen sechs Handlungsfelder entwickelt und untersucht mit dem Ziel sich neues Wissen anzueignen.

 

Unterschieden wurde zwischen folgenden Feldern:

 

1. INTUITIVE SYSTEME: Gestalten

 

2. KÜNSTLERISCHE SYSTEME. Formen

 

3. NATURWISSENSCHAFTLICHE SYSTEME: Strukturen

 

4. FORMAL – ABSTRAKTE SYSTEME: Texturen

 

5. TECHNOLOGISCHE SYSTEME: Artefakte

 

6. ÖKOLOGISCHE SYSTEME: Konkrete Utopien

 

Bevor ich auf die Handlungsfeldern eingehe der Versuch, meine Gedanken auf wesentliche Grundlagen, bezogen auf das Projekt, zu fokussieren.

 

So verstehe ich es so, dass die sechs verschiedenen  Handlungsfelder immer aufeinander bezogen sind.

Grundlegend ist dabei eine Entwicklungslogik die auf dem Spannungsverhältnis von Inhalt und Form aufbaut. Durch die Trennung von Inhalt und Form durch immer stärkere Konzentration auf das Formale, wird eine Ebene hoher Abstraktion erreicht, die einen Zugang zur Welt des Möglichen eröffnet. Zum Problem wird schließlich, wie man Wirklichkeit und Möglichkeit in konkrete Utopien miteinander in ein produktives Wechselspiel bringen kann. Das Wissen über die Verschiedenartigkeit von Inhalt und Formen kann bei Denkentwürfen zu einem wichtigen Mittel bewusster menschlicher Tätigkeit werden.

Eine Entwicklung wäre wie aus Etwas, etwas Neues entstehen könnte.

Gegenstand hierbei ist die Selbstreflexion im Wechselspiel von Materiellem und Ideellem.

Ausgehend von der Idee der >Selbsttätigkeit< als Konstitution und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit,  ist das Endziel die eigene Wissensgestaltung.

Dieser Ansatz soll mit seiner Komplexität und dem theoretischen Hintergrund in meinem Projekt benutzt werden, um Wissen über Wissen und über mich selbst zu erlangen.

Dieses wird im Zusammenhang mit meiner Subjektivität und heuristischen Mitteln in der Form von Selbsttätigkeit und Handeln erfolgen. 

Das Handeln und der Reiz liegen darin ein Objekt, das ETWAS, in eigener Initiative und Kreativität zu erforschen und die Vielfältigkeit, das Komplexe des ETWAS zu verstehen, sich dadurch beeinflussen zu lassen und mit neuen Ideen dann weiter zu entwickeln.

Hilfreich dafür ist, dass die Wissenschaft und die Wirtschaft im Zusammenhang mit neuen Technologien sich in der heutigen Zeit weit geöffnet haben. Die Nutzungen ihrer Ressourcen und Wissensgebiete schaffen so für alle Möglichkeiten für neue Selbstbildung und Bildungswege.

Jedoch der allgemeine Bildungsweg und der Bildungsbegriff sind sehr vieldeutig und können je nach subjektiver Identität, Region, Religion und der Zeit immer anders verstanden werden.

Bildung wurde zu jeder Zeit als Forschungsschwerpunkt bearbeitet und immer wieder neu erfunden und verändert. Je nach Forschungstand, politischer Willensbildung und wirtschaftlichen Interessen.

Die ständigen Veränderungen verhindert, dass subjektive Qualitäten sich entwickeln können.

Daher sind pragmatische andere Bildungsansätze, wie INSYDE, vernetztes Denken durch das Internet willkommen, die zeitgerecht den Einzelnen in seiner Identität und Wissensbildung unterstützen und fördern können.

Deswegen ist ein ganzheitlicher,  interdisziplinärer, phänomenologischer Ansatz der Ausgangsgedanke des Projekts.

Kreativität ist die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Subjektivität, die in Symbiose leben und ständig Wechselwirken.

Daraus folgt, dass durch die Wahrnehmung, dem Erlebten, Erlernten, Erfahrenen, dem subjektiven Wissen jeder die Dinge des Lebens anders beurteilt und dann zu anderen Ergebnissen kommt.

Die Ganzheitlichkeit, das Umfassende, das Einbeziehen aller Faktoren steht deshalb hier im Vordergrund, anders als das  wissenschaftliche Arbeiten, wo oft nur ein kleiner ausgewählter Teilaspekt gründlich  untersucht, erforscht und bewiesen  wird.

 

Die Handlungsfelder mit ihren mit Bedacht gewählten Schritten bieten einen die Möglichkeit, durch das Beschäftigen mit dem nicht völlig Unbekannten alle zugehörigen Faktoren und Aspekten als ein umfassendes Wissenspaket aufzubereiten, so dass neues Wissen entstehen kann.   

                                          

In dem Bildungsprojekt von Herrn Wagenbach wird eine Wirbelstraße als Untersuchungsobjekt eingesetzt. Sie kann als eine Miniaturwelt gesehen werden die exemplarisch für bestimmte Bereiche, in ihrer ganzen Komplexität repräsentativ ist.

                          

Der Mensch erweitert seine Möglichkeiten und entwickelt technische Hilfsmittel,

die uns in Abhängigkeit des Bildungstandes Einblicke in unbekannte Welten gewähren und neue Wissensgebiete eröffnen.

Diese Einblicke können wir nutzen, um in einer evolutionären, mutierenden Entwicklung aus den erhaltenen Erkenntnissen Dinge neu zu entdecken, sie benennen, bewerten und verändern.

 

Der hier vertretene phänomenologische Ansatz bedeutet, dass  ein Objekt erst

als eine Einheit, als  ein Ganzes erfasst wird, um dann in weiteren Schritten

in die Details zu gehen und diese unabhängig aber bezogen auf einander zu bearbeiten.

Die einzelnen Tätigkeitsfelder sind als eine Leitlinie zu verstehen die immer zu etwas Neuem führen sollte und es so zu einer Weiterentwicklung und höherer Komplexität führt.

 

 

                                                                             

 

 

 

             

             Um ETWAS als ETWAS wahrzunehmen braucht es ETWAS.

 

Als ETWAS habe ich den Wald und die Bäume gewählt.

Die Eiche im speziellen, um sie als eine Miniarturwelt, einen eigenen gesamten Kosmos, als System, zu erfassen und zu erleben.

Um diese Miniaturwelt annähernd wahrzunehmen und zu erkennen, benutzt der Mensch Analogieschlüsse: Er macht sich über Sinnes-Wahrnehmungen ein Bild von der Welt als Modell und interpretiert es dann.

Kognitive Prozesse des Erkennens und Problemlösens, die auf Konzepte einer Systemtheorie Bezug nehmen, werden oft unter dem Begriff Systemdenken zusammengefasst.

 

Die Systemtheorie ist eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, in der grundlegende Aspekte und Prinzipien von Systemen zur Beschreibung und Erklärung unter-schiedlich komplexer Phänomene herangezogen werden, unter Einbeziehung von vielfältigen evolutionären Bildungs- und Forschungsgebieten. Die Systemtheorie verfolgt das Ziel, der Zersplitterung des Wissens entgegenzuwirken.

Das hier vertretene Systemdenken ist grundlegend für die Erkenntnis, dass Systeme nicht einfach gegeben sind, sondern von Menschen in einem Spannungsfeld von Determination und Konstruktion gemacht werden.

Verhältnis Subjekt / Objekt. (Ich und die Welt)

Alle Menschen sind Systemkonstrukteure und jeder versucht zu bestimmen, was

für ihn das Größte, das Kleinste und das Beste sein kann.

Für jeden Menschen ist das System das er konstruiert sein Leben, sein Ich, seine 

 

                                                              Identität.

 

                     

Nachfolgend will ich versuchen einige der hier benutzten Begriffe für mich einzuordnen.

Natürlich in sehr vereinfachter Form da eine wissenschaftliche Systembeschreibung vielfältiger und umfassender ist und sein muss.

 

Das System von dem ich ausgehe besteht aus vier Komponenten.    

 

                                                     

 

Was ist ein Objekt, ein Subjekt und Raum/Zeit?

 

Welche Wechselwirkungs-Prozesse im System, bezogen auf die Naturgesetze, den Baum und die Menschen beinhalten diese 4 Begriffe?

 

Objekt, Subjekt, Raum/Zeit = Zusammen gefasst kann es als ein allumfassendes System betrachtet werden.

 

 

 

 

Das Objekt:

 

                   Der Gegenstand, auf dem sich das Handeln bezieht.

 

Der Begriff Objekt (Latein: obiectum, das Entgegengeworfene) Objekt wird oft als Synonym für Gegenstand verwendet.

In diesem Sinne gilt „Objekt“ mit „Eigenschaft“ und „Ereignis“ als grundlegende ontologische Kategorie, die zusammen alles Existierende, alle Entitäten, umfassen soll.

 

Das Subjekt:

 

Ich, das denkende, handelnde Wesen, von meiner eigenen Person ausgehend, ein seitig und voreingenommen?

 

Eine subjektive Betrachtungsweise ist die individuelle Betrachtung, da man persönliche Gefühle und Erfahrungen in die Betrachtung einfließen lässt.

Eine objektive Betrachtungsweise  ist die objektive Betrachtung, d.h. so neutral und wertfrei wie möglich. Eine absolute Objektivität ist jedoch unmöglich, da sich Objekte (Dinge, Kant) nur durch die individuellen Erscheinungen definiert lässen.

 

Seit dem Dualismus Descartes wurde das Objekt  dem Subjekt gegenübergestellt (Subjekt-Objekt-Spaltung).                                                                                                                        

Die von Descartes beschriebene Subjekt/Objekt-Spaltung beinhaltet ein statisches Verhältnis zwischen Objekt und Subjekt. Aber ein Subjekt mag im ontologischen Sinne durchaus auch als Objekt gelten. (Verwischungen.)

 

Aus diesem Grunde wird in vielen Bereichen heute eine Fuzzi-Logik (Und / Oder) angewendet, um verwischende, unbestimmte, unscharfe Grenzen zu erfassen und mit einzubeziehen.

Mit dem heutigen Wissen und den digitalen Möglichkeiten kommen wir mit dem Begriffen der Kausalität 

                          Ursache/Wirkung = Wechselwirkung

alleine  nicht mehr weiter. Deswegen wird heute von einem neuzeitlichen Dynamischen - Dialektischen- Verhältnis ausgegangen.

Im symbolischen Interaktionismus wird die Bedeutung von Objekten im symbolisch vermittelten Handlungsprozess hervorgebracht. Ähnlich versucht die Philosophie die Handlungstheorie im Handeln beginnen zu lassen, um dadurch die Opposition des Objekts im Vorwege zu vermeiden.

 

Eine Subjekt-Objekt-Philosophie wurde durch Nietzsche und Marx repräsentiert.

Die Subjekte werden von den von ihnen selbst geschaffenen Objekt-Produkten bestimmt. Dies wird in unserem Sprachgebrauch als Sachzwang bezeichnet.

Die Sachen zwingen die Menschen zu einem bestimmten Verhalten.

 

Der entscheidende Unterschied zum Dualismus ist, dass das Subjekt als das Aktive definiert ist, während das Objekt passiv in der Wahrnehmung  ist.

Das aktive Wahrnehmende, also die Sinne des Menschen, ist unabdingbarer Bestandteil seines Daseins.

 

Raum/Zeit:

 

Seit der Epoche der vorsokratischen Philosophen, deren Gedanken über die Zeit uns nur in dunklen Sätzen überliefert sind, bis zu den modernen Bemühungen, Zeit wissenschaftstheoretisch präzise zu fassen, hat wohl jede Generation sich mit dem Problem der Zeit und der Vergänglichkeit denkend und erfahrend auseinandergesetzt.

Zwischen Deutungen der Zeit als einem nur subjektiven Phänomen und der Annahme einer objektiven, von der Physik vorgegebenen Zeit, hat sich die Mannigfaltigkeit der Zeitinterpretation verschiedener philosophischer Schulen und unterschiedlicher Spezialwissenschaften entfaltet.

 

Zitat:

Das menschliche Gehirn ist der Ort im Weltall, wo sich subjektive und objektive Zeit treffen.

Die Gehirnfunktionen ermöglichen es in der Zeit, über die Zeit zu reflektieren. 

Zeit als subjektives Phänomen und auch Zeit als gerichtete oder ungerichtete Eigenschaften unserer physikalischen oder biologischen Umwelt sie sind letztlich nicht voneinander zu trennen.

                                                              Otto-Joachim Grüsser , Die Zeit, Pipper

 

Wir erleben nicht die Zeit, die vergeht von der Wahrnehmung eines Sinnes -signals bis zum Gehirn, nicht die Arbeit des Unterbewusstseins.

Wir denken, dass wir alles sofort erleben. Das Gehirn sammelt Erfahrungen, und jede Erfahrung hinterlässt  einen Abdruck im Gehirn und damit Erinnerungen, die immer mit Gefühlen markiert sind, je stärker das Gefühl ist, je stärker die Erinnerung.

Als Menschen können wir also nie die Realität an sich, sondern nur unsere subjektive Wahrnehmung der Realität kennen.

Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit.

Damit definieren wir das Ich und das Wissen, um sich mit Anderen austauschen zu können. Da die Prozesse unbewusst ablaufen aber wir Menschen die Welt auf ähnliche Weise interpretieren bilden wir so über die Semiotik, die Sprache und die Symbolik unsere Identitäten.

 

Rudolf Steiner äußert sich so:

Es gibt eben keine andere Möglichkeit, als im Menschen aufzusuchen, das Wesen desjenigen, was uns äußerlich in seinen Erscheinungen entgegentritt.                        

                                                                                                            Rudolf Steiner

Nach Kant können wir nur Erscheinungen aber keine Dinge an sich erkennen, weil jedem die Dinge anders erscheinen und er sie anders wahrnimmt.

 

Das Visuelle, also das Sehen von Bildern sind physikalische Prozesse.

Sie geben Bilddaten von Erscheinungen an das Gehirn in Form von elektrischen Impulsen weiter.

Dort werden sie abstrakt zu Ab- oder zu Einbildungen, je nach dem, in welchem Kontext sie verarbeitet und gespeichert werden. Wie erwähnt bleibt ein Bild immer subjektiv, dieses wird mit Bedeutung, mit Emotionen, mit Eindrücken, aber auch mit körperlichen und sinnlichen Begebenheiten aufgenommen.

Aus diesem Kontext ergibt sich, dass Bilder immer Ganzheitliches wieder geben,

sie repräsentieren ganze Gedanken-Systeme.

                          Unser Gehirn bestimmt, wie uns die Welt erscheint.

Der Bildungsbereich benötigt interdisziplinäre, vernetzte Lösungen um diese sich ganzheitlich bildenden Systeme zu begreifen und positiv zu verarbeiten. Gerade in dieser neuen Postfaktischen Zeit mit den globalen Systemen, in dem es heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht, und die nicht nur Nutzen bringen, sondern auch Unklarheit, Ungleichheiten und Kriege.

Welche Veränderungen finden in unseren Wahrnehmungen durch die Überflutung, mit durch Menschen und Maschinen gemachten Informationen und nicht realen, sondern konstruierten Welten statt.

Durch Big Data-Computer und der transhumanen künstlichen Intelligenz (KI) wird gezeigt, dass in ihnen keine Narrative mehr herrschen, im Sinne großer sinnstiftender, analoger Erzählungen. Wie auch konkrete Gründe, Wünsche, Ziele und Konventionen.

Stattdessen geht es um funktionale Optimierung seelenloser Algorithmen die ausschließlich in den Bereichen der Ökonomie liegen.

Werden sie uns neben den Erfordernissen und Beschwerlichkeiten des Alltags auch die Sinnstiftung abnehmen?

Wie verändern sich die Lebens und  Lernbedingungen der nachfolgenden Generationen? 

 

Tätigkeitstheorie

 

Für die Tätigkeitstheorie ist der Gegenstand der Tätigkeit konstitutiv (festsetzend, bestimmend). Zu ihm setzt sich der Mensch, das Subjekt, über seine Tätigkeit (Handeln) in Beziehung, um ihn, den Gegenstand, sich anzueignen und zu erforschen.

Es findet also ständig eine Wechselwirkung in dem System zwischen Subjekt und dem Objekt statt.

Ursache und Wirkung ist interpretierbar als zirkuläre Kausalität, die kann zeitlich so schnell ablaufen, dass Ursache und Wirkung nicht mehr zu unterscheiden sind oder genauer ein simultaner Prozess abläuft.

Die zirkuläre Kausalität liegt dann in der Mitte eines Spannungsfelds, dessen einer Pol die Kausalität (Ursache und Wirkung) und dessen anderer Pol die Wechselwirkung ist. Wechselwirkung kann dabei auch selber als Ursache der Entstehung und Entwicklung auf der Grundlage von Wechselwirkung begriffen werden.

                Wechselwirkung ist dann Ursache von Wechselwirkung

 

Die Buddhisten sprechen hier von Tao, es bedeutet, dass die Welt, von der wir ein Teil sind, kein unabhängiges Wesen sein kann.

Das Allumfassende ist im Fluss, ein Strom von Zuständen. Alle Dinge hängen von den anderen Dingen ab, nichts existiert für sich und losgelöst von dem Anderen.

   Die Dinge existieren nie aus sich heraus, sondern immer durch

                            Wechselbeziehungen (Kausalität).

       (Dalai Lama, die Kraft des Buddhismus und der Zustand der Welt)

 

 

                                         

 

                        

 Hermeneutik:

 

Erfahrungen, Erklären, Auslegen, Übersetzen.

 

 Sie ist eine Theorie über die Auslegung von Werken und über das Verstehen. Beim Verstehen verwendet der Mensch Symbole. Er ist in eine Welt von Zeichen und in einer Gemeinschaft eingebunden, die gemeinsame Sprachen benutzen. Nicht nur in Texte, sondern in allen menschlichen Schöpfungen ist Sinn eingegangen, diesen Sinn herauszulesen ist eine hermeneutische Aufgabe.

 

Hier wird es so verstanden, dass ein Ding (Kant), hier der Baum, erst zu einem Baum wird, wenn ein Mensch ihn als Erscheinung mit seinen Sinnen erwählt und ihm einen Sinn und Namen gibt. Und ihn in seiner Gesamtheit als Gestalt, als Inhalt und Form und seinen Eigenheiten zu verstehen sucht.

Dieses Wissen sollte dazu führen, seinen Lebensraum und seine Bedeutung für den Menschen zu erkennen und zu würdigen.

Mit dem daraus erwachsenden Wissen ergibt sich einer der größten Herausforderung und Fragen für die Menschheit:

Wie kommen wir zu einem ökologischen Wandel?

Denn so wie wir mit dem empfindsamen System Natur umgehen, zerstören und dezimieren wir uns selber, ebenso die Tier und Pflanzenwelt sowie die Atmosphäre mit ihren lebenswichtigen Funktionen.

Im Umgang mit der Natur sah der Philosoph Ernst Bloch drei historische aufeinander folgende Möglichkeiten:

 

- In der Phase des Naturzwangs dominierten die Naturgewalten.

- In der heutigen Phase der Naturbeherrschung, dominiert der Mensch mit Hilfe der

  Wissenschaft und Technik über die Natur, er zerstört sie aber zunehmend.

- In Zukunft muss eine Phase der Naturallianz, eine Partnerschaft von Menschen

  und  Natur  angestrebt werden.

 

In Anlehnung an Nietzsche, der zu dem Subjekt- /Objekt-Beziehungen sagt, die Subjekte werden von den von ihnen selbst geschaffenen Objekt-Produkten bestimmt. Er spricht von entstehenden Sachzwängen, die dann die Menschen zu bestimmten Verhalten zwingen.

Der Mensch handelt um die Natur wie ein Ding auf einem Basar, so dass wir uns noch in der zweiten, von Bloch angedeuteten Phase befinden

Die dritte Phase wird ein Wunschtraum bleiben, da Lobbyisten und machthungrige Menschen sich einer Naturallianz aus Habgier widersetzen.                               

Über die Zusammenhänge von Natur, Wald, Baum, Mensch wird viel berichtet und ist bekannt. Mit dem Thema will ich nachfolgend versuchen über den Weg der sechs von Herrn Walgenbach entwickelten Handlungsfeldern die Komplexität und die Möglichkeiten der Wissensbildung für mich zu erfassen und dabei die neuen Anforderungen der Postmodernen mit einzubeziehen.

                                              

                                          

 

1.Hermeneutisches Handlungsfeld

     INTUITIVE SYSTEME: Gestalten, erwählen und sie in ihren Eigenheiten zu
     verstehen suchen.

 

Wesentlich im Zusammenhang mit empirischen Methoden ist die Hermeneutik für eine Hypothesenbildung.

Ein Problem muss erst gesehen, erkannt und verstanden werden, der Sinn und die Bedeutung einer Situation muss erfasst werden. Die Ganzheit und die Teile stehen damit zueinander in einem Verhältnis. Sie bedingen sich gegenseitig, es erklärt das Zustandekommen höheren Verstehens aus dem elementaren Verstehen.

Zum Beispiel: Ein Elementares – Objekt wählen, dass als eine Miniaturwelt Urphänomene in sich vereinigt und so beispielhaft für viele Systeme oder Prozesse gültig ist. Dann erfolgen Interpretationen mit bestimmten Fragestellungen, aus bestimmten Betrachtungsperspektiven und mit Vorverständnis für die zu interpretierenden Objekte. Zum Beispiel:

Eine Gestalt erwählen, (Elementar Objekt, der Baum) und ihn in seinen Eigenheiten und Wesen zu verstehen suchen.

                                                                          

Ein Baum kann ein Urphänomen für Wachstum sein und z. B. ein Denken anregen in >Zustand< bzw.> Teilen< (etwa: junger Baum, alter Baum, gesunder Baum, Wurzel) und >Prozess< bzw. Gesamtsystem (etwa: Wachstum, Vergehen, Entfaltung)

Die ganze Gestalt des Baumes vergegenständlicht Wachstum in bestimmten Phasen und regt ein Denken in Prozess/Zustand an.

Das sich daraus ergebene Wissen beeinflusst im starken Maße auch die Identität des Menschen und führt diesen zu neuen Sichtweisen.

 

Daraus könnte sich auch eine sinnvolle, eine ganzheitliche, phänomenologische Sicht auf den Baum ergeben.

 

Den Baum in seinem Wesen wahrnehmen und ihm Sinn geben, ihn anerkennen als lebendiges Wesen, das mit uns lebt und von dem wir abhängig sind.

 

 

 

 

 

 

Der Baum.

 

So viele Gestalten mit ihren Seelen

Ach es sind so viele, welche soll ich erwählen?

Wie kann ich ohne ihre Eigenheiten sie verstehen,

Muss ich sie hermeneutisch sehen?

Sie zu entdecken sind meine Ziele,

aber ach, ach es gibt so viele.

                                                                                             Marlis Niemann

 

 

                              

                          

Erlebtes:

Sie lebt was sie lehrt, Julia Butterfly Hill.

Julia Butterfly lebte ohne Unterbrechung während 738 Tagen auf einem Baum.

In ihrem Buch: Die Botschaft der Baum-Frau (München, Goldmann Verlag 2002)

Vom Moment an, schilderte Julia, als sie in ganz tiefer Weise das Wesen, die Heiligkeit und die majestätische Kraft jenes Baumes erfuhr, und sich selber als Eins mit seinem göttlichen Wesen erkannte, konnte sie den Baum nicht mehr verlassen, ohne dass sie sich selbst aufgegeben hätte.                                        Zitat

 

Solche Empfindungen und Gefühle können nicht wissenschaftlich bewiesen werden.

Es lässt sich wohl nur aus der kosmologischen, feinstofflichen Forschung und einer anthroposophischen Sichtweise erklären. Jedoch werden diese Empfindungen und Einstellung heute ganz bewusst eingesetzt und herbeigeführt um gestressten und psychisch kranken Menschen zu helfen.

Alte Bäume sind erlebbar und nicht zuletzt ranken sich um sie seit jeher Geschichten und Mythen.

Sie können eben mehr als nur Traum oder Schattenspender sein. Wir sind abhängig von den vielfältigen Aufgaben, die der Baum leise im Hintergrund für uns leistet.

 

Das System Umwelt ist abhängig von allen kosmischen  Naturgesetzen die wir kennen oder nicht kennen.                                                                                                                                     

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 

 

 

 

 

Folgende Grafik entwickelte sich aus diesen Gedankengänge.

 

                

            

 

         Der Baum der Erkenntnis, dieses besondere System, beinhaltet:

 

Das Universum, als das alles umfassende System

Die Wurzeln des Baumes sind mit dem Universum verbunden. (Raum/Zeit)

Der Baumstamm und der Mensch symbolisieren das Objekt und das Subjekt

Die Blätter, gleich der Handlungsfelder, symbolisieren die Erkenntnis, den Weg zum umfassenden neuen Wissen.

Die Früchte beinhalten die Samen für das Werdende, das Wissen, das Unwissende und das Ergänzende, man kann sie als Wurzel für die Neugeburt des alten Systems betrachten.

 

Weil alle einen gemeinsamen Kreislauf und Ursprung haben, sind jeder und jedes eine Miniaturwelt, in dem sich das ganze Universum wieder spiegelt.

 

Systeme entstehen aus Kristallisationskerne, zum Beispiel aus Staubkernen.

Im 17. und 18. Jahrhundert führten Mikroskop Versuche zu ersten größeren Erkennungen und Begeisterungen für das Winzige, den Staub.

 

Und niemand hat es so emphatisch wie Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) besungen. Alles ist belebt, so lehrt Leibniz in seiner Monadologie, jedes noch

so kleine Materieteilchen sind ein Garten voller Pflanzen und ein Teich voller

Fische.  An Johann Bernoulli (1667-1748) schrieb Leibniz, er sei überzeugt,

dass noch im kleinsten Stäubchen Welten enthalten seien, die der unseren

an Schönheit und Vielfalt nicht nachstehen.

 

Letztendlich wird alles, was wir auf dieser Erde sehen und tun können, von denselben Gesetzen gesteuert die den Haushalt der astronomischen Energiequellen regeln und das sind die                             

                                                  Naturgesetze

 

Aus der Singularität, dem Urknall, (Eine idealisierte Modellvorstellung) entwickelten sich in der Anfangsphase aus einer präsolaren Wolke interstellare Materie und daraus unter Anderem, zwei Systeme mit unterschiedlichen Strukturen.

 

     1. Dissipative Strukturen

 

           Es sind selbstorganisierende und selbsterneuernde, meistens

            chem. Reaktionssysteme. (Kristalle etc.)

 

     2. Autopoiesen Strukturen

 

Es sind sich selbstproduzierende und selbsterneuernde Systeme.

Menschen, Tiere und die Pflanzenwelt, also biologische und gesellschaftliche Systeme. Sie evolvieren und erneuern sich ständig in der gleichen Prozessstruktur und bewahren so ihren ganzheitlichen Charakter

Die autopoietischen Strukturen ergiben sich aus dem Zusammenwirken vieler Prozesse.

 

Diese Prozesse sind kosmologische, megaphysikalische Systeme und bilden die Gesetze die wie bereits gesagt den astronomischen Haushalt regeln.

In Abhängigkeit dieser Regeln sind aus den verschiedensten bekannten und unbekannten Faktoren die Systeme und damit Strukturen und evolutionäre, mutierende Prozesse entstanden.

Es liegt in der Natur eines Systems, dass es nicht durch die Summe von Einzeleigenschaften beschrieben werden kann.

Es lassen sich aber wichtige Unterscheidungen treffen indem besondere Aspekte des Gesamtsystems isoliert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.

 

Neueres Systemdenken integriert die Summe des gesamten früheren und heutigen Wissens, (T. Wolze spricht hier von einem Metawissen) dass auch alle Theorien, der Vergangenheit, der Jetztzeit und der Zukunft sowie die Menschen mit ihrem sich ständig veränderten Bewusstsein einbezieht.

 

Hinsichtlich einer Umweltbeziehungen des Menschen bezeichnet man ein System als offen, wenn es mit seiner Umwelt Austausch pflegt, wobei neben Materie und Energie vor allem Informationsaustausch in Frage kommen.

                                                Erich Jantsch. Die Selbstorganisation des Universums

 

 

Ein System, das aus Phänomenen und Prozessen besteht fordert ein interdisziplinäres, interkulturelles offenes Systemdenken.

                          

                                  

                                            

 

 

2. Phänomenologisches  Handlungsfeld:

 

         KÜNSTLERISCHE SYSTEME: Formen

         Formen von Gestalten, sie entdecken und als Mittel für die Bildung von

         Ordnungen nutzen.

 

Teilaspekte zur Phänomenologie des Baumes

 

Das Subjekt gibt dem Objekt „den Baum“ Bedeutung, um ihn in seinem Wesen

und seinen Eigenheiten als System zu verstehen.

Die Bedeutungen werden in Sprache formuliert, in Schriften oder Bildern festgehalten, die sich beim Menschen im Laufe der Evolution entwickelt haben.

                               

Die Bedeutungen und den Umgang geben wir an unsere Kinder weiter, so dass sie die Möglichkeiten haben, ins besondere wenn sie unpädagogisiert draußen spielen dürfen, eine emotionale Beziehung zur Natur entwickeln können. Solche emotionalen Beziehungen sind die Basis und die Erfahrungen auf die sich das Leben aufbaut.

Es entwickeln sich so automatisch Werte und Verständnis für Zusammenhänge

von früher und heute. Diese Art von Beziehungen wird so zu einem Motor für Kreativität und Weitsicht

 

Bäume spielten zu allen Zeiten eine sehr große Rolle im Leben der Menschen,          

kein Wunder, dass die mächtigen Wesen verehrt wurden. Die heiligen Haine der Germanen waren gleichsam Kathedralen aus lebenden Stämmen, zwischen denen religiöse und andere Rituale, abgehalten wurden.  Die Menschen glaubten an die Macht der Bäume, selbst in der heutigen Zeit haben sie  die Form des Baumes (Den Binärbaum) in mathematische Modelle umgewandelt.

 

                                           

 

Zu allen Zeiten ist und war der Baum unser wichtigster Partner, lieferte er doch (neben den Nahrungsmitteln) die wichtigsten Rohstoffe. Wir hätten kein wärmendes Feuer, kein schützendes Zelt, keine Sicherheit, keine Luft zum Atmen, ohne Bäume wäre der Mensch  nicht Lebensfähig.      

In der heutigen Wahrnehmung der Menschen ist er einfach da, entfremdet und ohne Seele, er begleitet uns und wir benutzen ihn als eine Sache.

Der Baum wird selten als etwas Schönes, Ganzes, als Einheit von Inhalt und Form, als eine mit Leben erfüllte Gestalt oder als Wesen wahrgenommen.

Jeder Mensch nimmt den Baum in Abhängigkeit vom Alter und seiner Emotionalität anders wahr.

 

                                            

                                                     

 

                   Künstler: Bastian Wohlan                                        Künstlerin: Ruth Kranz

 

 

 

Einige spezifische Eigenheiten des Objektes.

 

                              

                Blüten             Gerbknolle          Eichel                 Zellen

 

                                                                                                               

 

 

            

     Die Bäume bestimmen unser Leben und das Überleben, wir bestimmen aber

     wie sie zu Leben und zu Wachsen haben, zerstören ihr und letztendlich 

     auch unser Überleben damit. 

 

 

 

 

 

Bäume sind rätselhafte Wesen.

Sie stehen in unseren Parks und Gärten, stumm weil wir ihre Sprache nicht verstehen.

Jeder Baum könnte viele Geschichten und Erlebtes erzählen, wenn wir uns nur auf seine Ganzheitlichkeit von Inhalt und Form einstellen würden.

Um sich dieser Ganzheitlichkeit zu erschließen braucht es für uns Anlässe, Begebenheiten um im Sinne von Selbsttätigkeit, mit Hilfe von interpretierbaren Beispielen sich selber Zugänge zu den Objekten (Bäume) zu eröffnen.

Fragen wie, hat ein Baum Gefühle oder empfindet er Schmerzen, stellen wir nicht wir setzen uns darüber hinweg.

 

 

              

 

 

Wehrlose Bäume?

 

Nein, ganz wehrlos sind sie nicht, denn sie können nachwachsende Biomassen umverteilen, indem sie Druckholz, mit viel Lignin oder Zug Holz mit Cellulose Fasern erzeugen. Das begünstigt, dass sie Verletzte Stellen oder ihr Gewicht verlagern können. Z. B.: Einen dicken Ast über einen Weg zur Sonne neigen oder von einer Hauswand weg wachsen oder sich den Bodenformationen anpassen. Bäume sind sehr flexibel und robust, wir bekommen es selten mit, weil diese Prozesse sehr langsam vonstattengehen.

 

 

 

 

 

 

Bäume können, wenn man so will, kommunizieren, indem sie über chemische Stoffe,

 

Bäume können, wenn man so will kommunizieren, indem sie über chemische Stoffe,

Gase (Methan) durch die Luft den anderen Bäumen etwas mitteilen, z.B.: Dass Gefahr durch Käfer, Raupen besteht.

Peter Wohlleben beschreibt in seinem Buch, das die Bäume, um sich gegenseitig auszutauschen, das Wurzelwerk benutzen.

Zitat: Bei Buchen wurde festgestellt, dass Pilze möglicherweise die Wurzeln aller Exemplare eines Waldes miteinander verwoben sind.

Und genau wie Milliarden von Zellen einen Organismus namens Mensch ergeben, so kann der Wissenschaft zufolge bei einem Buchenwald von einem Superorganismus gesprochen werden, bei dem alle Bäume für das Ganze arbeiten.

 

 

 

Mit dem zeitlichen Ablauf des Entstehens und Vergehens fließt der Ursprung mit in das Entstehende und Vergehende und beleuchtet es. Dort wo Bewegung herrscht, geht die Sichtweise über die Grenzen der Dinge hinaus. Eine fixierte Form wandelt sich in immer neuen Erscheinungen und neuen Formen. In den Bewegungen offenbart das Bewegte seine tiefen Geheimnisse und Metamorphosen.

 

                        Jedem Gewordenen geht ein Werden voraus.

 

Das Gewordene, die Gestalt des Baumes als sichtbares lebendiges Wesen, wurde mit dem äußeren Erscheinungsbild bisher erfasst.

Um das Werden und mehr vom Wesen des Baumes zu erfahren, bedarf es Bewegung und andere Wege. Dieses bedeutet, dass der Gegenstand

(Der Baum) als die Einheit von Inhalt und Form so bearbeitet wird, dass

jetzt nur über die Formen weitere Details erfassbar und sichtbar werden.

                             

    

 

                     

2. Phänomenologisches  Handlungsfeld:

 

         KÜNSTLERISCHE SYSTEME: Formen

         Formen von Gestalten, sie entdecken und als Mittel für die Bildung von

         Ordnungen nutzen.

 

 

 

 

 

 

                                                                              

 

 

 

 

                         

   

                                      

 

 

 

 

 

Phänomenologie

 

Der Begriff Phänomenologie wurde von Edmund Husserl geprägt und beschreibt jene Dinge, die uns als Phänomene gegeben sind.

 

                       "Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen"

 

Damit der wahre Wesensgehalt einer Sache erkannt werden kann, wird eine Reduktion vorgenommen um einen neutralen Blick auf die phänomenologischen Dinge zu bekommen.

 

Die Natur in ihrer Wirklichkeit kann von den Menschen nur als Abbildung der Wirklichkeit erfasst und bearbeitet werden.

Das Gebiet, welches ein Künstler als Eigentum bearbeitet, ist die Einbildungskraft. Wie sammeln, sortieren, versuchen, Begriffe zu definieren, um die Wirklichkeit zu erfassen und um sie anderen zu beschreiben und verständlich zu machen.

Daher ist es die Kunst und ihre Fertigkeit die Einbildungskraft zu aktivieren und in verständlichen Formen und Gesetzmäßigkeiten zu fassen und dadurch der Natur eine Anschaulichkeit zugeben.

Die künstlerischen Formen unserer Kultur haben eine lange Geschichte, die allgemeinen Merkmale sind, dass sie zum Teil aus einfachen Mitteln bestehen, ihnen aber eine tiefgründige Bedeutung innewohnt. Die moderne Kultur aus Kunst und Wissenschaft ist von den Menschen aus prähistorischen vergangenen Zeiten aufgebaut und hinterlassen worden.

Antrieb für die Menschen ist seit jeher die Kreativität, die ständig auf Vorhandenes aufbaut und systematisch über die Zeiten das Gehirn geformt und angereichert hat, mit ergänzenden Methoden und Kultivierung. Sie fördert eigene Weisheiten lehrt moralische Grundsätze und bringt letztlich auch seelischen Frieden und Entspannung.

Unter künstlerischer Forschung wird eine Wissensproduktion verstanden, in der sowohl die Möglichkeiten neuer ästhetischer Wissensformen sowie deren gesellschaftliche Funktion und Wirksamkeit thematisiert werden. Auch die ästhetischen Bedingungen des Denkens finden ihre Berücksichtigung in Wissensbildungsprozesse von Kunst und wissenschaftlicher Forschung.

Die Kunst zielt auf ein Wissen ab, dass mit künstlerischen Strategien, anderen Formen, Präsentationsweisen und Rezeptionsstrukturen, anders als die Wissenschaften, neue Evidenzen produziert und sich in einer ganz spezifischen Weise auf die Lebenswelt und die Gesellschaft auswirken können.

Trotz der unterschiedlichen Methoden sind Kunst und Wissenschaft untrennbar durch die Denkprozesse verbunden.

 

 

 

 

 

Ist die Welt eine Illusion?

 

Ja wir sehen buchstäblich, was wir glauben.

 

10% der optischen Wahrnehmung des Auges wird mit einer Zeitverzögerung von

ca. 140 m Sek. Verarbeitet, der Rest kommt aus anderen Teilen des Gehirns von anderen Sinnesorganen, vorhandenen Emotionen und Erlebten.

Wir betrachten also die Welt durch reduzierte Bilder der Vergangenheit und erzeugen daraus unsere eigenen Wirklichkeiten.

Das Auge als physikalische Einheit kann nicht lügen, es gibt die gesehenen Formen als elektrische Impulse an das Gehirn weiter.

Die aufgenommenen Daten von Wirklichkeiten werden im Gehirn abstrakt zu Ab - Bildungen oder zu Ein – Bildungen des Originals, je nachdem in welchem Kontext sie verarbeitet werden.

Die äußere Form und innere Struktur eines Baumes kann nur indirekt abgebildet werden, weil er oft einfach zu groß ist und rein schauen geht auch nicht.

Als Möglichkeit kommt das Fotografieren oder das Malen in Betracht.

Bei kleineren Teilen bieten sich andere Verfahren an, wie zum Beispiel durch pressen oder stempeln.

 

     

 

             Malen                                   Fotografieren                                  Stempeln

                                                                           

Die Form gibt dem Gegenstand ein einmaliges, individuelles, markantes Zeichen und gibt dem Gehirn dadurch neue Impulse und Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Formen.

Daher versuchen Künstler immer neue Formen zu gestalten um Denkprozesse und Anregungen für sich selber und andere zu suchen, siehe Picasso, Hundertwasser, Moore, Beuys und viele Andere.

Menschen können allerdings keine Formen erfinden, dass hat die Natur schon für sie getan. Sie hat durch den Urknall Gesetzmäßigkeiten vorgegeben, die unsere Welt beherrschen. Was auch entsteht, es unterliegt diesen Naturgesetzen und braucht immer einen Kristallisationskern, einen Anfang, je nachdem in welchem Kontext es stattfindet, entwickeln sich unsere Elemente, Strukturen und Formen.

Bei der Entstehung des Sonnensystems, aus einer präsolaren Wolke, verdichteten sich aus verschiedenen Gründen größere Objekte so entstanden große Kombinations-Möglichen von Formen, die von den Menschen nie alle wahrnehmbar sein werden.

 

Streng genommen kommt die Kunst also aus dem Universum, da die Formen und Objekte dort gebildet wurden. Sie werden durch Emotionen und Sinne und des Menschen in den Fokus genommen gestaltet und verändert.

 

Wir, die sehenden Menschen, müssen diese Formen in irgend einem Zusammen-hang bewusst oder unbewusst wahrgenommen und gelernt haben, um sie, wie auch die Künstler, mit ihnen neu zu gestalten und sie zu benutzen.

Blinde, die nie eine Form gesehen haben, können sie auch nicht beschreiben.

Unsere Augen sind ein Wunderwerk der Natur.

Der Seh-Sinn liefert uns rund 80 Prozent aller Informationen aus der Umwelt, die wir im Gehirn verarbeiten. Wir können etwa 150 Farbtöne aus dem Spektrum vom sichtbaren Licht unterscheiden und zu einer halben Million Farbempfindungen kombinieren. Wie wichtig die Augen für unser Leben sind, können vermutlich nur diejenigen wirklich begreifen, denen das Augenlicht fehlt.

 

Jede visuelle Wahrnehmung wird vom Gehirn mit Emotionen überlagert und in bestimmten Hirnregionen abgespeichert.

Sie können dann dort, in welchem Kontext auch immer, aktiviert werden.

 

Emotional nehmen wir also die verschiedensten Formen war oder konstruieren sie, auch solche, die abschrecken und Angst erzeugen. Einige Menschen haben so- genannte Phobien, hier sind die Ängste und Fantasien so groß, dass sie zu Krankheiten führen können, wie zum Beispiel durch Spinnen und Schlangen.

 

Auch Licht und Schattenspiele entwickeln Formengebilde, die Fantasien anregen, so dass unser Gehirn uns sehr unterschiedliche täuschende Erscheinungen sehen lässt, die gar nicht so existieren.

 

                  

                  

 

             Baum-Monster                     Der Monster-Baum                  

           

 

Mit zunehmenden Technisierungsmöglichkeiten werden wir tiefer in den Makro- oder Mikro-Kosmos sehen können und immer neue Formen entdecken.

 

Betrachten wir einen Bleistiftpunkt unter einem Elektronenmikroskop, so sehen

wir ganze Landschaften von Strukturen und Formen vom Punkt und vom Papier.

Blicken wir in den Himmel sehen wir einzelne Sterne als Lichtpunkte.

Die Menschen früher haben mit ihren Fantasien diese Punkte durch Linien verbunden und so Orientierungsmerkmale am Himmel geschaffen und dadurch ihre Beweglichkeit deutlich erhöht. Man kann von der Vorstellung ausgehen, dass Formen grundsätzlich ein Mittel der Verständigung und der Identitätsfindung sind.

 

Was wir sehen und wahrnehmen ist immer immateriell, indirekt, verfälscht durch unsere Sinne oder technische Geräte, und doch nehmen wir diese Bilder als unsere Wirklichkeit war.

 

So sehen wir die Eichen, ihre mächtigen Formen die große Schatten werfen.

Sie ziehen bestimmte Tiere und Pflanzen an, die dann mit ihnen in Symbiose leben.

Wir sehen dieses alles nicht, wir wissen es aus Erfahrungen.

Treten Störungen der Flüssigkeitsförderung im Stamm auf, so könnte die Richtung der Kapillarröhren und damit das Wachstum verändern werden. Kleine Widerstände im Holz, ein abgestorbener Ast, ein Nagel, durch Wind, Wasseradern, Magnetfelder oder andere schädliche Bedingungen wirken sich auf das Gefüge des Baumes aus.

 

                         

 

 

Wenn die Bedingungen stimmen und Ordnung herrscht im Wachstum des Baumes kann er gerade nach oben wachsen und eine runde, optimale Form des Stammes anstreben. Durch starke äußere Einflüsse kann es zu Wachstumsstörungen für den Baum kommen so das chaotische Formgestaltungen möglich sind.

 

                                                                  

                               Ordnung                                               Chaos      

 

Der Baum windet sich dann in einem Spannungsfeld zwischen den Begriffspaaren Ordnung und Chaos und Bestimmen und Bestimmt werden.

 

Beim Erstellen einer Holzskulptur bewegt sich auch ein Bildhauer in diesem Spannungsfeld von Bestimmen und Bestimmt werden, denn jedes Holz hat seine Eigenheiten, die berücksichtig werden müssen

Die Maserung und die Farben schmeicheln durch die vielfältigen warmen Töne und Formen die Seele und geben einem ein ruhiges behagliches Gefühl.

 

 

                              

 

 

Der Baum vermittelt einem ein tiefes Gefühl von natürlicher Geborgenheit

und Sicherheit.

Der Wald, so wie wir ihn wahrnehmen ist, für den Menschen ein Ort der Erholung. In dem System Wald findet aber ein ständiger Überlebenskampf statt.

Physikalische, chemische Eigenschaften und gewachsene Urformen sichern auch dem Baum sein Überleben. Wer nicht funktioniert, wer im Wettbewerb nicht bestehen kann, wird zumindest überschattet, verdrängt oder fristet ein kümmerliches Dasein.

In der Natur gibt es keine Gnade!

Kein Wunder also, dass die Überlebenden der Evolution, was ihre Belastbarkeit

Angeht, sowohl Form- als auch Werkstoff- optimiert sind.

 

Optimierung der Formen bei einseitiger Belastung des Baumes (Aktion = Gegenaktion) z.B. die Wetterseite oder eine Hauswand.

Der Stamm bildete dann oft einen ovalen Querschnitt oder Wülste aus, sogenanntes Reaktionsholz, um die Stabilität im Stamm zu gewährleisten.

An der stark belasteten Seite wachsen die Jahresringe schneller um Holz aufzubauen, um dem einseitigen Druck und Kerbspannungen entgegen zu wirken.

                    

                                               

 

 

Optimierung in der Architektur:

Antoni Gaudí, bedeutendster Architekt in Barcelona.

Gaudí war bekannt für seinen eigenwilligen Stil von runden, organisch wirkenden Formen. Er errichtete seine Bauwerke in der Formsprache des Modernisme, eine katalanischen Spielart des Jugendstils.

Das Prinzip basiert auf einer auf den Kopf gestellten Kettenlinie (Katenoide), die für die Turmbauten als Rotationskatenoid ausgeführt sind. Für die Konstruktion der tragenden Strukturen in den Gewölben verwendete Gaudí das Prinzip der Hängemodelle die einem hyperbolischen Paraboloid ähneln.

                                 

Der Baum verwendet die Form um an ihn wirkende Kräfte  aufzufangen.                                                                                                       Die Vielfalt und die Anwendungen der universellen Holzformen lassen sich kaum beschreiben. Trotzdem hier einige Beispiele und Fotos der Nutzungs- und Formungs- Möglichkeiten.

Betrachtet man die innere und äußere Formengestaltung der Bäume wird man für den Baum spezifische Ur oder Grund-Formen als Ordnungsprinzip entdecken.

 

1) Die Kreisform:                              Die Jahresringe vom Stamm.

2) Die Linie:                                      Die Kapillarröhren die nach oben führen.

3) Die Bögen:                                   Die Vergabelungen vom Stamm und Ästen.

4) Die Grundform aller Baumarten:  Wurzel, Stamm, Krone.

                                       

 

Das System Baum kann so als Einheit von Gestalt, von Form, von Strukturen und Leben erfasst werden.

 

Unter den Bäumen im Wald, in Blockhütten aus natürlich belassenen Stämmen oder auch in modernen aus Holz gestalteten Räumen bekommt man noch ein Gefühl für die Eigenheiten, für die Kraft, die Größe, die Schönheit und die Lebendigkeit dieses wunderbaren Werkes der Natur.

Durch stärkere Konzentration auf eine nicht sichtbare Ebene wird eine höhere Abstraktion erreicht, die einem den Zugang zur Welt des Inneren eröffnet.

 

                         

 

                    Mit den ersten Bäumen die gefällt werden, beginnt die Kultur.

                        Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden endet sie.

 

 

3. Empirisch-analytisches: Handlungsfeld

 

            NATURWISSENSCHAFTLICHE SYSTEME: Strukturen

 

            Auflösung von Gestalten in grundlegende Elemente und Bestimmung von

           Strukturen durch Erforschen ihrer Beziehungen.

 

 

               Hermeneutisch, phänomenologisch aufgelöst habe ich

               Gestalt und Form. Gefunden eine Ordnungsnorm.

               Um Beziehungen der Gestalt und Form zu benennen,

               muss ich Elemente und Teilchen erkennen.

              Empirisch, analytisch erforschen, auf diesem Weg muss ich mich begeben,

              um so zu erkennen, wie Strukturen sich ergeben.

 

                                                                                           Marlis Niemann

Ein empirisch-analytische Ansatz

 

Was bedeutet "empirisch-analytisch"?

Empirisch heißt "erfahrungsmäßig", also auf Erfahrung, Beobachtung, Experiment und Anwendung usw. basierend.

Analytisch" heißt zunächst einmal "in seine Bestandteile auflösend" der zu unter-suchende Gegenstand wird in seine Bestandteile zerlegt und deren Beziehungen untereinander werden theoretisch rekonstruiert, wobei die Mathematik als Hilfs-

mittel dient.

 

Erfahrungsmäßig:

Erfahrungen durch Selektion in der Natur. Sie in ihre Bestandteile erfassen und

 Ur - oder Grundformen vom Baum erkennen.

 

                                    

 

   Kreise/Ringe                   Winkel                    Parallele Linien         Ur-Baum

 

Grundformen zeichnerisch Dargestellt.

 

                                                    

 

 

Technische Anwendungen.

                                                                                                                                                                                                                

                                         

 

            Rohre                  Regenrinnen             Schaufelstiel                 Hocker

 

 

Analytische Sicht auf die Grundformen.

 

Einige Kräfte,  die auf die Grundformen des Baumes wirken können.

 

                   

 

 

 

 

Mögliche Kraft-Einwirkungen.

 

                                                   

 

                                                                 

Um die Kräfte, die an den Bäumen wirken, den Menschen zugänglich zu machen, kommt die Mathematik ins Spiel. Sie ist der Weg um die Grundformen zu erfassen und zu berechnen.

 

 

  Erkenntnisse       Orientierungen         Berechnung                      Anwendung

    Kerbkräfte          Bruchstelle                     Ausrundung der Bruchstelle

 

 

 

                                                                                                      Lehrsatz von Phytagoras

                                                                                                                   

 

Durch das Ausrunden werden die Bauteile deutlich widerstandsfähiger und langlebiger. Ist der Kurvenverlauf der Kerbe über die Methode der Dreiecke gefunden und ausgerundet, erhält man eine eindeutig  stabilere Struktur, als man durch das Einsetzen eines ingenieurtechnischen Halbkreisradius erreichen würde.

Stabile Strukturen entstehen in Laubbäumen durch Zellgewebe, Faserzellen, nadelförmige Zellen, sie bestimmen viele der physikalischen Eigenschaften des Laubholzes.

Röhrenartige Zellen sind für den Wassertransport von den Wurzeln bis in die Baumkronen verantwortlich. Parenchym Zellen, kleine kastenförmige Zellen, sie sind für die Speicherung von Nähr- und Bildungsstoffen zuständig.

Lässt man von mehreren Menschen die gleiche Zelle malen, würde jede anders aussehen. Es ist so, weil jeder Mensch es mit seinen eigenen Möglichkeiten, Fantasien, Abbildern und Bildern darstellen würde, die nicht der Wirklichkeit entsprechen. Da wir sie nicht mit unseren eigenen Augen sehen können, sehen wir sie durch technische Hilfsmittel und sehen verfälschte Abbilder der Wirklichkeit.  

Zum Beispiel die Lithografien von Einzellern, sind in einer Linie gesehen Abbilder durch die Mikroskope, Abbilder =>durch die Augen, => Abbilder durch die Hand gezeichnet. Schön bunt angemalt, groß und augenfällig dargestellt sehen wir etwas und sagen, so könnte eine Zelle aussehen. Eine Zelle in ihrer wirklichen Existenz und Körperlichkeit hat aber noch keiner gesehen.

 

                                          

                

                           Lithografien  von Einzellern, Ernst Haeckel                                                                                                                                                        

 

 

4. Systemtheoretisches Handlungsfeld.

        FORMAL-ABSTRAKTE SYSTEME: Texturen

      Logische Konstruktion von immateriellen syntaktischen Systemen.

 

Frei kombinierbare Elemente, abstrakte Punktmengen.

Es wird angenommen, dass das Universum durch eine gewaltige Explosion, dem Urknall, vor ca.18 Milliarden Jahren geschaffen wurde und Zeit, Raum und Energie entwickelten sich. In den ersten Mikrosekunden bestand das Universum aus einem brodelnden Brei fundamentaler Teilchen wie Quarks und Gluonen.

Es entstand ein so genanntes Quark – Gluon – Plasma, das so hoch verdichtet

und heiß war, dass die Gesetze der Physik zu dem Zeitpunkt versagten.

Aus dem Nichts heraus tauchten Teilchen und Antiteilchen auf.

Sie stießen gleich wieder zusammen und vernichteten sich gegenseitig.

Aber ein kleiner Teil der dabei entstandenen Materie überlebte.

Jedes einzelne Teilchen repräsentierte sich erst einmal nur sich selbst, sie

wurden aber im weiteren Verlauf durch Selbstorganisation und Selbstähnlichkeit

zum Kristallisationskern, zur Triebfeder und Entwicklung von etwas Neuem.

 

Durch Ausdehnung und örtlich unterschiedlicher Abkühlung bildeten sich erste Protonen, Neutronen und Elektronen. Aus dem sich dann durch Fusion der Kern eines Atoms generierte, nämlich Wasserstoff (H). Durch die Bildung und Fusionen weiterer Atome führte dieses zu den ersten Elementen.

Zum Beispiel die Fusion zweier Wasserstoffatome zu einem Helium (He) Element.

Die ersten Elemente entstanden durch eine Vielzahl von Zusammenstößen, Anhaftungen, Bindungskräfte, Variationen und Temperaturbedingungen sowie anderen Naturgesetzen, so konnten sich erste kleinste Strukturen generieren.

Bis 2015 waren uns 113 Elemente bekannt, ab 2016 sind es 118, wobei die 5 neuen Elemente, die künstlich erzeugt wurden, dazu kamen. 

Diese Elemente mit hoher Ordnungszahl sind radioaktiv und zerfallen oft mit einer Halbwertzeit von wenigen Millisekunden, wodurch es schwer ist, ihre Existenz zu beweisen.

 

Auch heute beobachten die Astronomen präsolare Wolken, also interstellare Sternenentstehungsprozesse im Universum.

Es sind in erster Linie Gase und Partikel (Atmosphärische Aerosolpartikel), welche die Voraussetzungen schaffen, dass aus diesem kosmischen Gas ein

Materie-Kreislauf in Gange gesetzt wird.

Die Partikel haben je nach Herkunft aus dem Universum unterschiedliche Zusammensetzungen und Eigenschaften, einen Schwarm vergleichbar, von dem in jedem Augenblick feine Teilchen wegfliegen oder dazu kommen können.

Trotz der Anfangswinzigkeit und dem chaotischen Verhalten können diese Partikel erste Strukturen und daraus höchst verlässliche Mega Systeme schaffen, die außerordentlich komplexe Funktionen erfüllen.

Zum Beispiel die lebendige Welt, die durch Zellteilungen entstanden ist.

 

Albert Einstein sagte in einem Interview, dass einer, der das Geschehen in einem Wassertropfen vollständig wissenschaftlich beherrscht, im selben Moment auch die allgemeinsten Gesetze des Universums erkannt habe.

 

Entstehung der Pflanzen, Baum - Zellen

Es existieren inzwischen zum Ablauf der chemischen Evolution verschiedene Hypothesen. Sie werden hauptsächlich durch Experimente gestützt, die auf Annahmen über die damalige chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre,  der Hydrosphäre und der Lithosphäre sowie klimatische Bedingungen beruhen.

Die Experimente reichen momentan nicht aus zur Formulierung einer Theorie, die erklären kann, wie das Leben entstand. So konnte zwar bereits die chemische Entstehung komplexer Moleküle beobachtet werden, die für biologische Abläufe notwendig sind, jedoch noch keine Bildung eines lebenden Systems. Sicher zu sein scheint, dass sich nur eine Form von Leben, nämlich die auf Nukleinsäure RNA und DNA beruhende, durchgesetzt hat (falls es je mehrere verschiedene gegeben haben sollte). Wesentliche Indizien für diese Theorie sind die Gleichheit der Bausteine der wesentlichsten lebenstypischen Makromoleküle. Es sind fünf Nukleotide, als Bausteine der Nukleinsäuren und die 20 Aminosäuren als Bausteine der Proteine. 

Ausgehend von den Hypothesen zur chemischen Evolution sollten diese verschiedenen Aspekte sie erklären:

Die abiogene Entstehung der Biomoleküle, das heißt, ihre Entwicklung aus nicht lebenden beziehungsweise nicht organischen Vorläufern. (Kosmochemie)

 

Die Entstehung sich selbst replizierender und variierender chemischer Informations-Systeme, das heißt die Entstehung der Zelle.

 

Die Entstehung der gegenseitigen Abhängigkeit von Funktion  (Enzyme) und Information (RNA, DNA).

Die Umweltbedingungen der Erde vor 4,5 bis 3,5 Milliarden Jahren (oder möglicherweise derzeit existierender vergleichbarer Himmelskörper wie Epoplaneten, Monde und Planemos.

Unsere Biomasse – kosmochemisch analysiert

Kosmochemiker gehen davon aus, dass zunächst bei der Entstehung des Sonnen-systems auf der Erde und allen anderen sonnennahen Planeten wegen der relativ hohen Temperaturen und den Effekten des Sonnenwindes nur wenige oder keine leichten Elemente, inklusive Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff übrig geblieben sind. All diese Elemente, die heute den Hauptanteil an der Biosphäre ausmachen, wären nach dieser Theorie erst nach geraumer Zeit durch Kometeneinschläge aus den äußeren Bereichen des Sonnensystems angeliefert worden, nachdem sich die Protoplaneten etwas abgekühlt hatten.                                        

Die Elementaranalyse dieser Moleküle führt zu der Frage, welche anorganischen Verbindungen zu ihrer Entstehung notwendig waren. Diese mussten in der reduzierenden Uratmosphäre der Erde vorhanden sein – in der Verteilung und unter den Reaktionsbedingungen, die chemisch das Entstehen erster Lebewesen ermöglichten.

Um die Evolution zu erforschen, brauchte es schon früh grundlegende Prinzipien,

um zu verstehen und zu lernen. Wegen der großen Komplexität und um mit anderen darüber kommunizieren zu können, benutzte man jede Form von Symbolik.

Sehr früh erkannten die Menschen, dass die Mathematik ein geeignetes Mittel ist, um komplexe Gebilde zu beschreiben.

 

              Das Buch der Natur ist in Mathematik geschrieben.

Alles ist Zahl – das Universum ist Algebra und Geometrie: Der Kosmos ist die Selbstverwirklichung eines mathematischen Bauplanes „Intelligent Design“. Denn sie ist exakt mathematisch angelegt, so dass wir sie zutreffend  beschreiben und erfassen können und dadurch Erklärungen vorfinden und sie anwenden können. Das behauptete schon der antike griechische Mathematiker und Philosoph Pythagoras und der italienische Astronom Galileo Galilei.

Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, ist das Hauptwerk von Isaac Newton. 1686 erstmals als Manuskript der Royal Society vorgelegt.

Grundlagen und Erkenntnisse für die mathematischen Prinzipien der Natur-philosophie sind in der heutigen Zeit die Algorithmen und Iterationsgleichungen. Mit dem Computer werden Zahlenreihen und Punktmengen generiert, die durch Veränderungen und Variationen von Parameterwerten mit geometrischen Generatoren komplexe Systeme entstehen lassen. (Kochkurve, Drachenkurve, fraktale Pflanzen, Tiere und Landschaften)

Die Mathematik ermöglicht es logische Konstruktion von immateriellen, syntaktischen Systemen herzustellen, so dass wir sie erleben, untersuchen und beeinflussen können.

Wir benutzen Rechenoperationen, die elektrische Impulse so steuern, dass wir zum Beispiel auf einem Bildschirm, mit einer bestimmten Auflösung Pixel, Lichtpunkte sehen und jeden einzelnen Punkt, die Zeit, die Farbe, den Ort und die Größe zu-ordnen können. Pixel sind frei kombinierbare abstrakte Punkte/Punktmengen, Elemente. Erst mal bedeutungslos, immateriell, abstrakt, denen wir erst einen Sinn, eine Bedeutung geben müssen.

Weltweit spielen Millionen Menschen Online-Rollenspiele wie „Anno“ oder „World     of Warcraft“ und schaffen sich so eine zweite immatrielle Identität, ein Second Life. Sie erleben dann eine von Algorithmen erzeugte virtuelle Welt.

Die auf dem heutigen Markt erhältlichen Virtual-Reality-Brillen läuten die nächste Generation von abstrakten, digitalen Wahrnehmungen ein.

Der Philosoph Emanuel Kant hat schon in einem seiner Hauptwerke >>Die Kritik   der reinen Vernunft<< mit einer seiner Hauptthesen darauf hin gewiesen, dass wir Menschen nur Erscheinungen aber nicht die Dinge an sich erkennen können, (transzendentalen  Idealismus) so dass wir diese Erscheinungen steuern und manipulieren können. Bisher erscheinen jedem die Dinge anders und er nimmt sie auch anders war.

Dieses kann sich ändern wenn ein neuer Mythos, eine neue erfundene Weltordnung und neue Glaubensfragen sich entwickeln.  Ein auf Informationen beruhendes gesteuertes Zeitalter und ein neuer digitaler, vernetzter, gleichförmiger Zeitgeist entstehen lässt, eine Ära des Dataismus.

Was kann im Kopf eines Betrachters passieren, wenn er in eine virtuelle Realität eintaucht in der er immer nur virtuelle Dinge sehen kann?

Im nicht idealen Fall entsteht das Gefühl des Präsenzseins in der virtuellen Welt, d. h. die Illusion vollständig in die virtuelle Welt eingetaucht zu sein und dabei die reale Welt um sich zu vergessen. Die virtuelle Umgebung schafft es, dass diese Illusionen nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv messbar werden. Kann. In Angst oder stressigen Situationen werden erhöhte, veränderte Herzraten und die Hautleitfähigkeit über schwitzende Hände messbar.

Diese Illusionen sind Erscheinungen aber nicht die Dinge an sich und bringen somit große noch nicht überschaubare Veränderungen und Risiken in der Gesellschaft mit sich.

                                          

       Eiche …real…………………Brille……….…… virtuelle ....Eichen

Die dargestellte fraktale Eiche ist natürlich nicht mit denen in der Natur vorkommenden Eichen identisch, aber sie repräsentieren in bestimmter Weise ihre Repräsentanten.

Fraktal ist ein vom Mathematiker Benoît Mandelbrot 1975 geprägter Begriff, der bestimmte natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster bezeichnet. Fraktale sind ein heuristisches Werkzeug, dass Denken in neue Bahnen lenken kann.                                                                                                                                          Im Gegensatz zu Algorithmen garantiert heuristisches Wissen keine optimalen      oder realisierbaren Lösungsansätze. Wichtig dabei ist nicht ausschließlich deren Informationsgehalt, sondern das ihnen innewohnende Potenzial für die Weiterentwicklung des Erkenntnisstandes.

Es setzt eine hohe technische und berufliche Spezialisierung voraus, um mit Algorithmen, Iterationsgleichungen usw. zu arbeiten.

Durch variierende Veränderungen von Parameterwerten, digitale Welten so zu generieren, dass mit geometrischen Generatoren komplexe Systeme abgebildet werden können, helfen uns Zusammenhänge besser zu verstehen und sie effizienter zu nutzen, im Guten und im Bösen.

 

 

5. Systemtechnologisches Handlungsfeld.

 

    TECHNOLOGISCHE SYSTEME: ARTEFAKTE

 

Design >semantischer Systeme< zwischen Materialität und Utopien als virtuelle Realitäten (VR).

 

                                       

 

Die digitalen, virtuellen Realitäten stellen die heutigen Gesellschaften der

Welt vor zukünftigen komplexen nicht überschaubaren Veränderungen.

 

Auf der einen Seite werden die Aussichten auf ein paradiesisches Zeitalter aufgezeigt, in dem uns smarte Maschinen das Leben in jeder Hinsicht

angenehmer gestalten und wir sie als Partner betrachten können.

Andererseits warnen apokalyptische Visionen davor, das superintelligente

Maschinen sich selbständig machen, die Herrschaft übernehmen und wir

bestenfalls noch ein Sklavendasein fristen würden.

Beides kann man als eine Utopie, als eine Textsorte begreifen, die erzählerische wünschenswerte Welten aufbauen und wieder zusammenstürzen lassen kann.

Die Frage stellt sich zu Recht, ob zukünftig die Gefahr besteht, dass sich Intelligenz vom Bewusstsein trennt, dass uns diese außerordentlichen intelligenten Algorithmen (KI) steuern und so in unser bewusstes Sein eingreifen und verändern können?

Ein Ungleichgewicht würde ein neuartiges, ein techno - soziales Problem für die Zukunft produzieren.

                Müssen wir ein anderes Basiswissen entwickeln?

 

Die anstehenden Probleme sind wohl nur mit einem Paradigmenwechsel, mit

einem Umdenken im Bildungssystem auf ein vernetztes, phänomenologisches  Denken zu lösen. Die Finnen stellen bereits ihr Schulsystem auf die neue Zukunft um.

 

In der Philosophie findet der Begriff des Postmodernen Wissen Anwendung.

Die Postmoderne ist keine neue Epoche, sondern das Redigieren einiger Charakterzüge, die die Moderne für sich in Anspruch genommen hat, vor allem

aber ihre Anmaßungen, die ganze Menschheit durch die Wissenschaft und

Technik zu emanzipieren.

Das Postmoderne beinhaltet einerseits ein sogenanntes szientifisches wissenschaftlich, fundiertes Wissen, andererseits ein narratives Wissen,

ein Erzählungswissen.

Es handelt sich beim narrativen um artikulierbares und notwendigerweise

artikuliertes Wissen.

 

Diese narrativen Erzählungen vermitteln seit je her die pragmatischen Normen

und Regeln der Gesellschaft, die jedem sein soziales Werden und seine Position

in der Welt vermitteln.

 

Gibt es einen Weg für beide Positionen?

 

Wir dürfen die auf uns zukommende Digitalisierungswelle nicht als von Gott, als Dogma gegeben hinnehmen sondern wir müssen ein Techno - soziales Gleichgewicht aufbauen in dem beide Positionen wieder integriert sind und den gleichen Stellenwert bekommen.

 

Es ist wie bei den Eichen wir können Inhalt und Form getrennt untersuchen aber die Sichtweisen sind einseitig, es ist nicht die phänomenologische, ganzheitliche Eiche die wir so wahrnehmen.

 

Können uns virtuelle Realitäten im Leben Vorteile bringen?

 

Technologisches und systemtechnisches Wissen bilden die Grundlage für kompetente Analysen und Bewertungen. Ohne semantische Netzwerke, die soziale Intelligenz und künstliche Intelligenz miteinander verknüpft und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie moderner Simulationstechnik sind komplexe Problemstellungen oft nicht lösbar.

VR Simulationen liefern Informationen, die mit herkömmlichen Planungs- und Entwicklungsmethoden oft nicht zu gewinnen sind. Informationen und Kommunikation sind die Grundvoraussetzungen für vernetztes Denken und sind auch ein Schlüssel um notwendige Utopien zu entwickeln.

 

Utopie ist „Denken nach Vorn“ Ernst Bloch, 1885-1977

Aber auch als die Kritik dessen, was ist, und die Darstellung dessen, was sein soll“ (Max Horkheimer).

Inwieweit Utopien jedoch als „Konkrete Utopien“ (Ernst Bloch) ausgestaltet werden können, ist fraglich.

 

                                     

 

Ein Design von semantischen Netzen und die Eigenschaften sind die übersichtliche und verständliche Darstellung eines Problembereichs, sowie eine versuchte Modularität (Bausteine) der Wissensdarstellung.

Mit der Zusammenführung von semantischen Netzen und phänomenologischen virtuellen Realitäten kommen wir zu neue, noch nicht überschaubare Anwendungen und Risiken.

Hier kann unser perfektes, kompetentes Bildinterpretationssystem hilfreich sein, es ist die visuelle Wahrnehmung, sie ist leistungsfähig, konzeptionell und ästhetisch.

 

VR erfüllt einen Jahrhunderte alten Menschheitstraum. Er transportiert optisch den Benutzer an beliebige reale und nicht reale Orte. Es kann sich hier um unmögliche generierte Fantasiewelten handeln.

Die automatische Interpretation von außen liegenden Fernerkundungsdaten, ich muss nicht mehr vor Ort sein, ist nun der Versuch, vergleichbare Kompetenzen unter Verwendung eines digitalen Systems nachzubilden. VR ist so etwas wie eine Traumerfüllungsmaschine .Der Mensch kann mit VR quasi ein Avantar generieren, der statt seiner in der virtuellen Welt die Dinge tun kann die ihn, der Avantar, über den Computer diktiert wurden.

 

Für virtuelle Reality finden wir schon überall Beispiel, so auch in der Forstwirtschaft.

Die Anwendungen eines digitalen dargestellten Waldes hat im Bereich der biologischen Produktion und Verwertung Einzug gefunden. Die Methoden reichen von forstlichen Informationssystemen, die einen detaillierten aber gleichzeitig intuitiven Zugang z. B. zu Waldinventurdaten ermöglichen und bis zur Bestandsinventur und fundiertem zukünftigen Waldwachstumssimulationen reichen.

Hierzu modelliert der virtuelle Wald reale Waldbestände als virtuelles Ökosystem, das dann als Orientierungsgrundlage für Planung und Information, nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft dienen kann.

Das virtuelle Ökosystem umfasst unter anderem die Topografie, den Boden, die Wege, die Bebauung, die Bestockung und reicht bis zur Einzelbaumdatenbank des virtuellen Waldes, Jeder Baum hat so seine eigene digitale Visitenkarte in Form von Geokoordinaten, Baumart, Höhe und Kronendurchmesser. Es wird zu einem integrierten, effizienten Großraumwaldinformationssystem. Dieses basiert auf einem intensiven bidirektionalen Datenaustausch zwischen den Verfahren der biologischen und technischen Produktion. So werden die Daten der biologischen Produktion für die technische Produktion nutzbar gemacht. Und führt schlechthin auch zu Monokulturen.

Die im Rahmen der biologischen Produktion erhobenen Daten bilden die Grundlage für die Anwendungen im Rahmen der technischen Produktion.

                                 

                                                                                  Foto: HIAB

Basierend auf diesen Daten können jetzt manuell oder aus der Ferne virtuell Bäume von einem Harvester gefällt werden. Hierbei wird der Harvester-Fahrer durch einen Einzelbaumnavigator und Infrarotstrahlen unterstützt. Sensoren am Harvester erfassen die reale Baumposition, daraus ergibt sich dass dieser Baum gegebenenfalls gefällt und nach einer Anfrage an ein GPS-System automatisch seinem Besitzer gutgeschrieben werden kann.

 

Ein Harvester, ist eine Wald-Arbeitsmaschine, die von einem Menschen manuell geführt wird.

Der Harvester fällt in einem Arbeitsgang Bäume, entfernt die Zweige, entrindet und zersägt sie auf eine bestimme Länge.

Das Transportieren (Rücken) erfolgt durch einen Forwarder, der seinen Reifendruck, Computer gesteuert, stets den aktuellen Bodenverhältnissen für ein möglichst schonendes Befahren des Waldbodens anpasst.

 

 

                           

      Von Hajotthu,   Fotos RIF e.V.         „KWF-fachpresseinfo_ro.doc“

Wir befinden uns in einer Übergangsphase in der technische Produktionen in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und Bereitstellung notwendig sind. Über zukünftige Möglichkeiten wird nachgedacht. Zum Beispiel  die Wälder so zu gestalten, das die Baumsorten, Baumabstände, Wege und der Abtransport alleine von visuell gesteuerten Maschinen und anderen digitalen Systemen durchgeführt werden können. (Palmöl Plantagen) Hierzu werden riesige Flächen als Monokulturen benötigt und eine bestimmte Art von Arbeitsplätzen wird es nicht mehr geben. Flora und Fauna werden sich in dem Umfeld dieser Gebiete total verändern.     

                                         Monokultur                                                         

   Ob es Fluch oder Segen für die Menschheit sein wird muss sich zeigen.

Die pragmatischen Normen und Regeln der Gesellschaft sollten sich ändern.

Dahin gehend, dass durch den Verzicht von ständigem Wachstum und die Entwicklung neuer Steuerungsstrategien, die sich nicht gegen die Gesellschaft und Umwelt richten dürfen, müsste sich ein anderes Bewusstsein und Maßstäbe bilden.

So können wir vielleicht die wachsenden Depressionen und Ängsten der Gesellschaft entgegen wirken, um so eine bessere Chancengleichheit für alles Leben auf diesen Planeten herzustellen, auch wenn dieses wie eine Utopie klingen mag.

 

  6.  Systempraxeologisches  Handlungsfeld.

 

        ÖKOLOGISCHE SYSTEME: Konkrete UTOPIEN

       Design von pragmatischen Systemen in Form von Szenarien bis zu konkreten       

       Utopien.

Als Entwurf sind Utopien Fakten, die unerfüllt sind, sie sind kritisch gegen das tatsächlich Bestehende und deuten im Gegenentwurf andere Möglichkeiten an,

die im Bestehenden noch verborgen sind.

Es sind Vorschläge für gesellschaftliche, technische Möglichkeiten für einen Ort,

der Raum für ein anderes Leben gibt, in Form von Szenarien bis hin zu konkreten Utopien.

Utopische Lebens- und Gesellschaftsentwürfe die heute von unterschiedlichen Gruppen und Medien artikuliert werden, selbst wenn sie spielerisch anmuten,

sind handlungsorientiert und realitätsbezogen.

Zum Beispiel befinden wir uns in einer Übergangsphase, in der technische Produktionen in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und Bereitstellung notwendig sind. Sind sie notwendig?

In den Gesellschaften haben sich Ängste durch bedrohliche Szenarien herausgebildet, bedingt durch die von uns selbst geschaffenen Gesellschaftsformen und Objekt-Produktionen.

Folgen sind der steigende Wasserspiegel der Weltmeere, das Ozonloch, das Ausbreiten der Wüsten, rigoroses Abholzen der Wälder, die Kriege und nicht zu vergessen, die Energieerzeugung und der Umgang damit. Wir gehen also von einer ängstlichen, negativen Utopie aus in der Hoffnung, dass wir durch positive Utopien eine andere bessere Gesellschaft schaffen können. 

                       

 

 

 

Der Weg vom Sein zum ethisch begründeten Sollen wird sichtbar und somit gangbar, wenn Unzufriedenheit mit dem Sein herrscht.

Das unzureichende Sein treibt zum Sollen, die Unzufriedenheit erzeugt die Alternative eines besseren Seins. Der Ruf nach Sein ist ein utopischer Ruf.

Das Ziel der Utopie steht kategorisch in Ernst Blochs Aussage und das ist

 

                                                  Das Prinzip Hoffnung

 

In diesem Sinne bewirkt Blochs ‘Prinzip Hoffnung‘ eine stets neue kritische Würdigung der bestehenden Verhältnisse, des je gewonnenen Seins, mittels

des unentwegt überholenden Traums einer besseren Welt.

Ein verbindliches Endziel kann als Zustand nicht formuliert werden, da es

seinem utopischen Prinzip widerspricht.

Um negativen Utopien, des Seins, zu erfassen, sie als ein ganzes System zu Sehen, können wir nicht nur den Baum oder den Wald als einzelnes Element heraus nehmen und für eine Hypothesen Bildung benutzen, sondern hier muss das vernetzte Denken greifen.

Ein Problem, die Unzufriedenheit des Seins, muss erst gesehen, erkannt und verstanden werden, der Sinn und die Bedeutung einer Situation muss erfasst werden. Die Ganzheit und die Teile stehen damit zueinander in einem Verhältnis, Sie gehören zusammen und bedingen sich gegenseitig. Es erklärt das Zustandekommen höheren Verstehens aus dem elementaren Verstehen.

Dieses Verstehen ermöglicht eine Planung. Planung ist ein zeitgeschichtlicher

Begriff der im allgemeinen Sinne definierbar als gestaltender Vorgriff auf die

Zukunft ist, des Sollens. Planen symbolisiert das Zutrauen in die Gestaltbarkeit

der Zukunft, ob dieses im Sinne der Gesellschaft ist sei dahin gestellt.

Denken wir an die realsozialistischen Plangesellschaften wie die DDR und Nordkorea, die an ihren Planvorstellungen gescheitert sind oder scheitern werden.

 

Ökonomische und ökologische Fehlinvestitionen identifiziert mangelndes Vertrauen in das freie Spiel der Kräfte, der Natur und der Gesellschaften.

Aber gerade diese freien Kräfte ermöglichen das kreative, gestalterische, freie denkerische Umsetzen in positive Utopien.

Die Ergebnisse sollten nicht als Science Fiction abgetan werden, denn sie fördern

die Wahrnehmungen und die daraus erlangten Erkenntnisse, sie können noch nicht gedachte Impulse setzen, die uns zu neuen Utopien führen.

Betrachten wir nun den heutigen Zustand der Welt, also das Sein, unter hermeneutischen Gesichtspunkten und sehen die Erde als elementares Objekt,

dann müssen wir sie in ihren Eigenheiten und Wesen zu verstehen suchen.

Aus den Eigenheiten und Wesen folgen Interpretationen mit bestimmten Fragestellungen, aus bestimmten Betrachtungsperspektiven und mit Vorverständnis für die zu interpretierenden Objekte.

Zum Beispiel:

Die Erde mit der Menschheit, die daraus resultierenden Fragen  der zukünftigen Ernährung und damit der Lebensraum, die Waldwirtschaft oder der einzelne Baum.

 

Diese Fragestellungen regen ein Denken in Prozess/Zustand/Werden an, und sie verändert so im gleichen Maße auch die Identität des Menschen und führen sie zu neuen Sichtweisen, Erkenntnissen und Utopien.

Die individuellen Sichtweisen werden sich immer im Spannungsfeld zwischen diskursiv kooperativen Formen mit interdisziplinärem Blick und experimenteller subjektiver Richtung bewegen. Dieses ist Voraussetzung, um die mögliche Vielfalt des Gemeinsamen für die Gesellschaft zu entdecken.

Dabei ist die Verdeutlichung des phänomenologischen durch Handeln, Tätig werden gekennzeichnet. Durch Überlegungen, von Konzeption und Entwürfen, durch Modelle, Zeichnungen, Texte und Szenarien.

Dieses trifft auch zu um die zukünftigen Herausforderungen für die Wälder und das Bepflanzen in städtischen Bereichen hier muss auf eine hohe Biodiversität gesetzt werden. Es müssen die optimalen Bäume für den jeweiligen Standort gesucht und gefunden werden.

Dabei wird das Prädikat >heimische Baumart< nicht mehr eine prioritäre Rolle spielen können.

Wissenschaftler beschäftigen sich bereits seit einiger Zeit damit die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Ihr Ziel ist es, die lokale Identifizierung des genetischen Mechanismus von Bäumen und Pflanzen zu verstehen, um Saatgut oder andere Möglichkeiten der Anpassung an die schwankenden Temperaturen und Wasserstände zu erreichen.

Ein anderes Problem ist die Zerteilung der Landschaften.

 

In Deutschland gibt es kaum noch große Landschaftsgebiete, die nicht durch Straßen und Wohngebiete geteilt sind.

Die Auswirkungen beschränken sich leider nicht nur auf den Verkehr,

es sind die besonderen Umwelteinflüsse  die wirksam werden. Einflüsse wie die Entwaldung, Zersplitterung der Waldgebiete, chemische Verschmutzungen, Lärmbelästigung, Autounfälle und die Erleichterung von ausländischen  biologischen Invasionen.

                               archiv.ethlife.ethz.ch

Etwa 60 Prozent der Einwohner Deutschlands leben in mittelgroßen und großen Städten ab 20.000 Einwohnern.

Die Städte nehmen nur zwei Prozent der globalen Landfläche ein.

Aber schon jetzt lebt weltweit mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten und urbanen Ballungsräumen, in Europa sind es sogar rund drei Viertel der Bevölkerung mit steigenden Tendenzen steigend.

Eine wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Welt im Sinne einer ganzheitlich verstandenen Nachhaltigkeit ist eine urbane Aufgabe, denn die vorherrschende Lebensform der Zukunft wird städtisch sein.

                                                             

 

         

      Ler mais br.noticias.yahoo.com                                   Peking: welt.de

 

 

Die Bevölkerung der Erde wird weiter wachsen, zurzeit sind wir ca. 7,5 Milliarden Menschen.

Es müssen alle mit Nahrungsmittel versorgt werden. Um jedoch Getreide oder Gemüse anbauen zu können, braucht man riesige Felder, Monolandschaften.

Die vorhandenen können aber nicht einfach endlos erweitert und vergrößert werden, es sei denn, man zerstört dafür immer mehr natürlich gewachsene Natur, den Lebensraum, die Artenvielfalten der Fauna und Flora.

Glaubt man den Forschern gibt es immer technische Lösungen, dann gibt es bald ganz besondere Hochhäuser „Vertical Farm“.

In diesen werden nur wenige oder keine Menschen leben. Dort werden keine Büros zum Arbeiten sein, stattdessen sollen in diesen Hochhäusern Tomaten wachsen oder Radieschen, Gurken, Reis und Salat. Nachgedacht wird auch darüber, dass man Ställe und Weideflächen in solche senkrechten Turm-Bauernhöfe integriert.

Dort sollen zum Beispiel auf verschiedenen Stockwerken Gemüse in hohen vertikalen Regalen übereinander wachsen.  An vielen Orten der Welt tüfteln Experten daran, wie und wo man diese Hochhäuser am besten bauen könnte. Auf diese Weise spart man nicht nur Platz, sondern auch die weiten Transportwege. (Regionale Versorgung)

               http://img.zeit.de/wirtschaft/2012-04/                     Von Michael Miersch |         

                                vertical-farming                      Veröffentlicht am 01.07.2008

 

 

Die dadurch eingesparten Nutzungsflächen bieten sich an, um hier Wald auf zu- forsten, um Landschaftsschutz für die Zukunft anzulegen.

 

Der Klimawandel macht sich in vielen Regionen der Welt immer drastischer bemerkbar. Landstriche werden zu Wüsten, tiefer liegende Landstriche werden überflutet, Orkane zerstören ganze Küstenregionen. Viele Gegenden werden unbewohnbar oder verschwinden.

Das globale System Erde kann immer nur verstanden werden, wenn es im Kontext mit allen in im vorhandenen einzelnen Systemen betrachtet wird.

 

Ob sich was durch ein phänomenologisches und vernetztes Denken etwas verändert

ist nicht absehbar noch zu ermitteln.

Angesichts der rasch voranschreitenden Klimaveränderungen schließt sich aber das Zeitfenster, in dem noch sinnvoll gehandelt werden kann.

Wie schon erwähnt sind Utopien Fakten die unerfüllt sind aber sie geben Raum für neue Szenarien und Utopien, auch wenn diese erst vielleicht in 100 Jahren möglich sind.

Vorbeugende Küstenschutzmaßnahmen wie höhere Deiche, Bepflanzungen der noch vorhandenen Salzwiesen und anderes Hinterland, werden von Nöten sein.

Die natürliche Waldforstung und die Waldbewirtschaftung müssen sich den veränderlichen Bedingungen anpassen.

Für die Begrünung der Städte, die Waldbewirtschaftung und den Küstenschutz braucht es neue, andere Arten von Bäumen.

Nachfolgend hierfür Beispiele:

 

Utopie?

 Bepflanzte Häuser der Zukunft

 

                    

 Quelle: www.stefanoboeriarchitetti.net            Vincent Callebaut:Lilypad,

                                                                          A Floating Ecopolis.  heise.de         

Einige Beispiele für neue Baumarten, die im städtischen Bereich Einzug finden können, sind der Europäische Zürgelbaum, die Purpurerle, der gewöhnliche Judasbaum, die Kornelkirsche, der Amberbaum, die Hopfenbuche oder der Faulbaum.

Die Zerschneidung von Lebensräumen durch Autostraßen wurde bereits erwähnt, Grünbrücken für die Tiere sind schon wenige vorhanden.

Die Autobahnen könnten hunderte von Kilometer weit überdacht und so für Wald

und Felder genutzt werden, die vorher verloren gegangen sind.

Durch die Elektrifizierung der Autos werden sich die Abgaswerte so verringern,

dass sie nur ein geringes Problem in diesen Bereichen darstellen.

Wenn wir heute schon anfangen, diese Brücken bei Reparaturen, Neubauten

immer ein Stück mit zu bebauen ist das eine weise Entscheidung.

Wir sind bald in der Lage mit 3D - Verfahren und neuem Beton oder anderen Materialien transportable Segmente herzustellen, um sie aneinander zu reihen.

                           

 Foto: Horst Rudel wwf-jugend.de                                   Geneva 2005  Switzerland

                                                                                                       Vincent Callebaut                                                                                                                                                                             

Aber auch andere Baum - Konstruktionen müssen her, um den zunehmenden Überflutungen und die Vermischungen von Salz/Süßwasser standhalten zu können.

Möglichkeiten, um Baumarten im Sinne der kommenden Ansprüche zu verändern.

 Zum Beispiel:

Gentechnische Verbindungen von Eichen oder Buchen mit Auenbäumen oder Mangroven Bäume.

 

Mit Agrobacterium  tumefaciens.

Tumefaciens ist ein Modellorganismus und verfügt über die Fähigkeit, DNA in pflanzliche Zellen zu übertragen. Zum Beispiel, Meta Organismen, um diese mit anderen Organischen Verbindungen zusammen zu bringen und dadurch eine größere Widerstandskraft gegen das veränderte Umfeld aufzubauen.

Anpassungen und Veränderungen des Baumbestandes durch Züchtung oder Selektion.

Merkmale austauschen und gewünschte Merkmale übernehmen. Als Beispiel die Rosenzucht.

 

Mit Mykorrhiza Pilze an den Wurzeln.

 

Mykorrhiza – eine faszinierende Lebensgemeinschaft im Wald

 

 

 

 

Die Mykorrhiza ist ein Organ, in dem Stoffe zwischen Baum und Mykorrhiza Pilz  ausgetauscht werden.

 

Während der Baum das Photosynthese Produkt Zucker an den Pilz abgibt, erhält er von diesem im Gegenzug verschieden Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, die der Pilz mit den feinen Pilzfäden aus den kleinsten Bodenporen aufgenommen hat.

Pilz und Baum profitieren voneinander durch Austausch von Nährstoffen und Informationen.                                                                                   

                                                       

 

 

 

Verbindungen der Eigenschaften  von Mangroven mit europäischen Baumarten.

 

Aufgrund der extremen Bedingungen im Gezeitenbereich haben sich in Mangroven-Wäldern verhältnismäßig produktive Gemeinschaften hoch spezialisierter Lebewesen entwickelt. Hier teilen sich Meeres- und Landorganismen den gleichen Lebensraum. Während in den oberen Stockwerken der Baum- und Strauchschicht terrestrische Organismen leben, wohnen zwischen den Wurzeln echte Meeresbewohner.

Das Wurzelwerk der Mangrovenbäume und das sich zwischen den Wurzeln sammelnde Sediment sind Lebensraum und Kinderstube zahlreicher Organismen; Mangroven sind wichtige Laich- und Aufzucht gebiete für Fische, Krebse und Garnelen, von denen einige später Korallenriffe oder andere Ökosysteme der Küstengewässer bevölkern.

Neben Korallenriffen und den tropischen Regenwäldern zählen Mangroven zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Das dichte Wurzelwerk der Mangroven bietet einer großen Zahl von Organismen auf engem Raum eine hohe Zahl kleinster Habitate.

Ein weiterer bedeutender Aspekt ist, dass Mangroven Schutz gegen Küstenerosion bieten. Die zerstörerische Wirkung von Sturmflutwellen und Tsunami auf menschliche Siedlungen an der Küste kann durch davorliegende, intakte Mangrovenwälder reduziert werden.

Es ist ein nicht mehr aufzuhaltender Kreislauf der Zerstörung, der vom Menschen durch seinen Lebenswillen und der Gier nach immer mehr indiziert wurde und nicht mehr aufzuhalten ist.

Den für die Zukunft geforderten Umgang mit der Natur, vom Philosophen Ernst Bloch, der eine <Phase der Naturallianz, eine Partnerschaft von Menschen und Natur  forderte> sind wir sehr weit entfernt und werden es wohl auch durch die großen Bevölkerungs-Zuwächse nicht erreichen.

 

                                      

                      

An dieser Stelle werde ich mein Reise durch die interdisziplinäre, phänomenologische, Systembildung beenden. Der Versuch mich durch die sechs Tätigkeitsfelder von Herrn Walgenbach zu arbeiten hat mir sehr viel gegeben.

 

Vieles war mir bekannt sehr viel habe ich über Gespräche, Bücher und andere Medien erfahren. Ich freue mich, dass ich mich auf dieses Projekt eingelassen habe.

Mir ist bewusst geworden, dass zur Erkenntnis von einem ETWAS, hier der Wald, der Baum, die einfachsten, elementarsten bis zu den komplexesten Prozessen nötig sind.

 Es gibt so vieles was ich noch hätte schreiben können aber dieses sollte auch keine wissenschaftliche Arbeit werden.

Zu dem Wald und meine Lieblings Eichen/Bäume habe ich eine besondere Beziehung aufgebaut, ich freue mich, wenn ich gesunde Bäume sehe, ich werde traurig wenn ich sehe, dass sie leiden müssen, ich höre sie nicht singen aber klagen, und fühle mich schuldig.

                             Diese Erkenntnis macht mich traurig.

                                                                                       Kurt Niemann

 

 

 

 

 

 

                                               

 

 

 

Literatur Verzeichnis:

 

Auf dem Weg zur Weltformel. Davies, J. Gribbin, Verlag-dtv. ISBN 3-423-30506-1

Bäume verstehen. Peter Wohlleben. Pala Verlag.

ISBN 978-3-89566-299-7

Bildung, alles was man wissen muss. Dieter Schwanitz, Verlag: Eichborn, Frankfurt am Main. ISBN: 3-8218-0818-7

Das geheime Leben der Bäume, P. Wohlleben, Verlag Ludwig,

ISBN 978-3-453-28067-0

Das große Buch vom Holz. J Ertl. Verlag: nikol, ISBN 3-933203-69-4

Denkwerkzeuge nach der Natur, C. Mattheck, KS Druck GmbH, Kronau

ISBN 978-3-923704-73-6

Der große Entwurf, Stephen Hawking, Verlag Rowohlt ISBN 978-3-498-02991-3

Die Selbstorganisation des Universums, Verlag HanserISBN3-446-17037-5

Die letzte Stunde der Wahrheit, Armin Nassehi, Verlag Murmann, Hamburg

Die Botschaft der Baum-Frau (München, Goldmann Verlag 2002)

Die berechnete Welt,  Nora S. Stampfl, Verlag Heise, ISBN 978-3-944099-03-3

Die Zukunft ist Wild. D. Dixion /J. Adams, ISBN, 3-8025-1482-3

Die Identitätsfalle,  Amartya  Sen. Verlag: C.H. Beck. ISBN. 978-3-406-55812-2

Die Zeit. Verlag. Pipper München ISBN. 3-49221024-4

Holz. Das fünfte Element, Anselm Spring/ Maximilian Glas Verlag RM Buch und Medien-Vertrieb Buch Nr,:19098

Ich ist nicht Gehirn.  Markus Gabriel, Verlag Ullstein 

ISBN 978-3-550-08069-2  

Interdisziplinäre System-Bildung, Wilhelm Walgenbach, Verlag Peter Lang GmbH.

ISBN 3-631-35138-0

Lithografin, von Ernst Haeckel Verlag, Prestel

ISBN 97837913 4660-1

Naturrecht und Menschliche Würde, Ernst Bloch, Verlag: SuhrkampISBN 3-518-28155-0

Staub, Spiegel der Umwelt. A. Reller / J. Soentgen. Verlag: oekom,

ISBN 3-936581-60-6

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?  R. D. Precht. Verlag Goldmann

ISBN 978-3-442-31143-9

HOMO DEUS, Y. N. HarariC.H.Beck. ISBN 978 3 40670401 7

Eine kurze Geschichte der Menschheit Y. N. HarariC.H.Beck. pantheon-Verlag

                               

Bildquellen:

Monokultur (Bernd Ege free) pitopia.de

Seite 24: Prof. Dr. Claus Mattheck.

Seite 25: Lithografien  von Einzellern, Ernst Haeckel

Seite 32: Foto: HIAB, Virtual- Reality-articla detail-4bda0669-261012

Seite 32:  Von Hajotthu,   Fotos RIF e.V.        

Seite 32: KWF-fachpresseinfo_ro.doc                                                                                                                                                     

Seite 35: archiv.ethlife.ethz.ch

Seite 36: Ler mais br.noticias.yahoo.com                                  

Seite 36: Peking, welt.de

Seite 36: http://img.zeit.de/wirtschaft/2012-04/                   

Seite 36: Von Michael Miersch vertical-farming       

Seite 37: www.stefanoboeriarchitetti.net

Seite 37: Vincent Callebaut:Lilypad,  A Floating Ecopolis.  heise.de         

Seite 38: Foto: Horst Rudel wwf-jugend.de 

Seite 38: Geneva 2005  Switzerland  Vincent Callebaut                                                                                                                                                                             

                            

 

                                

 

                            

 

 

 

 

                     

                              Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen.

 

                   Der Wald, der Baum, die Eiche in meiner phänomenologischen 

                                                     Wahrnehmung.

 

             Der folgende Bericht ist als mein persönliches Logbuch zu verstehen.

 

Es zeigt die Wege und Themenbereiche auf, in denen ich mich bewegt und informiert habe.

Leitfaden dazu waren sechs unterschiedliche Handlungsfelder, die ich in ersten Schritten versucht habe zu verstehen. Sie dann, im Bezug zum Wald (Baum, Eiche) benutzte um mir im Spannungsfeld einer phänomenologischen Sichtweise die Produktion von Wissen über Wissen anzueignen.

 

Dieses Projekt hat mir den Blick und die Türen zu einem ganz persönlichen, subjektiven Wissen eröffnet, welche ich sonst in dieser Gesamtheit und Intensität nicht wahrgenommen hätte.

 

                                            

 

Einführung

 

Das wissenschaftliche Konzept >Interdisziplinäre System-Bildung<  ist von Herrn PD Dr. Walgenbach erarbeitet und als Buch und im Internet unter   www.systembildung.de und www.insyde.de veröffentlicht worden.

 

In dem Konzept wurden unter Anderen sechs Handlungsfelder entwickelt und untersucht mit dem Ziel sich neues Wissen anzueignen.

 

Unterschieden wurde zwischen folgenden Feldern:

 

1. INTUITIVE SYSTEME: Gestalten

 

2. KÜNSTLERISCHE SYSTEME. Formen

 

3. NATURWISSENSCHAFTLICHE SYSTEME: Strukturen

 

4. FORMAL – ABSTRAKTE SYSTEME: Texturen

 

5. TECHNOLOGISCHE SYSTEME: Artefakte

 

6. ÖKOLOGISCHE SYSTEME: Konkrete Utopien

 

Bevor ich auf die Handlungsfeldern eingehe der Versuch, meine Gedanken auf wesentliche Grundlagen, bezogen auf das Projekt, zu fokussieren.

 

So verstehe ich es so, dass die sechs verschiedenen  Handlungsfelder immer aufeinander bezogen sind.

Grundlegend ist dabei eine Entwicklungslogik die auf dem Spannungsverhältnis von Inhalt und Form aufbaut. Durch die Trennung von Inhalt und Form durch immer stärkere Konzentration auf das Formale, wird eine Ebene hoher Abstraktion erreicht, die einen Zugang zur Welt des Möglichen eröffnet. Zum Problem wird schließlich, wie man Wirklichkeit und Möglichkeit in konkrete Utopien miteinander in ein produktives Wechselspiel bringen kann. Das Wissen über die Verschiedenartigkeit von Inhalt und Formen kann bei Denkentwürfen zu einem wichtigen Mittel bewusster menschlicher Tätigkeit werden.

Eine Entwicklung wäre wie aus Etwas, etwas Neues entstehen könnte.

Gegenstand hierbei ist die Selbstreflexion im Wechselspiel von Materiellem und Ideellem.

Ausgehend von der Idee der >Selbsttätigkeit< als Konstitution und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit,  ist das Endziel die eigene Wissensgestaltung.

Dieser Ansatz soll mit seiner Komplexität und dem theoretischen Hintergrund in meinem Projekt benutzt werden, um Wissen über Wissen und über mich selbst zu erlangen.

Dieses wird im Zusammenhang mit meiner Subjektivität und heuristischen Mitteln in der Form von Selbsttätigkeit und Handeln erfolgen. 

Das Handeln und der Reiz liegen darin ein Objekt, das ETWAS, in eigener Initiative und Kreativität zu erforschen und die Vielfältigkeit, das Komplexe des ETWAS zu verstehen, sich dadurch beeinflussen zu lassen und mit neuen Ideen dann weiter zu entwickeln.

Hilfreich dafür ist, dass die Wissenschaft und die Wirtschaft im Zusammenhang mit neuen Technologien sich in der heutigen Zeit weit geöffnet haben. Die Nutzungen ihrer Ressourcen und Wissensgebiete schaffen so für alle Möglichkeiten für neue Selbstbildung und Bildungswege.

Jedoch der allgemeine Bildungsweg und der Bildungsbegriff sind sehr vieldeutig und können je nach subjektiver Identität, Region, Religion und der Zeit immer anders verstanden werden.

Bildung wurde zu jeder Zeit als Forschungsschwerpunkt bearbeitet und immer wieder neu erfunden und verändert. Je nach Forschungstand, politischer Willensbildung und wirtschaftlichen Interessen.

Die ständigen Veränderungen verhindert, dass subjektive Qualitäten sich entwickeln können.

Daher sind pragmatische andere Bildungsansätze, wie INSYDE, vernetztes Denken durch das Internet willkommen, die zeitgerecht den Einzelnen in seiner Identität und Wissensbildung unterstützen und fördern können.

Deswegen ist ein ganzheitlicher,  interdisziplinärer, phänomenologischer Ansatz der Ausgangsgedanke des Projekts.

Kreativität ist die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Subjektivität, die in Symbiose leben und ständig Wechselwirken.

Daraus folgt, dass durch die Wahrnehmung, dem Erlebten, Erlernten, Erfahrenen, dem subjektiven Wissen jeder die Dinge des Lebens anders beurteilt und dann zu anderen Ergebnissen kommt.

Die Ganzheitlichkeit, das Umfassende, das Einbeziehen aller Faktoren steht deshalb hier im Vordergrund, anders als das  wissenschaftliche Arbeiten, wo oft nur ein kleiner ausgewählter Teilaspekt gründlich  untersucht, erforscht und bewiesen  wird.

 

Die Handlungsfelder mit ihren mit Bedacht gewählten Schritten bieten einen die Möglichkeit, durch das Beschäftigen mit dem nicht völlig Unbekannten alle zugehörigen Faktoren und Aspekten als ein umfassendes Wissenspaket aufzubereiten, so dass neues Wissen entstehen kann.   

                                          

In dem Bildungsprojekt von Herrn Wagenbach wird eine Wirbelstraße als Untersuchungsobjekt eingesetzt. Sie kann als eine Miniaturwelt gesehen werden die exemplarisch für bestimmte Bereiche, in ihrer ganzen Komplexität repräsentativ ist.

                          

Der Mensch erweitert seine Möglichkeiten und entwickelt technische Hilfsmittel,

die uns in Abhängigkeit des Bildungstandes Einblicke in unbekannte Welten gewähren und neue Wissensgebiete eröffnen.

Diese Einblicke können wir nutzen, um in einer evolutionären, mutierenden Entwicklung aus den erhaltenen Erkenntnissen Dinge neu zu entdecken, sie benennen, bewerten und verändern.

 

Der hier vertretene phänomenologische Ansatz bedeutet, dass  ein Objekt erst

als eine Einheit, als  ein Ganzes erfasst wird, um dann in weiteren Schritten

in die Details zu gehen und diese unabhängig aber bezogen auf einander zu bearbeiten.

Die einzelnen Tätigkeitsfelder sind als eine Leitlinie zu verstehen die immer zu etwas Neuem führen sollte und es so zu einer Weiterentwicklung und höherer Komplexität führt.

 

 

                                                                             

 

 

 

             

             Um ETWAS als ETWAS wahrzunehmen braucht es ETWAS.

 

Als ETWAS habe ich den Wald und die Bäume gewählt.

Die Eiche im speziellen, um sie als eine Miniarturwelt, einen eigenen gesamten Kosmos, als System, zu erfassen und zu erleben.

Um diese Miniaturwelt annähernd wahrzunehmen und zu erkennen, benutzt der Mensch Analogieschlüsse: Er macht sich über Sinnes-Wahrnehmungen ein Bild von der Welt als Modell und interpretiert es dann.

Kognitive Prozesse des Erkennens und Problemlösens, die auf Konzepte einer Systemtheorie Bezug nehmen, werden oft unter dem Begriff Systemdenken zusammengefasst.

 

Die Systemtheorie ist eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, in der grundlegende Aspekte und Prinzipien von Systemen zur Beschreibung und Erklärung unter-schiedlich komplexer Phänomene herangezogen werden, unter Einbeziehung von vielfältigen evolutionären Bildungs- und Forschungsgebieten. Die Systemtheorie verfolgt das Ziel, der Zersplitterung des Wissens entgegenzuwirken.

Das hier vertretene Systemdenken ist grundlegend für die Erkenntnis, dass Systeme nicht einfach gegeben sind, sondern von Menschen in einem Spannungsfeld von Determination und Konstruktion gemacht werden.

Verhältnis Subjekt / Objekt. (Ich und die Welt)

Alle Menschen sind Systemkonstrukteure und jeder versucht zu bestimmen, was

für ihn das Größte, das Kleinste und das Beste sein kann.

Für jeden Menschen ist das System das er konstruiert sein Leben, sein Ich, seine 

 

                                                              Identität.

 

                     

Nachfolgend will ich versuchen einige der hier benutzten Begriffe für mich einzuordnen.

Natürlich in sehr vereinfachter Form da eine wissenschaftliche Systembeschreibung vielfältiger und umfassender ist und sein muss.

 

Das System von dem ich ausgehe besteht aus vier Komponenten.    

 

                                                     

 

Was ist ein Objekt, ein Subjekt und Raum/Zeit?

 

Welche Wechselwirkungs-Prozesse im System, bezogen auf die Naturgesetze, den Baum und die Menschen beinhalten diese 4 Begriffe?

 

Objekt, Subjekt, Raum/Zeit = Zusammen gefasst kann es als ein allumfassendes System betrachtet werden.

 

 

 

 

Das Objekt:

 

                   Der Gegenstand, auf dem sich das Handeln bezieht.

 

Der Begriff Objekt (Latein: obiectum, das Entgegengeworfene) Objekt wird oft als Synonym für Gegenstand verwendet.

In diesem Sinne gilt „Objekt“ mit „Eigenschaft“ und „Ereignis“ als grundlegende ontologische Kategorie, die zusammen alles Existierende, alle Entitäten, umfassen soll.

 

Das Subjekt:

 

Ich, das denkende, handelnde Wesen, von meiner eigenen Person ausgehend, ein seitig und voreingenommen?

 

Eine subjektive Betrachtungsweise ist die individuelle Betrachtung, da man persönliche Gefühle und Erfahrungen in die Betrachtung einfließen lässt.

Eine objektive Betrachtungsweise  ist die objektive Betrachtung, d.h. so neutral und wertfrei wie möglich. Eine absolute Objektivität ist jedoch unmöglich, da sich Objekte (Dinge, Kant) nur durch die individuellen Erscheinungen definiert lässen.

 

Seit dem Dualismus Descartes wurde das Objekt  dem Subjekt gegenübergestellt (Subjekt-Objekt-Spaltung).                                                                                                                        

Die von Descartes beschriebene Subjekt/Objekt-Spaltung beinhaltet ein statisches Verhältnis zwischen Objekt und Subjekt. Aber ein Subjekt mag im ontologischen Sinne durchaus auch als Objekt gelten. (Verwischungen.)

 

Aus diesem Grunde wird in vielen Bereichen heute eine Fuzzi-Logik (Und / Oder) angewendet, um verwischende, unbestimmte, unscharfe Grenzen zu erfassen und mit einzubeziehen.

Mit dem heutigen Wissen und den digitalen Möglichkeiten kommen wir mit dem Begriffen der Kausalität 

                          Ursache/Wirkung = Wechselwirkung

alleine  nicht mehr weiter. Deswegen wird heute von einem neuzeitlichen Dynamischen - Dialektischen- Verhältnis ausgegangen.

Im symbolischen Interaktionismus wird die Bedeutung von Objekten im symbolisch vermittelten Handlungsprozess hervorgebracht. Ähnlich versucht die Philosophie die Handlungstheorie im Handeln beginnen zu lassen, um dadurch die Opposition des Objekts im Vorwege zu vermeiden.

 

Eine Subjekt-Objekt-Philosophie wurde durch Nietzsche und Marx repräsentiert.

Die Subjekte werden von den von ihnen selbst geschaffenen Objekt-Produkten bestimmt. Dies wird in unserem Sprachgebrauch als Sachzwang bezeichnet.

Die Sachen zwingen die Menschen zu einem bestimmten Verhalten.

 

Der entscheidende Unterschied zum Dualismus ist, dass das Subjekt als das Aktive definiert ist, während das Objekt passiv in der Wahrnehmung  ist.

Das aktive Wahrnehmende, also die Sinne des Menschen, ist unabdingbarer Bestandteil seines Daseins.

 

Raum/Zeit:

 

Seit der Epoche der vorsokratischen Philosophen, deren Gedanken über die Zeit uns nur in dunklen Sätzen überliefert sind, bis zu den modernen Bemühungen, Zeit wissenschaftstheoretisch präzise zu fassen, hat wohl jede Generation sich mit dem Problem der Zeit und der Vergänglichkeit denkend und erfahrend auseinandergesetzt.

Zwischen Deutungen der Zeit als einem nur subjektiven Phänomen und der Annahme einer objektiven, von der Physik vorgegebenen Zeit, hat sich die Mannigfaltigkeit der Zeitinterpretation verschiedener philosophischer Schulen und unterschiedlicher Spezialwissenschaften entfaltet.

 

Zitat:

Das menschliche Gehirn ist der Ort im Weltall, wo sich subjektive und objektive Zeit treffen.

Die Gehirnfunktionen ermöglichen es in der Zeit, über die Zeit zu reflektieren. 

Zeit als subjektives Phänomen und auch Zeit als gerichtete oder ungerichtete Eigenschaften unserer physikalischen oder biologischen Umwelt sie sind letztlich nicht voneinander zu trennen.

                                                              Otto-Joachim Grüsser , Die Zeit, Pipper

 

Wir erleben nicht die Zeit, die vergeht von der Wahrnehmung eines Sinnes -signals bis zum Gehirn, nicht die Arbeit des Unterbewusstseins.

Wir denken, dass wir alles sofort erleben. Das Gehirn sammelt Erfahrungen, und jede Erfahrung hinterlässt  einen Abdruck im Gehirn und damit Erinnerungen, die immer mit Gefühlen markiert sind, je stärker das Gefühl ist, je stärker die Erinnerung.

Als Menschen können wir also nie die Realität an sich, sondern nur unsere subjektive Wahrnehmung der Realität kennen.

Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit.

Damit definieren wir das Ich und das Wissen, um sich mit Anderen austauschen zu können. Da die Prozesse unbewusst ablaufen aber wir Menschen die Welt auf ähnliche Weise interpretieren bilden wir so über die Semiotik, die Sprache und die Symbolik unsere Identitäten.

 

Rudolf Steiner äußert sich so:

Es gibt eben keine andere Möglichkeit, als im Menschen aufzusuchen, das Wesen desjenigen, was uns äußerlich in seinen Erscheinungen entgegentritt.                        

                                                                                                            Rudolf Steiner

Nach Kant können wir nur Erscheinungen aber keine Dinge an sich erkennen, weil jedem die Dinge anders erscheinen und er sie anders wahrnimmt.

 

Das Visuelle, also das Sehen von Bildern sind physikalische Prozesse.

Sie geben Bilddaten von Erscheinungen an das Gehirn in Form von elektrischen Impulsen weiter.

Dort werden sie abstrakt zu Ab- oder zu Einbildungen, je nach dem, in welchem Kontext sie verarbeitet und gespeichert werden. Wie erwähnt bleibt ein Bild immer subjektiv, dieses wird mit Bedeutung, mit Emotionen, mit Eindrücken, aber auch mit körperlichen und sinnlichen Begebenheiten aufgenommen.

Aus diesem Kontext ergibt sich, dass Bilder immer Ganzheitliches wieder geben,

sie repräsentieren ganze Gedanken-Systeme.

                          Unser Gehirn bestimmt, wie uns die Welt erscheint.

Der Bildungsbereich benötigt interdisziplinäre, vernetzte Lösungen um diese sich ganzheitlich bildenden Systeme zu begreifen und positiv zu verarbeiten. Gerade in dieser neuen Postfaktischen Zeit mit den globalen Systemen, in dem es heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht, und die nicht nur Nutzen bringen, sondern auch Unklarheit, Ungleichheiten und Kriege.

Welche Veränderungen finden in unseren Wahrnehmungen durch die Überflutung, mit durch Menschen und Maschinen gemachten Informationen und nicht realen, sondern konstruierten Welten statt.

Durch Big Data-Computer und der transhumanen künstlichen Intelligenz (KI) wird gezeigt, dass in ihnen keine Narrative mehr herrschen, im Sinne großer sinnstiftender, analoger Erzählungen. Wie auch konkrete Gründe, Wünsche, Ziele und Konventionen.

Stattdessen geht es um funktionale Optimierung seelenloser Algorithmen die ausschließlich in den Bereichen der Ökonomie liegen.

Werden sie uns neben den Erfordernissen und Beschwerlichkeiten des Alltags auch die Sinnstiftung abnehmen?

Wie verändern sich die Lebens und  Lernbedingungen der nachfolgenden Generationen? 

 

Tätigkeitstheorie

 

Für die Tätigkeitstheorie ist der Gegenstand der Tätigkeit konstitutiv (festsetzend, bestimmend). Zu ihm setzt sich der Mensch, das Subjekt, über seine Tätigkeit (Handeln) in Beziehung, um ihn, den Gegenstand, sich anzueignen und zu erforschen.

Es findet also ständig eine Wechselwirkung in dem System zwischen Subjekt und dem Objekt statt.

Ursache und Wirkung ist interpretierbar als zirkuläre Kausalität, die kann zeitlich so schnell ablaufen, dass Ursache und Wirkung nicht mehr zu unterscheiden sind oder genauer ein simultaner Prozess abläuft.

Die zirkuläre Kausalität liegt dann in der Mitte eines Spannungsfelds, dessen einer Pol die Kausalität (Ursache und Wirkung) und dessen anderer Pol die Wechselwirkung ist. Wechselwirkung kann dabei auch selber als Ursache der Entstehung und Entwicklung auf der Grundlage von Wechselwirkung begriffen werden.

                Wechselwirkung ist dann Ursache von Wechselwirkung

 

Die Buddhisten sprechen hier von Tao, es bedeutet, dass die Welt, von der wir ein Teil sind, kein unabhängiges Wesen sein kann.

Das Allumfassende ist im Fluss, ein Strom von Zuständen. Alle Dinge hängen von den anderen Dingen ab, nichts existiert für sich und losgelöst von dem Anderen.

   Die Dinge existieren nie aus sich heraus, sondern immer durch

                            Wechselbeziehungen (Kausalität).

       (Dalai Lama, die Kraft des Buddhismus und der Zustand der Welt)

 

 

                                         

 

                        

 Hermeneutik:

 

Erfahrungen, Erklären, Auslegen, Übersetzen.

 

 Sie ist eine Theorie über die Auslegung von Werken und über das Verstehen. Beim Verstehen verwendet der Mensch Symbole. Er ist in eine Welt von Zeichen und in einer Gemeinschaft eingebunden, die gemeinsame Sprachen benutzen. Nicht nur in Texte, sondern in allen menschlichen Schöpfungen ist Sinn eingegangen, diesen Sinn herauszulesen ist eine hermeneutische Aufgabe.

 

Hier wird es so verstanden, dass ein Ding (Kant), hier der Baum, erst zu einem Baum wird, wenn ein Mensch ihn als Erscheinung mit seinen Sinnen erwählt und ihm einen Sinn und Namen gibt. Und ihn in seiner Gesamtheit als Gestalt, als Inhalt und Form und seinen Eigenheiten zu verstehen sucht.

Dieses Wissen sollte dazu führen, seinen Lebensraum und seine Bedeutung für den Menschen zu erkennen und zu würdigen.

Mit dem daraus erwachsenden Wissen ergibt sich einer der größten Herausforderung und Fragen für die Menschheit:

Wie kommen wir zu einem ökologischen Wandel?

Denn so wie wir mit dem empfindsamen System Natur umgehen, zerstören und dezimieren wir uns selber, ebenso die Tier und Pflanzenwelt sowie die Atmosphäre mit ihren lebenswichtigen Funktionen.

Im Umgang mit der Natur sah der Philosoph Ernst Bloch drei historische aufeinander folgende Möglichkeiten:

 

- In der Phase des Naturzwangs dominierten die Naturgewalten.

- In der heutigen Phase der Naturbeherrschung, dominiert der Mensch mit Hilfe der

  Wissenschaft und Technik über die Natur, er zerstört sie aber zunehmend.

- In Zukunft muss eine Phase der Naturallianz, eine Partnerschaft von Menschen

  und  Natur  angestrebt werden.

 

In Anlehnung an Nietzsche, der zu dem Subjekt- /Objekt-Beziehungen sagt, die Subjekte werden von den von ihnen selbst geschaffenen Objekt-Produkten bestimmt. Er spricht von entstehenden Sachzwängen, die dann die Menschen zu bestimmten Verhalten zwingen.

Der Mensch handelt um die Natur wie ein Ding auf einem Basar, so dass wir uns noch in der zweiten, von Bloch angedeuteten Phase befinden

Die dritte Phase wird ein Wunschtraum bleiben, da Lobbyisten und machthungrige Menschen sich einer Naturallianz aus Habgier widersetzen.                               

Über die Zusammenhänge von Natur, Wald, Baum, Mensch wird viel berichtet und ist bekannt. Mit dem Thema will ich nachfolgend versuchen über den Weg der sechs von Herrn Walgenbach entwickelten Handlungsfeldern die Komplexität und die Möglichkeiten der Wissensbildung für mich zu erfassen und dabei die neuen Anforderungen der Postmodernen mit einzubeziehen.

                                              

                                          

 

1.Hermeneutisches Handlungsfeld

     INTUITIVE SYSTEME: Gestalten, erwählen und sie in ihren Eigenheiten zu
     verstehen suchen.

 

Wesentlich im Zusammenhang mit empirischen Methoden ist die Hermeneutik für eine Hypothesenbildung.

Ein Problem muss erst gesehen, erkannt und verstanden werden, der Sinn und die Bedeutung einer Situation muss erfasst werden. Die Ganzheit und die Teile stehen damit zueinander in einem Verhältnis. Sie bedingen sich gegenseitig, es erklärt das Zustandekommen höheren Verstehens aus dem elementaren Verstehen.

Zum Beispiel: Ein Elementares – Objekt wählen, dass als eine Miniaturwelt Urphänomene in sich vereinigt und so beispielhaft für viele Systeme oder Prozesse gültig ist. Dann erfolgen Interpretationen mit bestimmten Fragestellungen, aus bestimmten Betrachtungsperspektiven und mit Vorverständnis für die zu interpretierenden Objekte. Zum Beispiel:

Eine Gestalt erwählen, (Elementar Objekt, der Baum) und ihn in seinen Eigenheiten und Wesen zu verstehen suchen.

                                                                          

Ein Baum kann ein Urphänomen für Wachstum sein und z. B. ein Denken anregen in >Zustand< bzw.> Teilen< (etwa: junger Baum, alter Baum, gesunder Baum, Wurzel) und >Prozess< bzw. Gesamtsystem (etwa: Wachstum, Vergehen, Entfaltung)

Die ganze Gestalt des Baumes vergegenständlicht Wachstum in bestimmten Phasen und regt ein Denken in Prozess/Zustand an.

Das sich daraus ergebene Wissen beeinflusst im starken Maße auch die Identität des Menschen und führt diesen zu neuen Sichtweisen.

 

Daraus könnte sich auch eine sinnvolle, eine ganzheitliche, phänomenologische Sicht auf den Baum ergeben.

 

Den Baum in seinem Wesen wahrnehmen und ihm Sinn geben, ihn anerkennen als lebendiges Wesen, das mit uns lebt und von dem wir abhängig sind.

 

 

 

 

 

 

Der Baum.

 

So viele Gestalten mit ihren Seelen

Ach es sind so viele, welche soll ich erwählen?

Wie kann ich ohne ihre Eigenheiten sie verstehen,

Muss ich sie hermeneutisch sehen?

Sie zu entdecken sind meine Ziele,

aber ach, ach es gibt so viele.

                                                                                             Marlis Niemann

 

 

                              

                          

Erlebtes:

Sie lebt was sie lehrt, Julia Butterfly Hill.

Julia Butterfly lebte ohne Unterbrechung während 738 Tagen auf einem Baum.

In ihrem Buch: Die Botschaft der Baum-Frau (München, Goldmann Verlag 2002)

Vom Moment an, schilderte Julia, als sie in ganz tiefer Weise das Wesen, die Heiligkeit und die majestätische Kraft jenes Baumes erfuhr, und sich selber als Eins mit seinem göttlichen Wesen erkannte, konnte sie den Baum nicht mehr verlassen, ohne dass sie sich selbst aufgegeben hätte.                                        Zitat

 

Solche Empfindungen und Gefühle können nicht wissenschaftlich bewiesen werden.

Es lässt sich wohl nur aus der kosmologischen, feinstofflichen Forschung und einer anthroposophischen Sichtweise erklären. Jedoch werden diese Empfindungen und Einstellung heute ganz bewusst eingesetzt und herbeigeführt um gestressten und psychisch kranken Menschen zu helfen.

Alte Bäume sind erlebbar und nicht zuletzt ranken sich um sie seit jeher Geschichten und Mythen.

Sie können eben mehr als nur Traum oder Schattenspender sein. Wir sind abhängig von den vielfältigen Aufgaben, die der Baum leise im Hintergrund für uns leistet.

 

Das System Umwelt ist abhängig von allen kosmischen  Naturgesetzen die wir kennen oder nicht kennen.                                                                                                                                     

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 

 

 

 

 

Folgende Grafik entwickelte sich aus diesen Gedankengänge.

 

                

            

 

         Der Baum der Erkenntnis, dieses besondere System, beinhaltet:

 

Das Universum, als das alles umfassende System

Die Wurzeln des Baumes sind mit dem Universum verbunden. (Raum/Zeit)

Der Baumstamm und der Mensch symbolisieren das Objekt und das Subjekt

Die Blätter, gleich der Handlungsfelder, symbolisieren die Erkenntnis, den Weg zum umfassenden neuen Wissen.

Die Früchte beinhalten die Samen für das Werdende, das Wissen, das Unwissende und das Ergänzende, man kann sie als Wurzel für die Neugeburt des alten Systems betrachten.

 

Weil alle einen gemeinsamen Kreislauf und Ursprung haben, sind jeder und jedes eine Miniaturwelt, in dem sich das ganze Universum wieder spiegelt.

 

Systeme entstehen aus Kristallisationskerne, zum Beispiel aus Staubkernen.

Im 17. und 18. Jahrhundert führten Mikroskop Versuche zu ersten größeren Erkennungen und Begeisterungen für das Winzige, den Staub.

 

Und niemand hat es so emphatisch wie Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) besungen. Alles ist belebt, so lehrt Leibniz in seiner Monadologie, jedes noch

so kleine Materieteilchen sind ein Garten voller Pflanzen und ein Teich voller

Fische.  An Johann Bernoulli (1667-1748) schrieb Leibniz, er sei überzeugt,

dass noch im kleinsten Stäubchen Welten enthalten seien, die der unseren

an Schönheit und Vielfalt nicht nachstehen.

 

Letztendlich wird alles, was wir auf dieser Erde sehen und tun können, von denselben Gesetzen gesteuert die den Haushalt der astronomischen Energiequellen regeln und das sind die                             

                                                  Naturgesetze

 

Aus der Singularität, dem Urknall, (Eine idealisierte Modellvorstellung) entwickelten sich in der Anfangsphase aus einer präsolaren Wolke interstellare Materie und daraus unter Anderem, zwei Systeme mit unterschiedlichen Strukturen.

 

     1. Dissipative Strukturen

 

           Es sind selbstorganisierende und selbsterneuernde, meistens

            chem. Reaktionssysteme. (Kristalle etc.)

 

     2. Autopoiesen Strukturen

 

Es sind sich selbstproduzierende und selbsterneuernde Systeme.

Menschen, Tiere und die Pflanzenwelt, also biologische und gesellschaftliche Systeme. Sie evolvieren und erneuern sich ständig in der gleichen Prozessstruktur und bewahren so ihren ganzheitlichen Charakter

Die autopoietischen Strukturen ergiben sich aus dem Zusammenwirken vieler Prozesse.

 

Diese Prozesse sind kosmologische, megaphysikalische Systeme und bilden die Gesetze die wie bereits gesagt den astronomischen Haushalt regeln.

In Abhängigkeit dieser Regeln sind aus den verschiedensten bekannten und unbekannten Faktoren die Systeme und damit Strukturen und evolutionäre, mutierende Prozesse entstanden.

Es liegt in der Natur eines Systems, dass es nicht durch die Summe von Einzeleigenschaften beschrieben werden kann.

Es lassen sich aber wichtige Unterscheidungen treffen indem besondere Aspekte des Gesamtsystems isoliert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.

 

Neueres Systemdenken integriert die Summe des gesamten früheren und heutigen Wissens, (T. Wolze spricht hier von einem Metawissen) dass auch alle Theorien, der Vergangenheit, der Jetztzeit und der Zukunft sowie die Menschen mit ihrem sich ständig veränderten Bewusstsein einbezieht.

 

Hinsichtlich einer Umweltbeziehungen des Menschen bezeichnet man ein System als offen, wenn es mit seiner Umwelt Austausch pflegt, wobei neben Materie und Energie vor allem Informationsaustausch in Frage kommen.

                                                Erich Jantsch. Die Selbstorganisation des Universums

 

 

Ein System, das aus Phänomenen und Prozessen besteht fordert ein interdisziplinäres, interkulturelles offenes Systemdenken.

                          

                                  

                                            

 

 

2. Phänomenologisches  Handlungsfeld:

 

         KÜNSTLERISCHE SYSTEME: Formen

         Formen von Gestalten, sie entdecken und als Mittel für die Bildung von

         Ordnungen nutzen.

 

Teilaspekte zur Phänomenologie des Baumes

 

Das Subjekt gibt dem Objekt „den Baum“ Bedeutung, um ihn in seinem Wesen

und seinen Eigenheiten als System zu verstehen.

Die Bedeutungen werden in Sprache formuliert, in Schriften oder Bildern festgehalten, die sich beim Menschen im Laufe der Evolution entwickelt haben.

                               

Die Bedeutungen und den Umgang geben wir an unsere Kinder weiter, so dass sie die Möglichkeiten haben, ins besondere wenn sie unpädagogisiert draußen spielen dürfen, eine emotionale Beziehung zur Natur entwickeln können. Solche emotionalen Beziehungen sind die Basis und die Erfahrungen auf die sich das Leben aufbaut.

Es entwickeln sich so automatisch Werte und Verständnis für Zusammenhänge

von früher und heute. Diese Art von Beziehungen wird so zu einem Motor für Kreativität und Weitsicht

 

Bäume spielten zu allen Zeiten eine sehr große Rolle im Leben der Menschen,          

kein Wunder, dass die mächtigen Wesen verehrt wurden. Die heiligen Haine der Germanen waren gleichsam Kathedralen aus lebenden Stämmen, zwischen denen religiöse und andere Rituale, abgehalten wurden.  Die Menschen glaubten an die Macht der Bäume, selbst in der heutigen Zeit haben sie  die Form des Baumes (Den Binärbaum) in mathematische Modelle umgewandelt.

 

                                           

 

Zu allen Zeiten ist und war der Baum unser wichtigster Partner, lieferte er doch (neben den Nahrungsmitteln) die wichtigsten Rohstoffe. Wir hätten kein wärmendes Feuer, kein schützendes Zelt, keine Sicherheit, keine Luft zum Atmen, ohne Bäume wäre der Mensch  nicht Lebensfähig.      

In der heutigen Wahrnehmung der Menschen ist er einfach da, entfremdet und ohne Seele, er begleitet uns und wir benutzen ihn als eine Sache.

Der Baum wird selten als etwas Schönes, Ganzes, als Einheit von Inhalt und Form, als eine mit Leben erfüllte Gestalt oder als Wesen wahrgenommen.

Jeder Mensch nimmt den Baum in Abhängigkeit vom Alter und seiner Emotionalität anders wahr.

 

                                            

                                                     

 

                   Künstler: Bastian Wohlan                                        Künstlerin: Ruth Kranz

 

 

 

Einige spezifische Eigenheiten des Objektes.

 

                              

                Blüten             Gerbknolle          Eichel                 Zellen

 

                                                                                                               

 

 

            

     Die Bäume bestimmen unser Leben und das Überleben, wir bestimmen aber

     wie sie zu Leben und zu Wachsen haben, zerstören ihr und letztendlich 

     auch unser Überleben damit. 

 

 

 

 

 

Bäume sind rätselhafte Wesen.

Sie stehen in unseren Parks und Gärten, stumm weil wir ihre Sprache nicht verstehen.

Jeder Baum könnte viele Geschichten und Erlebtes erzählen, wenn wir uns nur auf seine Ganzheitlichkeit von Inhalt und Form einstellen würden.

Um sich dieser Ganzheitlichkeit zu erschließen braucht es für uns Anlässe, Begebenheiten um im Sinne von Selbsttätigkeit, mit Hilfe von interpretierbaren Beispielen sich selber Zugänge zu den Objekten (Bäume) zu eröffnen.

Fragen wie, hat ein Baum Gefühle oder empfindet er Schmerzen, stellen wir nicht wir setzen uns darüber hinweg.

 

 

              

 

 

Wehrlose Bäume?

 

Nein, ganz wehrlos sind sie nicht, denn sie können nachwachsende Biomassen umverteilen, indem sie Druckholz, mit viel Lignin oder Zug Holz mit Cellulose Fasern erzeugen. Das begünstigt, dass sie Verletzte Stellen oder ihr Gewicht verlagern können. Z. B.: Einen dicken Ast über einen Weg zur Sonne neigen oder von einer Hauswand weg wachsen oder sich den Bodenformationen anpassen. Bäume sind sehr flexibel und robust, wir bekommen es selten mit, weil diese Prozesse sehr langsam vonstattengehen.

 

 

 

 

 

 

Bäume können, wenn man so will, kommunizieren, indem sie über chemische Stoffe,

 

Bäume können, wenn man so will kommunizieren, indem sie über chemische Stoffe,

Gase (Methan) durch die Luft den anderen Bäumen etwas mitteilen, z.B.: Dass Gefahr durch Käfer, Raupen besteht.

Peter Wohlleben beschreibt in seinem Buch, das die Bäume, um sich gegenseitig auszutauschen, das Wurzelwerk benutzen.

Zitat: Bei Buchen wurde festgestellt, dass Pilze möglicherweise die Wurzeln aller Exemplare eines Waldes miteinander verwoben sind.

Und genau wie Milliarden von Zellen einen Organismus namens Mensch ergeben, so kann der Wissenschaft zufolge bei einem Buchenwald von einem Superorganismus gesprochen werden, bei dem alle Bäume für das Ganze arbeiten.

 

 

 

Mit dem zeitlichen Ablauf des Entstehens und Vergehens fließt der Ursprung mit in das Entstehende und Vergehende und beleuchtet es. Dort wo Bewegung herrscht, geht die Sichtweise über die Grenzen der Dinge hinaus. Eine fixierte Form wandelt sich in immer neuen Erscheinungen und neuen Formen. In den Bewegungen offenbart das Bewegte seine tiefen Geheimnisse und Metamorphosen.

 

                        Jedem Gewordenen geht ein Werden voraus.

 

Das Gewordene, die Gestalt des Baumes als sichtbares lebendiges Wesen, wurde mit dem äußeren Erscheinungsbild bisher erfasst.

Um das Werden und mehr vom Wesen des Baumes zu erfahren, bedarf es Bewegung und andere Wege. Dieses bedeutet, dass der Gegenstand

(Der Baum) als die Einheit von Inhalt und Form so bearbeitet wird, dass

jetzt nur über die Formen weitere Details erfassbar und sichtbar werden.

                             

    

 

                     

2. Phänomenologisches  Handlungsfeld:

 

         KÜNSTLERISCHE SYSTEME: Formen

         Formen von Gestalten, sie entdecken und als Mittel für die Bildung von

         Ordnungen nutzen.

 

 

 

 

 

 

                                                                              

 

 

 

 

                         

   

                                      

 

 

 

 

 

Phänomenologie

 

Der Begriff Phänomenologie wurde von Edmund Husserl geprägt und beschreibt jene Dinge, die uns als Phänomene gegeben sind.

 

                       "Ich bin, alles Nicht-Ich ist bloß Phänomen"

 

Damit der wahre Wesensgehalt einer Sache erkannt werden kann, wird eine Reduktion vorgenommen um einen neutralen Blick auf die phänomenologischen Dinge zu bekommen.

 

Die Natur in ihrer Wirklichkeit kann von den Menschen nur als Abbildung der Wirklichkeit erfasst und bearbeitet werden.

Das Gebiet, welches ein Künstler als Eigentum bearbeitet, ist die Einbildungskraft. Wie sammeln, sortieren, versuchen, Begriffe zu definieren, um die Wirklichkeit zu erfassen und um sie anderen zu beschreiben und verständlich zu machen.

Daher ist es die Kunst und ihre Fertigkeit die Einbildungskraft zu aktivieren und in verständlichen Formen und Gesetzmäßigkeiten zu fassen und dadurch der Natur eine Anschaulichkeit zugeben.

Die künstlerischen Formen unserer Kultur haben eine lange Geschichte, die allgemeinen Merkmale sind, dass sie zum Teil aus einfachen Mitteln bestehen, ihnen aber eine tiefgründige Bedeutung innewohnt. Die moderne Kultur aus Kunst und Wissenschaft ist von den Menschen aus prähistorischen vergangenen Zeiten aufgebaut und hinterlassen worden.

Antrieb für die Menschen ist seit jeher die Kreativität, die ständig auf Vorhandenes aufbaut und systematisch über die Zeiten das Gehirn geformt und angereichert hat, mit ergänzenden Methoden und Kultivierung. Sie fördert eigene Weisheiten lehrt moralische Grundsätze und bringt letztlich auch seelischen Frieden und Entspannung.

Unter künstlerischer Forschung wird eine Wissensproduktion verstanden, in der sowohl die Möglichkeiten neuer ästhetischer Wissensformen sowie deren gesellschaftliche Funktion und Wirksamkeit thematisiert werden. Auch die ästhetischen Bedingungen des Denkens finden ihre Berücksichtigung in Wissensbildungsprozesse von Kunst und wissenschaftlicher Forschung.

Die Kunst zielt auf ein Wissen ab, dass mit künstlerischen Strategien, anderen Formen, Präsentationsweisen und Rezeptionsstrukturen, anders als die Wissenschaften, neue Evidenzen produziert und sich in einer ganz spezifischen Weise auf die Lebenswelt und die Gesellschaft auswirken können.

Trotz der unterschiedlichen Methoden sind Kunst und Wissenschaft untrennbar durch die Denkprozesse verbunden.

 

 

 

 

 

Ist die Welt eine Illusion?

 

Ja wir sehen buchstäblich, was wir glauben.

 

10% der optischen Wahrnehmung des Auges wird mit einer Zeitverzögerung von

ca. 140 m Sek. Verarbeitet, der Rest kommt aus anderen Teilen des Gehirns von anderen Sinnesorganen, vorhandenen Emotionen und Erlebten.

Wir betrachten also die Welt durch reduzierte Bilder der Vergangenheit und erzeugen daraus unsere eigenen Wirklichkeiten.

Das Auge als physikalische Einheit kann nicht lügen, es gibt die gesehenen Formen als elektrische Impulse an das Gehirn weiter.

Die aufgenommenen Daten von Wirklichkeiten werden im Gehirn abstrakt zu Ab - Bildungen oder zu Ein – Bildungen des Originals, je nachdem in welchem Kontext sie verarbeitet werden.

Die äußere Form und innere Struktur eines Baumes kann nur indirekt abgebildet werden, weil er oft einfach zu groß ist und rein schauen geht auch nicht.

Als Möglichkeit kommt das Fotografieren oder das Malen in Betracht.

Bei kleineren Teilen bieten sich andere Verfahren an, wie zum Beispiel durch pressen oder stempeln.

 

     

 

             Malen                                   Fotografieren                                  Stempeln

                                                                           

Die Form gibt dem Gegenstand ein einmaliges, individuelles, markantes Zeichen und gibt dem Gehirn dadurch neue Impulse und Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Formen.

Daher versuchen Künstler immer neue Formen zu gestalten um Denkprozesse und Anregungen für sich selber und andere zu suchen, siehe Picasso, Hundertwasser, Moore, Beuys und viele Andere.

Menschen können allerdings keine Formen erfinden, dass hat die Natur schon für sie getan. Sie hat durch den Urknall Gesetzmäßigkeiten vorgegeben, die unsere Welt beherrschen. Was auch entsteht, es unterliegt diesen Naturgesetzen und braucht immer einen Kristallisationskern, einen Anfang, je nachdem in welchem Kontext es stattfindet, entwickeln sich unsere Elemente, Strukturen und Formen.

Bei der Entstehung des Sonnensystems, aus einer präsolaren Wolke, verdichteten sich aus verschiedenen Gründen größere Objekte so entstanden große Kombinations-Möglichen von Formen, die von den Menschen nie alle wahrnehmbar sein werden.

 

Streng genommen kommt die Kunst also aus dem Universum, da die Formen und Objekte dort gebildet wurden. Sie werden durch Emotionen und Sinne und des Menschen in den Fokus genommen gestaltet und verändert.

 

Wir, die sehenden Menschen, müssen diese Formen in irgend einem Zusammen-hang bewusst oder unbewusst wahrgenommen und gelernt haben, um sie, wie auch die Künstler, mit ihnen neu zu gestalten und sie zu benutzen.

Blinde, die nie eine Form gesehen haben, können sie auch nicht beschreiben.

Unsere Augen sind ein Wunderwerk der Natur.

Der Seh-Sinn liefert uns rund 80 Prozent aller Informationen aus der Umwelt, die wir im Gehirn verarbeiten. Wir können etwa 150 Farbtöne aus dem Spektrum vom sichtbaren Licht unterscheiden und zu einer halben Million Farbempfindungen kombinieren. Wie wichtig die Augen für unser Leben sind, können vermutlich nur diejenigen wirklich begreifen, denen das Augenlicht fehlt.

 

Jede visuelle Wahrnehmung wird vom Gehirn mit Emotionen überlagert und in bestimmten Hirnregionen abgespeichert.

Sie können dann dort, in welchem Kontext auch immer, aktiviert werden.

 

Emotional nehmen wir also die verschiedensten Formen war oder konstruieren sie, auch solche, die abschrecken und Angst erzeugen. Einige Menschen haben so- genannte Phobien, hier sind die Ängste und Fantasien so groß, dass sie zu Krankheiten führen können, wie zum Beispiel durch Spinnen und Schlangen.

 

Auch Licht und Schattenspiele entwickeln Formengebilde, die Fantasien anregen, so dass unser Gehirn uns sehr unterschiedliche täuschende Erscheinungen sehen lässt, die gar nicht so existieren.

 

                  

                  

 

             Baum-Monster                     Der Monster-Baum                  

           

 

Mit zunehmenden Technisierungsmöglichkeiten werden wir tiefer in den Makro- oder Mikro-Kosmos sehen können und immer neue Formen entdecken.

 

Betrachten wir einen Bleistiftpunkt unter einem Elektronenmikroskop, so sehen

wir ganze Landschaften von Strukturen und Formen vom Punkt und vom Papier.

Blicken wir in den Himmel sehen wir einzelne Sterne als Lichtpunkte.

Die Menschen früher haben mit ihren Fantasien diese Punkte durch Linien verbunden und so Orientierungsmerkmale am Himmel geschaffen und dadurch ihre Beweglichkeit deutlich erhöht. Man kann von der Vorstellung ausgehen, dass Formen grundsätzlich ein Mittel der Verständigung und der Identitätsfindung sind.

 

Was wir sehen und wahrnehmen ist immer immateriell, indirekt, verfälscht durch unsere Sinne oder technische Geräte, und doch nehmen wir diese Bilder als unsere Wirklichkeit war.

 

So sehen wir die Eichen, ihre mächtigen Formen die große Schatten werfen.

Sie ziehen bestimmte Tiere und Pflanzen an, die dann mit ihnen in Symbiose leben.

Wir sehen dieses alles nicht, wir wissen es aus Erfahrungen.

Treten Störungen der Flüssigkeitsförderung im Stamm auf, so könnte die Richtung der Kapillarröhren und damit das Wachstum verändern werden. Kleine Widerstände im Holz, ein abgestorbener Ast, ein Nagel, durch Wind, Wasseradern, Magnetfelder oder andere schädliche Bedingungen wirken sich auf das Gefüge des Baumes aus.

 

                         

 

 

Wenn die Bedingungen stimmen und Ordnung herrscht im Wachstum des Baumes kann er gerade nach oben wachsen und eine runde, optimale Form des Stammes anstreben. Durch starke äußere Einflüsse kann es zu Wachstumsstörungen für den Baum kommen so das chaotische Formgestaltungen möglich sind.

 

                                                                  

                               Ordnung                                               Chaos      

 

Der Baum windet sich dann in einem Spannungsfeld zwischen den Begriffspaaren Ordnung und Chaos und Bestimmen und Bestimmt werden.

 

Beim Erstellen einer Holzskulptur bewegt sich auch ein Bildhauer in diesem Spannungsfeld von Bestimmen und Bestimmt werden, denn jedes Holz hat seine Eigenheiten, die berücksichtig werden müssen

Die Maserung und die Farben schmeicheln durch die vielfältigen warmen Töne und Formen die Seele und geben einem ein ruhiges behagliches Gefühl.

 

 

                              

 

 

Der Baum vermittelt einem ein tiefes Gefühl von natürlicher Geborgenheit

und Sicherheit.

Der Wald, so wie wir ihn wahrnehmen ist, für den Menschen ein Ort der Erholung. In dem System Wald findet aber ein ständiger Überlebenskampf statt.

Physikalische, chemische Eigenschaften und gewachsene Urformen sichern auch dem Baum sein Überleben. Wer nicht funktioniert, wer im Wettbewerb nicht bestehen kann, wird zumindest überschattet, verdrängt oder fristet ein kümmerliches Dasein.

In der Natur gibt es keine Gnade!

Kein Wunder also, dass die Überlebenden der Evolution, was ihre Belastbarkeit

Angeht, sowohl Form- als auch Werkstoff- optimiert sind.

 

Optimierung der Formen bei einseitiger Belastung des Baumes (Aktion = Gegenaktion) z.B. die Wetterseite oder eine Hauswand.

Der Stamm bildete dann oft einen ovalen Querschnitt oder Wülste aus, sogenanntes Reaktionsholz, um die Stabilität im Stamm zu gewährleisten.

An der stark belasteten Seite wachsen die Jahresringe schneller um Holz aufzubauen, um dem einseitigen Druck und Kerbspannungen entgegen zu wirken.

                    

                                               

 

 

Optimierung in der Architektur:

Antoni Gaudí, bedeutendster Architekt in Barcelona.

Gaudí war bekannt für seinen eigenwilligen Stil von runden, organisch wirkenden Formen. Er errichtete seine Bauwerke in der Formsprache des Modernisme, eine katalanischen Spielart des Jugendstils.

Das Prinzip basiert auf einer auf den Kopf gestellten Kettenlinie (Katenoide), die für die Turmbauten als Rotationskatenoid ausgeführt sind. Für die Konstruktion der tragenden Strukturen in den Gewölben verwendete Gaudí das Prinzip der Hängemodelle die einem hyperbolischen Paraboloid ähneln.

                                 

Der Baum verwendet die Form um an ihn wirkende Kräfte  aufzufangen.                                                                                                       Die Vielfalt und die Anwendungen der universellen Holzformen lassen sich kaum beschreiben. Trotzdem hier einige Beispiele und Fotos der Nutzungs- und Formungs- Möglichkeiten.

Betrachtet man die innere und äußere Formengestaltung der Bäume wird man für den Baum spezifische Ur oder Grund-Formen als Ordnungsprinzip entdecken.

 

1) Die Kreisform:                              Die Jahresringe vom Stamm.

2) Die Linie:                                      Die Kapillarröhren die nach oben führen.

3) Die Bögen:                                   Die Vergabelungen vom Stamm und Ästen.

4) Die Grundform aller Baumarten:  Wurzel, Stamm, Krone.

                                       

 

Das System Baum kann so als Einheit von Gestalt, von Form, von Strukturen und Leben erfasst werden.

 

Unter den Bäumen im Wald, in Blockhütten aus natürlich belassenen Stämmen oder auch in modernen aus Holz gestalteten Räumen bekommt man noch ein Gefühl für die Eigenheiten, für die Kraft, die Größe, die Schönheit und die Lebendigkeit dieses wunderbaren Werkes der Natur.

Durch stärkere Konzentration auf eine nicht sichtbare Ebene wird eine höhere Abstraktion erreicht, die einem den Zugang zur Welt des Inneren eröffnet.

 

                         

 

                    Mit den ersten Bäumen die gefällt werden, beginnt die Kultur.

                        Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden endet sie.

 

 

3. Empirisch-analytisches: Handlungsfeld

 

            NATURWISSENSCHAFTLICHE SYSTEME: Strukturen

 

            Auflösung von Gestalten in grundlegende Elemente und Bestimmung von

           Strukturen durch Erforschen ihrer Beziehungen.

 

 

               Hermeneutisch, phänomenologisch aufgelöst habe ich

               Gestalt und Form. Gefunden eine Ordnungsnorm.

               Um Beziehungen der Gestalt und Form zu benennen,

               muss ich Elemente und Teilchen erkennen.

              Empirisch, analytisch erforschen, auf diesem Weg muss ich mich begeben,

              um so zu erkennen, wie Strukturen sich ergeben.

 

                                                                                           Marlis Niemann

Ein empirisch-analytische Ansatz

 

Was bedeutet "empirisch-analytisch"?

Empirisch heißt "erfahrungsmäßig", also auf Erfahrung, Beobachtung, Experiment und Anwendung usw. basierend.

Analytisch" heißt zunächst einmal "in seine Bestandteile auflösend" der zu unter-suchende Gegenstand wird in seine Bestandteile zerlegt und deren Beziehungen untereinander werden theoretisch rekonstruiert, wobei die Mathematik als Hilfs-

mittel dient.

 

Erfahrungsmäßig:

Erfahrungen durch Selektion in der Natur. Sie in ihre Bestandteile erfassen und

 Ur - oder Grundformen vom Baum erkennen.

 

                                    

 

   Kreise/Ringe                   Winkel                    Parallele Linien         Ur-Baum

 

Grundformen zeichnerisch Dargestellt.

 

                                                    

 

 

Technische Anwendungen.

                                                                                                                                                                                                                

                                         

 

            Rohre                  Regenrinnen             Schaufelstiel                 Hocker

 

 

Analytische Sicht auf die Grundformen.

 

Einige Kräfte,  die auf die Grundformen des Baumes wirken können.

 

                   

 

 

 

 

Mögliche Kraft-Einwirkungen.

 

                                                   

 

                                                                 

Um die Kräfte, die an den Bäumen wirken, den Menschen zugänglich zu machen, kommt die Mathematik ins Spiel. Sie ist der Weg um die Grundformen zu erfassen und zu berechnen.

 

 

  Erkenntnisse       Orientierungen         Berechnung                      Anwendung

    Kerbkräfte          Bruchstelle                     Ausrundung der Bruchstelle

 

 

 

                                                                                                      Lehrsatz von Phytagoras

                                                                                                                   

 

Durch das Ausrunden werden die Bauteile deutlich widerstandsfähiger und langlebiger. Ist der Kurvenverlauf der Kerbe über die Methode der Dreiecke gefunden und ausgerundet, erhält man eine eindeutig  stabilere Struktur, als man durch das Einsetzen eines ingenieurtechnischen Halbkreisradius erreichen würde.

Stabile Strukturen entstehen in Laubbäumen durch Zellgewebe, Faserzellen, nadelförmige Zellen, sie bestimmen viele der physikalischen Eigenschaften des Laubholzes.

Röhrenartige Zellen sind für den Wassertransport von den Wurzeln bis in die Baumkronen verantwortlich. Parenchym Zellen, kleine kastenförmige Zellen, sie sind für die Speicherung von Nähr- und Bildungsstoffen zuständig.

Lässt man von mehreren Menschen die gleiche Zelle malen, würde jede anders aussehen. Es ist so, weil jeder Mensch es mit seinen eigenen Möglichkeiten, Fantasien, Abbildern und Bildern darstellen würde, die nicht der Wirklichkeit entsprechen. Da wir sie nicht mit unseren eigenen Augen sehen können, sehen wir sie durch technische Hilfsmittel und sehen verfälschte Abbilder der Wirklichkeit.  

Zum Beispiel die Lithografien von Einzellern, sind in einer Linie gesehen Abbilder durch die Mikroskope, Abbilder =>durch die Augen, => Abbilder durch die Hand gezeichnet. Schön bunt angemalt, groß und augenfällig dargestellt sehen wir etwas und sagen, so könnte eine Zelle aussehen. Eine Zelle in ihrer wirklichen Existenz und Körperlichkeit hat aber noch keiner gesehen.

 

                                          

                

                           Lithografien  von Einzellern, Ernst Haeckel                                                                                                                                                        

 

 

4. Systemtheoretisches Handlungsfeld.

        FORMAL-ABSTRAKTE SYSTEME: Texturen

      Logische Konstruktion von immateriellen syntaktischen Systemen.

 

Frei kombinierbare Elemente, abstrakte Punktmengen.

Es wird angenommen, dass das Universum durch eine gewaltige Explosion, dem Urknall, vor ca.18 Milliarden Jahren geschaffen wurde und Zeit, Raum und Energie entwickelten sich. In den ersten Mikrosekunden bestand das Universum aus einem brodelnden Brei fundamentaler Teilchen wie Quarks und Gluonen.

Es entstand ein so genanntes Quark – Gluon – Plasma, das so hoch verdichtet

und heiß war, dass die Gesetze der Physik zu dem Zeitpunkt versagten.

Aus dem Nichts heraus tauchten Teilchen und Antiteilchen auf.

Sie stießen gleich wieder zusammen und vernichteten sich gegenseitig.

Aber ein kleiner Teil der dabei entstandenen Materie überlebte.

Jedes einzelne Teilchen repräsentierte sich erst einmal nur sich selbst, sie

wurden aber im weiteren Verlauf durch Selbstorganisation und Selbstähnlichkeit

zum Kristallisationskern, zur Triebfeder und Entwicklung von etwas Neuem.

 

Durch Ausdehnung und örtlich unterschiedlicher Abkühlung bildeten sich erste Protonen, Neutronen und Elektronen. Aus dem sich dann durch Fusion der Kern eines Atoms generierte, nämlich Wasserstoff (H). Durch die Bildung und Fusionen weiterer Atome führte dieses zu den ersten Elementen.

Zum Beispiel die Fusion zweier Wasserstoffatome zu einem Helium (He) Element.

Die ersten Elemente entstanden durch eine Vielzahl von Zusammenstößen, Anhaftungen, Bindungskräfte, Variationen und Temperaturbedingungen sowie anderen Naturgesetzen, so konnten sich erste kleinste Strukturen generieren.

Bis 2015 waren uns 113 Elemente bekannt, ab 2016 sind es 118, wobei die 5 neuen Elemente, die künstlich erzeugt wurden, dazu kamen. 

Diese Elemente mit hoher Ordnungszahl sind radioaktiv und zerfallen oft mit einer Halbwertzeit von wenigen Millisekunden, wodurch es schwer ist, ihre Existenz zu beweisen.

 

Auch heute beobachten die Astronomen präsolare Wolken, also interstellare Sternenentstehungsprozesse im Universum.

Es sind in erster Linie Gase und Partikel (Atmosphärische Aerosolpartikel), welche die Voraussetzungen schaffen, dass aus diesem kosmischen Gas ein

Materie-Kreislauf in Gange gesetzt wird.

Die Partikel haben je nach Herkunft aus dem Universum unterschiedliche Zusammensetzungen und Eigenschaften, einen Schwarm vergleichbar, von dem in jedem Augenblick feine Teilchen wegfliegen oder dazu kommen können.

Trotz der Anfangswinzigkeit und dem chaotischen Verhalten können diese Partikel erste Strukturen und daraus höchst verlässliche Mega Systeme schaffen, die außerordentlich komplexe Funktionen erfüllen.

Zum Beispiel die lebendige Welt, die durch Zellteilungen entstanden ist.

 

Albert Einstein sagte in einem Interview, dass einer, der das Geschehen in einem Wassertropfen vollständig wissenschaftlich beherrscht, im selben Moment auch die allgemeinsten Gesetze des Universums erkannt habe.

 

Entstehung der Pflanzen, Baum - Zellen

Es existieren inzwischen zum Ablauf der chemischen Evolution verschiedene Hypothesen. Sie werden hauptsächlich durch Experimente gestützt, die auf Annahmen über die damalige chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre,  der Hydrosphäre und der Lithosphäre sowie klimatische Bedingungen beruhen.

Die Experimente reichen momentan nicht aus zur Formulierung einer Theorie, die erklären kann, wie das Leben entstand. So konnte zwar bereits die chemische Entstehung komplexer Moleküle beobachtet werden, die für biologische Abläufe notwendig sind, jedoch noch keine Bildung eines lebenden Systems. Sicher zu sein scheint, dass sich nur eine Form von Leben, nämlich die auf Nukleinsäure RNA und DNA beruhende, durchgesetzt hat (falls es je mehrere verschiedene gegeben haben sollte). Wesentliche Indizien für diese Theorie sind die Gleichheit der Bausteine der wesentlichsten lebenstypischen Makromoleküle. Es sind fünf Nukleotide, als Bausteine der Nukleinsäuren und die 20 Aminosäuren als Bausteine der Proteine. 

Ausgehend von den Hypothesen zur chemischen Evolution sollten diese verschiedenen Aspekte sie erklären:

Die abiogene Entstehung der Biomoleküle, das heißt, ihre Entwicklung aus nicht lebenden beziehungsweise nicht organischen Vorläufern. (Kosmochemie)

 

Die Entstehung sich selbst replizierender und variierender chemischer Informations-Systeme, das heißt die Entstehung der Zelle.

 

Die Entstehung der gegenseitigen Abhängigkeit von Funktion  (Enzyme) und Information (RNA, DNA).

Die Umweltbedingungen der Erde vor 4,5 bis 3,5 Milliarden Jahren (oder möglicherweise derzeit existierender vergleichbarer Himmelskörper wie Epoplaneten, Monde und Planemos.

Unsere Biomasse – kosmochemisch analysiert

Kosmochemiker gehen davon aus, dass zunächst bei der Entstehung des Sonnen-systems auf der Erde und allen anderen sonnennahen Planeten wegen der relativ hohen Temperaturen und den Effekten des Sonnenwindes nur wenige oder keine leichten Elemente, inklusive Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff übrig geblieben sind. All diese Elemente, die heute den Hauptanteil an der Biosphäre ausmachen, wären nach dieser Theorie erst nach geraumer Zeit durch Kometeneinschläge aus den äußeren Bereichen des Sonnensystems angeliefert worden, nachdem sich die Protoplaneten etwas abgekühlt hatten.                                        

Die Elementaranalyse dieser Moleküle führt zu der Frage, welche anorganischen Verbindungen zu ihrer Entstehung notwendig waren. Diese mussten in der reduzierenden Uratmosphäre der Erde vorhanden sein – in der Verteilung und unter den Reaktionsbedingungen, die chemisch das Entstehen erster Lebewesen ermöglichten.

Um die Evolution zu erforschen, brauchte es schon früh grundlegende Prinzipien,

um zu verstehen und zu lernen. Wegen der großen Komplexität und um mit anderen darüber kommunizieren zu können, benutzte man jede Form von Symbolik.

Sehr früh erkannten die Menschen, dass die Mathematik ein geeignetes Mittel ist, um komplexe Gebilde zu beschreiben.

 

              Das Buch der Natur ist in Mathematik geschrieben.

Alles ist Zahl – das Universum ist Algebra und Geometrie: Der Kosmos ist die Selbstverwirklichung eines mathematischen Bauplanes „Intelligent Design“. Denn sie ist exakt mathematisch angelegt, so dass wir sie zutreffend  beschreiben und erfassen können und dadurch Erklärungen vorfinden und sie anwenden können. Das behauptete schon der antike griechische Mathematiker und Philosoph Pythagoras und der italienische Astronom Galileo Galilei.

Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, ist das Hauptwerk von Isaac Newton. 1686 erstmals als Manuskript der Royal Society vorgelegt.

Grundlagen und Erkenntnisse für die mathematischen Prinzipien der Natur-philosophie sind in der heutigen Zeit die Algorithmen und Iterationsgleichungen. Mit dem Computer werden Zahlenreihen und Punktmengen generiert, die durch Veränderungen und Variationen von Parameterwerten mit geometrischen Generatoren komplexe Systeme entstehen lassen. (Kochkurve, Drachenkurve, fraktale Pflanzen, Tiere und Landschaften)

Die Mathematik ermöglicht es logische Konstruktion von immateriellen, syntaktischen Systemen herzustellen, so dass wir sie erleben, untersuchen und beeinflussen können.

Wir benutzen Rechenoperationen, die elektrische Impulse so steuern, dass wir zum Beispiel auf einem Bildschirm, mit einer bestimmten Auflösung Pixel, Lichtpunkte sehen und jeden einzelnen Punkt, die Zeit, die Farbe, den Ort und die Größe zu-ordnen können. Pixel sind frei kombinierbare abstrakte Punkte/Punktmengen, Elemente. Erst mal bedeutungslos, immateriell, abstrakt, denen wir erst einen Sinn, eine Bedeutung geben müssen.

Weltweit spielen Millionen Menschen Online-Rollenspiele wie „Anno“ oder „World     of Warcraft“ und schaffen sich so eine zweite immatrielle Identität, ein Second Life. Sie erleben dann eine von Algorithmen erzeugte virtuelle Welt.

Die auf dem heutigen Markt erhältlichen Virtual-Reality-Brillen läuten die nächste Generation von abstrakten, digitalen Wahrnehmungen ein.

Der Philosoph Emanuel Kant hat schon in einem seiner Hauptwerke >>Die Kritik   der reinen Vernunft<< mit einer seiner Hauptthesen darauf hin gewiesen, dass wir Menschen nur Erscheinungen aber nicht die Dinge an sich erkennen können, (transzendentalen  Idealismus) so dass wir diese Erscheinungen steuern und manipulieren können. Bisher erscheinen jedem die Dinge anders und er nimmt sie auch anders war.

Dieses kann sich ändern wenn ein neuer Mythos, eine neue erfundene Weltordnung und neue Glaubensfragen sich entwickeln.  Ein auf Informationen beruhendes gesteuertes Zeitalter und ein neuer digitaler, vernetzter, gleichförmiger Zeitgeist entstehen lässt, eine Ära des Dataismus.

Was kann im Kopf eines Betrachters passieren, wenn er in eine virtuelle Realität eintaucht in der er immer nur virtuelle Dinge sehen kann?

Im nicht idealen Fall entsteht das Gefühl des Präsenzseins in der virtuellen Welt, d. h. die Illusion vollständig in die virtuelle Welt eingetaucht zu sein und dabei die reale Welt um sich zu vergessen. Die virtuelle Umgebung schafft es, dass diese Illusionen nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv messbar werden. Kann. In Angst oder stressigen Situationen werden erhöhte, veränderte Herzraten und die Hautleitfähigkeit über schwitzende Hände messbar.

Diese Illusionen sind Erscheinungen aber nicht die Dinge an sich und bringen somit große noch nicht überschaubare Veränderungen und Risiken in der Gesellschaft mit sich.

                                          

       Eiche …real…………………Brille……….…… virtuelle ....Eichen

Die dargestellte fraktale Eiche ist natürlich nicht mit denen in der Natur vorkommenden Eichen identisch, aber sie repräsentieren in bestimmter Weise ihre Repräsentanten.

Fraktal ist ein vom Mathematiker Benoît Mandelbrot 1975 geprägter Begriff, der bestimmte natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster bezeichnet. Fraktale sind ein heuristisches Werkzeug, dass Denken in neue Bahnen lenken kann.                                                                                                                                          Im Gegensatz zu Algorithmen garantiert heuristisches Wissen keine optimalen      oder realisierbaren Lösungsansätze. Wichtig dabei ist nicht ausschließlich deren Informationsgehalt, sondern das ihnen innewohnende Potenzial für die Weiterentwicklung des Erkenntnisstandes.

Es setzt eine hohe technische und berufliche Spezialisierung voraus, um mit Algorithmen, Iterationsgleichungen usw. zu arbeiten.

Durch variierende Veränderungen von Parameterwerten, digitale Welten so zu generieren, dass mit geometrischen Generatoren komplexe Systeme abgebildet werden können, helfen uns Zusammenhänge besser zu verstehen und sie effizienter zu nutzen, im Guten und im Bösen.

 

 

5. Systemtechnologisches Handlungsfeld.

 

    TECHNOLOGISCHE SYSTEME: ARTEFAKTE

 

Design >semantischer Systeme< zwischen Materialität und Utopien als virtuelle Realitäten (VR).

 

                                       

 

Die digitalen, virtuellen Realitäten stellen die heutigen Gesellschaften der

Welt vor zukünftigen komplexen nicht überschaubaren Veränderungen.

 

Auf der einen Seite werden die Aussichten auf ein paradiesisches Zeitalter aufgezeigt, in dem uns smarte Maschinen das Leben in jeder Hinsicht

angenehmer gestalten und wir sie als Partner betrachten können.

Andererseits warnen apokalyptische Visionen davor, das superintelligente

Maschinen sich selbständig machen, die Herrschaft übernehmen und wir

bestenfalls noch ein Sklavendasein fristen würden.

Beides kann man als eine Utopie, als eine Textsorte begreifen, die erzählerische wünschenswerte Welten aufbauen und wieder zusammenstürzen lassen kann.

Die Frage stellt sich zu Recht, ob zukünftig die Gefahr besteht, dass sich Intelligenz vom Bewusstsein trennt, dass uns diese außerordentlichen intelligenten Algorithmen (KI) steuern und so in unser bewusstes Sein eingreifen und verändern können?

Ein Ungleichgewicht würde ein neuartiges, ein techno - soziales Problem für die Zukunft produzieren.

                Müssen wir ein anderes Basiswissen entwickeln?

 

Die anstehenden Probleme sind wohl nur mit einem Paradigmenwechsel, mit

einem Umdenken im Bildungssystem auf ein vernetztes, phänomenologisches  Denken zu lösen. Die Finnen stellen bereits ihr Schulsystem auf die neue Zukunft um.

 

In der Philosophie findet der Begriff des Postmodernen Wissen Anwendung.

Die Postmoderne ist keine neue Epoche, sondern das Redigieren einiger Charakterzüge, die die Moderne für sich in Anspruch genommen hat, vor allem

aber ihre Anmaßungen, die ganze Menschheit durch die Wissenschaft und

Technik zu emanzipieren.

Das Postmoderne beinhaltet einerseits ein sogenanntes szientifisches wissenschaftlich, fundiertes Wissen, andererseits ein narratives Wissen,

ein Erzählungswissen.

Es handelt sich beim narrativen um artikulierbares und notwendigerweise

artikuliertes Wissen.

 

Diese narrativen Erzählungen vermitteln seit je her die pragmatischen Normen

und Regeln der Gesellschaft, die jedem sein soziales Werden und seine Position

in der Welt vermitteln.

 

Gibt es einen Weg für beide Positionen?

 

Wir dürfen die auf uns zukommende Digitalisierungswelle nicht als von Gott, als Dogma gegeben hinnehmen sondern wir müssen ein Techno - soziales Gleichgewicht aufbauen in dem beide Positionen wieder integriert sind und den gleichen Stellenwert bekommen.

 

Es ist wie bei den Eichen wir können Inhalt und Form getrennt untersuchen aber die Sichtweisen sind einseitig, es ist nicht die phänomenologische, ganzheitliche Eiche die wir so wahrnehmen.

 

Können uns virtuelle Realitäten im Leben Vorteile bringen?

 

Technologisches und systemtechnisches Wissen bilden die Grundlage für kompetente Analysen und Bewertungen. Ohne semantische Netzwerke, die soziale Intelligenz und künstliche Intelligenz miteinander verknüpft und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie moderner Simulationstechnik sind komplexe Problemstellungen oft nicht lösbar.

VR Simulationen liefern Informationen, die mit herkömmlichen Planungs- und Entwicklungsmethoden oft nicht zu gewinnen sind. Informationen und Kommunikation sind die Grundvoraussetzungen für vernetztes Denken und sind auch ein Schlüssel um notwendige Utopien zu entwickeln.

 

Utopie ist „Denken nach Vorn“ Ernst Bloch, 1885-1977

Aber auch als die Kritik dessen, was ist, und die Darstellung dessen, was sein soll“ (Max Horkheimer).

Inwieweit Utopien jedoch als „Konkrete Utopien“ (Ernst Bloch) ausgestaltet werden können, ist fraglich.

 

                                     

 

Ein Design von semantischen Netzen und die Eigenschaften sind die übersichtliche und verständliche Darstellung eines Problembereichs, sowie eine versuchte Modularität (Bausteine) der Wissensdarstellung.

Mit der Zusammenführung von semantischen Netzen und phänomenologischen virtuellen Realitäten kommen wir zu neue, noch nicht überschaubare Anwendungen und Risiken.

Hier kann unser perfektes, kompetentes Bildinterpretationssystem hilfreich sein, es ist die visuelle Wahrnehmung, sie ist leistungsfähig, konzeptionell und ästhetisch.

 

VR erfüllt einen Jahrhunderte alten Menschheitstraum. Er transportiert optisch den Benutzer an beliebige reale und nicht reale Orte. Es kann sich hier um unmögliche generierte Fantasiewelten handeln.

Die automatische Interpretation von außen liegenden Fernerkundungsdaten, ich muss nicht mehr vor Ort sein, ist nun der Versuch, vergleichbare Kompetenzen unter Verwendung eines digitalen Systems nachzubilden. VR ist so etwas wie eine Traumerfüllungsmaschine .Der Mensch kann mit VR quasi ein Avantar generieren, der statt seiner in der virtuellen Welt die Dinge tun kann die ihn, der Avantar, über den Computer diktiert wurden.

 

Für virtuelle Reality finden wir schon überall Beispiel, so auch in der Forstwirtschaft.

Die Anwendungen eines digitalen dargestellten Waldes hat im Bereich der biologischen Produktion und Verwertung Einzug gefunden. Die Methoden reichen von forstlichen Informationssystemen, die einen detaillierten aber gleichzeitig intuitiven Zugang z. B. zu Waldinventurdaten ermöglichen und bis zur Bestandsinventur und fundiertem zukünftigen Waldwachstumssimulationen reichen.

Hierzu modelliert der virtuelle Wald reale Waldbestände als virtuelles Ökosystem, das dann als Orientierungsgrundlage für Planung und Information, nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft dienen kann.

Das virtuelle Ökosystem umfasst unter anderem die Topografie, den Boden, die Wege, die Bebauung, die Bestockung und reicht bis zur Einzelbaumdatenbank des virtuellen Waldes, Jeder Baum hat so seine eigene digitale Visitenkarte in Form von Geokoordinaten, Baumart, Höhe und Kronendurchmesser. Es wird zu einem integrierten, effizienten Großraumwaldinformationssystem. Dieses basiert auf einem intensiven bidirektionalen Datenaustausch zwischen den Verfahren der biologischen und technischen Produktion. So werden die Daten der biologischen Produktion für die technische Produktion nutzbar gemacht. Und führt schlechthin auch zu Monokulturen.

Die im Rahmen der biologischen Produktion erhobenen Daten bilden die Grundlage für die Anwendungen im Rahmen der technischen Produktion.

                                 

                                                                                  Foto: HIAB

Basierend auf diesen Daten können jetzt manuell oder aus der Ferne virtuell Bäume von einem Harvester gefällt werden. Hierbei wird der Harvester-Fahrer durch einen Einzelbaumnavigator und Infrarotstrahlen unterstützt. Sensoren am Harvester erfassen die reale Baumposition, daraus ergibt sich dass dieser Baum gegebenenfalls gefällt und nach einer Anfrage an ein GPS-System automatisch seinem Besitzer gutgeschrieben werden kann.

 

Ein Harvester, ist eine Wald-Arbeitsmaschine, die von einem Menschen manuell geführt wird.

Der Harvester fällt in einem Arbeitsgang Bäume, entfernt die Zweige, entrindet und zersägt sie auf eine bestimme Länge.

Das Transportieren (Rücken) erfolgt durch einen Forwarder, der seinen Reifendruck, Computer gesteuert, stets den aktuellen Bodenverhältnissen für ein möglichst schonendes Befahren des Waldbodens anpasst.

 

 

                           

      Von Hajotthu,   Fotos RIF e.V.         „KWF-fachpresseinfo_ro.doc“

Wir befinden uns in einer Übergangsphase in der technische Produktionen in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und Bereitstellung notwendig sind. Über zukünftige Möglichkeiten wird nachgedacht. Zum Beispiel  die Wälder so zu gestalten, das die Baumsorten, Baumabstände, Wege und der Abtransport alleine von visuell gesteuerten Maschinen und anderen digitalen Systemen durchgeführt werden können. (Palmöl Plantagen) Hierzu werden riesige Flächen als Monokulturen benötigt und eine bestimmte Art von Arbeitsplätzen wird es nicht mehr geben. Flora und Fauna werden sich in dem Umfeld dieser Gebiete total verändern.     

                                         Monokultur                                                         

   Ob es Fluch oder Segen für die Menschheit sein wird muss sich zeigen.

Die pragmatischen Normen und Regeln der Gesellschaft sollten sich ändern.

Dahin gehend, dass durch den Verzicht von ständigem Wachstum und die Entwicklung neuer Steuerungsstrategien, die sich nicht gegen die Gesellschaft und Umwelt richten dürfen, müsste sich ein anderes Bewusstsein und Maßstäbe bilden.

So können wir vielleicht die wachsenden Depressionen und Ängsten der Gesellschaft entgegen wirken, um so eine bessere Chancengleichheit für alles Leben auf diesen Planeten herzustellen, auch wenn dieses wie eine Utopie klingen mag.

 

  6.  Systempraxeologisches  Handlungsfeld.

 

        ÖKOLOGISCHE SYSTEME: Konkrete UTOPIEN

       Design von pragmatischen Systemen in Form von Szenarien bis zu konkreten       

       Utopien.

Als Entwurf sind Utopien Fakten, die unerfüllt sind, sie sind kritisch gegen das tatsächlich Bestehende und deuten im Gegenentwurf andere Möglichkeiten an,

die im Bestehenden noch verborgen sind.

Es sind Vorschläge für gesellschaftliche, technische Möglichkeiten für einen Ort,

der Raum für ein anderes Leben gibt, in Form von Szenarien bis hin zu konkreten Utopien.

Utopische Lebens- und Gesellschaftsentwürfe die heute von unterschiedlichen Gruppen und Medien artikuliert werden, selbst wenn sie spielerisch anmuten,

sind handlungsorientiert und realitätsbezogen.

Zum Beispiel befinden wir uns in einer Übergangsphase, in der technische Produktionen in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und Bereitstellung notwendig sind. Sind sie notwendig?

In den Gesellschaften haben sich Ängste durch bedrohliche Szenarien herausgebildet, bedingt durch die von uns selbst geschaffenen Gesellschaftsformen und Objekt-Produktionen.

Folgen sind der steigende Wasserspiegel der Weltmeere, das Ozonloch, das Ausbreiten der Wüsten, rigoroses Abholzen der Wälder, die Kriege und nicht zu vergessen, die Energieerzeugung und der Umgang damit. Wir gehen also von einer ängstlichen, negativen Utopie aus in der Hoffnung, dass wir durch positive Utopien eine andere bessere Gesellschaft schaffen können. 

                       

 

 

 

Der Weg vom Sein zum ethisch begründeten Sollen wird sichtbar und somit gangbar, wenn Unzufriedenheit mit dem Sein herrscht.

Das unzureichende Sein treibt zum Sollen, die Unzufriedenheit erzeugt die Alternative eines besseren Seins. Der Ruf nach Sein ist ein utopischer Ruf.

Das Ziel der Utopie steht kategorisch in Ernst Blochs Aussage und das ist

 

                                                  Das Prinzip Hoffnung

 

In diesem Sinne bewirkt Blochs ‘Prinzip Hoffnung‘ eine stets neue kritische Würdigung der bestehenden Verhältnisse, des je gewonnenen Seins, mittels

des unentwegt überholenden Traums einer besseren Welt.

Ein verbindliches Endziel kann als Zustand nicht formuliert werden, da es

seinem utopischen Prinzip widerspricht.

Um negativen Utopien, des Seins, zu erfassen, sie als ein ganzes System zu Sehen, können wir nicht nur den Baum oder den Wald als einzelnes Element heraus nehmen und für eine Hypothesen Bildung benutzen, sondern hier muss das vernetzte Denken greifen.

Ein Problem, die Unzufriedenheit des Seins, muss erst gesehen, erkannt und verstanden werden, der Sinn und die Bedeutung einer Situation muss erfasst werden. Die Ganzheit und die Teile stehen damit zueinander in einem Verhältnis, Sie gehören zusammen und bedingen sich gegenseitig. Es erklärt das Zustandekommen höheren Verstehens aus dem elementaren Verstehen.

Dieses Verstehen ermöglicht eine Planung. Planung ist ein zeitgeschichtlicher

Begriff der im allgemeinen Sinne definierbar als gestaltender Vorgriff auf die

Zukunft ist, des Sollens. Planen symbolisiert das Zutrauen in die Gestaltbarkeit

der Zukunft, ob dieses im Sinne der Gesellschaft ist sei dahin gestellt.

Denken wir an die realsozialistischen Plangesellschaften wie die DDR und Nordkorea, die an ihren Planvorstellungen gescheitert sind oder scheitern werden.

 

Ökonomische und ökologische Fehlinvestitionen identifiziert mangelndes Vertrauen in das freie Spiel der Kräfte, der Natur und der Gesellschaften.

Aber gerade diese freien Kräfte ermöglichen das kreative, gestalterische, freie denkerische Umsetzen in positive Utopien.

Die Ergebnisse sollten nicht als Science Fiction abgetan werden, denn sie fördern

die Wahrnehmungen und die daraus erlangten Erkenntnisse, sie können noch nicht gedachte Impulse setzen, die uns zu neuen Utopien führen.

Betrachten wir nun den heutigen Zustand der Welt, also das Sein, unter hermeneutischen Gesichtspunkten und sehen die Erde als elementares Objekt,

dann müssen wir sie in ihren Eigenheiten und Wesen zu verstehen suchen.

Aus den Eigenheiten und Wesen folgen Interpretationen mit bestimmten Fragestellungen, aus bestimmten Betrachtungsperspektiven und mit Vorverständnis für die zu interpretierenden Objekte.

Zum Beispiel:

Die Erde mit der Menschheit, die daraus resultierenden Fragen  der zukünftigen Ernährung und damit der Lebensraum, die Waldwirtschaft oder der einzelne Baum.

 

Diese Fragestellungen regen ein Denken in Prozess/Zustand/Werden an, und sie verändert so im gleichen Maße auch die Identität des Menschen und führen sie zu neuen Sichtweisen, Erkenntnissen und Utopien.

Die individuellen Sichtweisen werden sich immer im Spannungsfeld zwischen diskursiv kooperativen Formen mit interdisziplinärem Blick und experimenteller subjektiver Richtung bewegen. Dieses ist Voraussetzung, um die mögliche Vielfalt des Gemeinsamen für die Gesellschaft zu entdecken.

Dabei ist die Verdeutlichung des phänomenologischen durch Handeln, Tätig werden gekennzeichnet. Durch Überlegungen, von Konzeption und Entwürfen, durch Modelle, Zeichnungen, Texte und Szenarien.

Dieses trifft auch zu um die zukünftigen Herausforderungen für die Wälder und das Bepflanzen in städtischen Bereichen hier muss auf eine hohe Biodiversität gesetzt werden. Es müssen die optimalen Bäume für den jeweiligen Standort gesucht und gefunden werden.

Dabei wird das Prädikat >heimische Baumart< nicht mehr eine prioritäre Rolle spielen können.

Wissenschaftler beschäftigen sich bereits seit einiger Zeit damit die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Ihr Ziel ist es, die lokale Identifizierung des genetischen Mechanismus von Bäumen und Pflanzen zu verstehen, um Saatgut oder andere Möglichkeiten der Anpassung an die schwankenden Temperaturen und Wasserstände zu erreichen.

Ein anderes Problem ist die Zerteilung der Landschaften.

 

In Deutschland gibt es kaum noch große Landschaftsgebiete, die nicht durch Straßen und Wohngebiete geteilt sind.

Die Auswirkungen beschränken sich leider nicht nur auf den Verkehr,

es sind die besonderen Umwelteinflüsse  die wirksam werden. Einflüsse wie die Entwaldung, Zersplitterung der Waldgebiete, chemische Verschmutzungen, Lärmbelästigung, Autounfälle und die Erleichterung von ausländischen  biologischen Invasionen.

                               archiv.ethlife.ethz.ch

Etwa 60 Prozent der Einwohner Deutschlands leben in mittelgroßen und großen Städten ab 20.000 Einwohnern.

Die Städte nehmen nur zwei Prozent der globalen Landfläche ein.

Aber schon jetzt lebt weltweit mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten und urbanen Ballungsräumen, in Europa sind es sogar rund drei Viertel der Bevölkerung mit steigenden Tendenzen steigend.

Eine wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Welt im Sinne einer ganzheitlich verstandenen Nachhaltigkeit ist eine urbane Aufgabe, denn die vorherrschende Lebensform der Zukunft wird städtisch sein.

                                                             

 

         

      Ler mais br.noticias.yahoo.com                                   Peking: welt.de

 

 

Die Bevölkerung der Erde wird weiter wachsen, zurzeit sind wir ca. 7,5 Milliarden Menschen.

Es müssen alle mit Nahrungsmittel versorgt werden. Um jedoch Getreide oder Gemüse anbauen zu können, braucht man riesige Felder, Monolandschaften.

Die vorhandenen können aber nicht einfach endlos erweitert und vergrößert werden, es sei denn, man zerstört dafür immer mehr natürlich gewachsene Natur, den Lebensraum, die Artenvielfalten der Fauna und Flora.

Glaubt man den Forschern gibt es immer technische Lösungen, dann gibt es bald ganz besondere Hochhäuser „Vertical Farm“.

In diesen werden nur wenige oder keine Menschen leben. Dort werden keine Büros zum Arbeiten sein, stattdessen sollen in diesen Hochhäusern Tomaten wachsen oder Radieschen, Gurken, Reis und Salat. Nachgedacht wird auch darüber, dass man Ställe und Weideflächen in solche senkrechten Turm-Bauernhöfe integriert.

Dort sollen zum Beispiel auf verschiedenen Stockwerken Gemüse in hohen vertikalen Regalen übereinander wachsen.  An vielen Orten der Welt tüfteln Experten daran, wie und wo man diese Hochhäuser am besten bauen könnte. Auf diese Weise spart man nicht nur Platz, sondern auch die weiten Transportwege. (Regionale Versorgung)

               http://img.zeit.de/wirtschaft/2012-04/                     Von Michael Miersch |         

                                vertical-farming                      Veröffentlicht am 01.07.2008

 

 

Die dadurch eingesparten Nutzungsflächen bieten sich an, um hier Wald auf zu- forsten, um Landschaftsschutz für die Zukunft anzulegen.

 

Der Klimawandel macht sich in vielen Regionen der Welt immer drastischer bemerkbar. Landstriche werden zu Wüsten, tiefer liegende Landstriche werden überflutet, Orkane zerstören ganze Küstenregionen. Viele Gegenden werden unbewohnbar oder verschwinden.

Das globale System Erde kann immer nur verstanden werden, wenn es im Kontext mit allen in im vorhandenen einzelnen Systemen betrachtet wird.

 

Ob sich was durch ein phänomenologisches und vernetztes Denken etwas verändert

ist nicht absehbar noch zu ermitteln.

Angesichts der rasch voranschreitenden Klimaveränderungen schließt sich aber das Zeitfenster, in dem noch sinnvoll gehandelt werden kann.

Wie schon erwähnt sind Utopien Fakten die unerfüllt sind aber sie geben Raum für neue Szenarien und Utopien, auch wenn diese erst vielleicht in 100 Jahren möglich sind.

Vorbeugende Küstenschutzmaßnahmen wie höhere Deiche, Bepflanzungen der noch vorhandenen Salzwiesen und anderes Hinterland, werden von Nöten sein.

Die natürliche Waldforstung und die Waldbewirtschaftung müssen sich den veränderlichen Bedingungen anpassen.

Für die Begrünung der Städte, die Waldbewirtschaftung und den Küstenschutz braucht es neue, andere Arten von Bäumen.

Nachfolgend hierfür Beispiele:

 

Utopie?

 Bepflanzte Häuser der Zukunft

 

                    

 Quelle: www.stefanoboeriarchitetti.net            Vincent Callebaut:Lilypad,

                                                                          A Floating Ecopolis.  heise.de         

Einige Beispiele für neue Baumarten, die im städtischen Bereich Einzug finden können, sind der Europäische Zürgelbaum, die Purpurerle, der gewöhnliche Judasbaum, die Kornelkirsche, der Amberbaum, die Hopfenbuche oder der Faulbaum.

Die Zerschneidung von Lebensräumen durch Autostraßen wurde bereits erwähnt, Grünbrücken für die Tiere sind schon wenige vorhanden.

Die Autobahnen könnten hunderte von Kilometer weit überdacht und so für Wald

und Felder genutzt werden, die vorher verloren gegangen sind.

Durch die Elektrifizierung der Autos werden sich die Abgaswerte so verringern,

dass sie nur ein geringes Problem in diesen Bereichen darstellen.

Wenn wir heute schon anfangen, diese Brücken bei Reparaturen, Neubauten

immer ein Stück mit zu bebauen ist das eine weise Entscheidung.

Wir sind bald in der Lage mit 3D - Verfahren und neuem Beton oder anderen Materialien transportable Segmente herzustellen, um sie aneinander zu reihen.

                           

 Foto: Horst Rudel wwf-jugend.de                                   Geneva 2005  Switzerland

                                                                                                       Vincent Callebaut                                                                                                                                                                             

Aber auch andere Baum - Konstruktionen müssen her, um den zunehmenden Überflutungen und die Vermischungen von Salz/Süßwasser standhalten zu können.

Möglichkeiten, um Baumarten im Sinne der kommenden Ansprüche zu verändern.

 Zum Beispiel:

Gentechnische Verbindungen von Eichen oder Buchen mit Auenbäumen oder Mangroven Bäume.

 

Mit Agrobacterium  tumefaciens.

Tumefaciens ist ein Modellorganismus und verfügt über die Fähigkeit, DNA in pflanzliche Zellen zu übertragen. Zum Beispiel, Meta Organismen, um diese mit anderen Organischen Verbindungen zusammen zu bringen und dadurch eine größere Widerstandskraft gegen das veränderte Umfeld aufzubauen.

Anpassungen und Veränderungen des Baumbestandes durch Züchtung oder Selektion.

Merkmale austauschen und gewünschte Merkmale übernehmen. Als Beispiel die Rosenzucht.

 

Mit Mykorrhiza Pilze an den Wurzeln.

 

Mykorrhiza – eine faszinierende Lebensgemeinschaft im Wald

 

 

 

 

Die Mykorrhiza ist ein Organ, in dem Stoffe zwischen Baum und Mykorrhiza Pilz  ausgetauscht werden.

 

Während der Baum das Photosynthese Produkt Zucker an den Pilz abgibt, erhält er von diesem im Gegenzug verschieden Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, die der Pilz mit den feinen Pilzfäden aus den kleinsten Bodenporen aufgenommen hat.

Pilz und Baum profitieren voneinander durch Austausch von Nährstoffen und Informationen.                                                                                   

                                                       

 

 

 

Verbindungen der Eigenschaften  von Mangroven mit europäischen Baumarten.

 

Aufgrund der extremen Bedingungen im Gezeitenbereich haben sich in Mangroven-Wäldern verhältnismäßig produktive Gemeinschaften hoch spezialisierter Lebewesen entwickelt. Hier teilen sich Meeres- und Landorganismen den gleichen Lebensraum. Während in den oberen Stockwerken der Baum- und Strauchschicht terrestrische Organismen leben, wohnen zwischen den Wurzeln echte Meeresbewohner.

Das Wurzelwerk der Mangrovenbäume und das sich zwischen den Wurzeln sammelnde Sediment sind Lebensraum und Kinderstube zahlreicher Organismen; Mangroven sind wichtige Laich- und Aufzucht gebiete für Fische, Krebse und Garnelen, von denen einige später Korallenriffe oder andere Ökosysteme der Küstengewässer bevölkern.

Neben Korallenriffen und den tropischen Regenwäldern zählen Mangroven zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Das dichte Wurzelwerk der Mangroven bietet einer großen Zahl von Organismen auf engem Raum eine hohe Zahl kleinster Habitate.

Ein weiterer bedeutender Aspekt ist, dass Mangroven Schutz gegen Küstenerosion bieten. Die zerstörerische Wirkung von Sturmflutwellen und Tsunami auf menschliche Siedlungen an der Küste kann durch davorliegende, intakte Mangrovenwälder reduziert werden.

Es ist ein nicht mehr aufzuhaltender Kreislauf der Zerstörung, der vom Menschen durch seinen Lebenswillen und der Gier nach immer mehr indiziert wurde und nicht mehr aufzuhalten ist.

Den für die Zukunft geforderten Umgang mit der Natur, vom Philosophen Ernst Bloch, der eine <Phase der Naturallianz, eine Partnerschaft von Menschen und Natur  forderte> sind wir sehr weit entfernt und werden es wohl auch durch die großen Bevölkerungs-Zuwächse nicht erreichen.

 

                                      

                      

An dieser Stelle werde ich mein Reise durch die interdisziplinäre, phänomenologische, Systembildung beenden. Der Versuch mich durch die sechs Tätigkeitsfelder von Herrn Walgenbach zu arbeiten hat mir sehr viel gegeben.

 

Vieles war mir bekannt sehr viel habe ich über Gespräche, Bücher und andere Medien erfahren. Ich freue mich, dass ich mich auf dieses Projekt eingelassen habe.

Mir ist bewusst geworden, dass zur Erkenntnis von einem ETWAS, hier der Wald, der Baum, die einfachsten, elementarsten bis zu den komplexesten Prozessen nötig sind.

 Es gibt so vieles was ich noch hätte schreiben können aber dieses sollte auch keine wissenschaftliche Arbeit werden.

Zu dem Wald und meine Lieblings Eichen/Bäume habe ich eine besondere Beziehung aufgebaut, ich freue mich, wenn ich gesunde Bäume sehe, ich werde traurig wenn ich sehe, dass sie leiden müssen, ich höre sie nicht singen aber klagen, und fühle mich schuldig.

                             Diese Erkenntnis macht mich traurig.

                                                                                       Kurt Niemann

 

 

 

 

 

 

                                               

 

 

 

Literatur Verzeichnis:

 

Auf dem Weg zur Weltformel. Davies, J. Gribbin, Verlag-dtv. ISBN 3-423-30506-1

Bäume verstehen. Peter Wohlleben. Pala Verlag.

ISBN 978-3-89566-299-7

Bildung, alles was man wissen muss. Dieter Schwanitz, Verlag: Eichborn, Frankfurt am Main. ISBN: 3-8218-0818-7

Das geheime Leben der Bäume, P. Wohlleben, Verlag Ludwig,

ISBN 978-3-453-28067-0

Das große Buch vom Holz. J Ertl. Verlag: nikol, ISBN 3-933203-69-4

Denkwerkzeuge nach der Natur, C. Mattheck, KS Druck GmbH, Kronau

ISBN 978-3-923704-73-6

Der große Entwurf, Stephen Hawking, Verlag Rowohlt ISBN 978-3-498-02991-3

Die Selbstorganisation des Universums, Verlag HanserISBN3-446-17037-5

Die letzte Stunde der Wahrheit, Armin Nassehi, Verlag Murmann, Hamburg

Die Botschaft der Baum-Frau (München, Goldmann Verlag 2002)

Die berechnete Welt,  Nora S. Stampfl, Verlag Heise, ISBN 978-3-944099-03-3

Die Zukunft ist Wild. D. Dixion /J. Adams, ISBN, 3-8025-1482-3

Die Identitätsfalle,  Amartya  Sen. Verlag: C.H. Beck. ISBN. 978-3-406-55812-2

Die Zeit. Verlag. Pipper München ISBN. 3-49221024-4

Holz. Das fünfte Element, Anselm Spring/ Maximilian Glas Verlag RM Buch und Medien-Vertrieb Buch Nr,:19098

Ich ist nicht Gehirn.  Markus Gabriel, Verlag Ullstein 

ISBN 978-3-550-08069-2  

Interdisziplinäre System-Bildung, Wilhelm Walgenbach, Verlag Peter Lang GmbH.

ISBN 3-631-35138-0

Lithografin, von Ernst Haeckel Verlag, Prestel

ISBN 97837913 4660-1

Naturrecht und Menschliche Würde, Ernst Bloch, Verlag: SuhrkampISBN 3-518-28155-0

Staub, Spiegel der Umwelt. A. Reller / J. Soentgen. Verlag: oekom,

ISBN 3-936581-60-6

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?  R. D. Precht. Verlag Goldmann

ISBN 978-3-442-31143-9

HOMO DEUS, Y. N. HarariC.H.Beck. ISBN 978 3 40670401 7

Eine kurze Geschichte der Menschheit Y. N. HarariC.H.Beck. pantheon-Verlag

                               

Bildquellen:

Monokultur (Bernd Ege free) pitopia.de

Seite 24: Prof. Dr. Claus Mattheck.

Seite 25: Lithografien  von Einzellern, Ernst Haeckel

Seite 32: Foto: HIAB, Virtual- Reality-articla detail-4bda0669-261012

Seite 32:  Von Hajotthu,   Fotos RIF e.V.        

Seite 32: KWF-fachpresseinfo_ro.doc                                                                                                                                                     

Seite 35: archiv.ethlife.ethz.ch

Seite 36: Ler mais br.noticias.yahoo.com                                  

Seite 36: Peking, welt.de

Seite 36: http://img.zeit.de/wirtschaft/2012-04/                   

Seite 36: Von Michael Miersch vertical-farming       

Seite 37: www.stefanoboeriarchitetti.net

Seite 37: Vincent Callebaut:Lilypad,  A Floating Ecopolis.  heise.de         

Seite 38: Foto: Horst Rudel wwf-jugend.de 

Seite 38: Geneva 2005  Switzerland  Vincent Callebaut                                                                                                                                                                             

                            

 

                                

 

                            

 

 

 
 

 

 
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