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    Strömungen in Flüssigkeiten 
    von ihren schönsten Seiten.


Strömungen faszinieren wegen ihrer Dynamik, Vielgestaltigkeit, Sensibilität, Kraft, Schönheit usw. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn sie zu Urphänomenen der Natur erklärt werden. Wissen über sie findet sich schon in alten Märchen, Mythen und Sagen, aber auch in den ersten Zeugnissen von Naturphilosophie und Naturforschung. Bis heute werden sie als faszinierend und geheimnisvoll empfunden und stellen auch die moderne Wissenschaft immer noch vor zahlreiche ungelöste Rätsel. Theorien wie die Chaostheorie oder die Theorie komplex-dynamischer Systeme bieten zwar neue und erschließungsmächtige Erklärungsmodelle an. Ihre Begrenztheit wird aber schnell deutlich, wenn sie für Lösungen herangezogen werden etwa für eines der größten Themen unserer Zeit, den Klimawandel. Dabei geht es nicht mehr nur um die wissenschaftliche und technologische Beherrschung von Strömungen zu Lande, im Wasser oder in der Luft, sondern auch um Respekt, den die Menschen den spezifischen Eigenheiten dieses Phänomens entgegen bringen müssen, wenn sie nicht natürliche Ressourcen unwiederbringlich zerstören wollen. Es stellt sich die Aufgabe, ein komplexes Spannungsfeld von Bestimmen durch den Menschen und Bestimmt werden durch die Natur produktiv zu organisieren, um die Herstellung einer „Partnerschaft von Mensch und Natur“ (Ernst BLOCH) oder um die zentrale Zielstellung moderner Ökologie, um „Nachhaltige Entwicklung“. 


  

Im normalen naturwissenschaftlichen Unterricht werden Strömungen kaum behandelt, weil das komplexe Phänomen zu seiner Erklärung und technischen Nutzung auch komplexe Theorien und Methoden erfordert, die über die Grenzen normalen Schulwissens hinausgehen. Deshalb wird auch hier ein anderer Zugang gewählt, der sich wissenschaftlich mit Ansätzen zu einer Phänomenologie in Verbindung bringen lässt, die sich als Fortsetzung der Naturforschung im Sinne Goethes versteht, der an die Stelle „harter Wissenschaft“ eine sanfte Empirie zu setzen versuchte. Phänomene werden dabei nicht mehr oder weniger gewaltsam manipuliert, um sie für seine Zwecke verfügbar zu machen. Ziel ist vielmehr, das Phänomen in seiner Eigenheit zu erfassen und seine Schönheiten zur Geltung zu bringen. Bekannte Beispiele für eine solche Vorgehensweise sind die Bücher „Das Flüssige ist das sensible Chaos“ von Theodor Schwenk, „Fassen – Fühlen – Bilden. Organerfahrungen im Umgang mit Phänomene“ von Hugo Kükelhaus und die dreibändige „Kymatik“ von Hans Jenny. Diese Arbeiten sind auch ein wichtige Grundlage und Orientierung für moderne Wissenschaftsmuseen und –Ausstellungen wie „Phänomena“, „Phänomenta“     und „Heureka“
Wünschenswert wäre es, wenn das Phänomen „Strömungen“ als Mittel und als Einstieg in andere Wissens und Tätigkeitsbereiche dienen könnte, um sich damit ein in die Tiefe  wirkendes und beständiges, lebendig erlebtes Wissen anzueignen. Wir wissen aus neurologischen, pädagogischen und anderen einschlägigen Forschungen zum Lernen und Lehren, dass das Wichtigste für Lernerfolge die Umgebung, das selbst Erforschen und die Resonanz durch andere Personen ist. Auf diese Weise kann das Erfahrene weiter wirken und zu selbständigen Arbeiten anregen und befähigen.

Es geht hier nicht um bestimmte Zielgruppen oder bestimmte pädagogische Ansätze, sondern es soll gezeigt werden, wie mit relativ einfachen Mitteln unterschiedliche Strömungen in Flüssigkeiten erzeugt werden können. Dazu werden Versuchsaufbauten vorgestellt und damit verbundene Möglichkeiten, faszinierendes Bildmaterial in Form von Fotos, Videos usw. zu gewinnen. Das Ziel ist also, nicht fertige Ergebnisse vorzustellen, sondern Anstöße für kreatives, konstruktives Denken und Arbeiten zu geben, um sich mit diesem überaus interessanten Gebiet, in welcher Form und auf welcher Ebene auch immer,  auseinander zu setzen.

 

 

 

Flüssige Bilder


 

 

Strömungsbilder entstehen, wenn  verschiedene Substanzen in Wechselwirkung miteinander gebracht werden. Zum Beispiel, indem Tinte in eine Flüssigkeit geträufelt wird. Es entwickelt sich ohne weiteres Zutun ein faszinierendes Eigenleben.

 

 

 

 

 

 

                                                                                  Gelatine, Tinte

 

 
 

Durch Andere lässt sich nur beschränkt Wissen vermitteln, nur durch Selbsttätigkeit und selbst gemachten Erfahrungen  können wir uns wirklich nachhaltiges  Wissen aneignen.

 

 

 Die hier vorgestellten Arbeiten bewegen sich in Grenzgebieten von Wissenschaft und Kunst. Nicht technische Verfügbarkeit und Naturbeherrschung wie etwa bei der Begradigung von Fließgewässern ist das Ziel, sondern das Eigenleben und die Selbstdarstellung von Strömungen sind Ausgangs- und Mittelpunkt. Es bietet sich so eine große Vielfältigkeit und Bandbreite, die dann wiederum die Grundlage für interessante und schöne Bilder ist. 
Wenn die erste Hürde, die Aufbauten der Geräteanordnungen genommen wurde, beginnt der eigentliche, kreative Teil. Es ist es sehr schön und spannend, in eine sonst so nicht sichtbare Welt einzutauchen. Die Abläufe in den Flüssigkeiten sind dynamisch, laminar, turbulent, chaotisch, vielfältig, einmalig und schön in ihrer Art. Sie wirken wie Traumwelten und regen die Fantasie an. Es ergeben sich  immer neue Möglichkeiten, die Strömungsbilder  behutsam zu beeinflussen und sie dann in ihrer Selbstorganisation zu beobachten und zu dokumentieren.
Dieses Spielen mit Strömungen kann auch soziale Beziehungen beeinflussen und bestimmen: Das Spielen mit den Möglichkeiten, das gegenseitige Aufmerksam machen, das Ergänzen, der Umgang mit den Geräten ruft gruppendynamische Wirkungen hervor, die sachbestimmt sind und für jede Aufsichtperson,  Lehrer/In oder Dozent/In, wünschenswert sind, weil sie äußeren Zwang und Disziplinierung überflüssig machen.
Es ist bekannt, wie wichtig für Lernerfolge die Umgebung (Kultur und Raum), das Selbst-Erforschen (Eigentätigkeit) und die soziale Resonanz, (Erfolg, Bestätigung und Lob durch andere Personen) ist. Diese Faktoren können selbständiges Arbeiten verstärken und dazu beitragen, dass beständiges und lebendiges Wissen erarbeitet wird, das über lange Zeiträume weiter wirkt. Das Austauschen, das Weitergeben von Wissen und Erfahrungen, vor allen an Jugendliche, ergänzt und festigt das eigene Wissen und damit auch das Verhalten.
 

 

Wissen beruht auch darauf, sich zu überwinden und ständig weiter zu machen, sich kontinuierlich mit einer Sache auseinanderzusetzen.

Damit wird etwa ein grundlegendes Problem schulischen Lernens überwindbar, das dadurch entsteht, dass man sich innerhalb eines Schultages zehn und mehr verschiedenen Sachen zuwenden muss.
 

 


Angeregt durch die Zusammenarbeit in einem Bildungsprojekt „Das Flüssige, ein sensibles System zwischen Ordnung und Chaos“ von Priv. Doz. Dr. W. Walgenbach (www.wilhelm-walgenbach.de) und dem interkulturellem Netzwerk „Interdisziplinary Self-System Design INSYDE“ (www.Systembildung.de) entstand 1994 ein 24- min. Videofilm, dem ein großer Teil der hier vorgestellten Bilder über Strömungen in Flüssigkeiten entnommen ist.

Der Video-Film zeigt Vermischungen, Faltungen und Drehungen, Verwirbelungen und Grenzschichten unterschiedlicher Flüssigkeiten, die miteinander wechselwirken, sei es durch Farbe, Licht, Gegenstände, Flüssigkeiten verschiedener Viskosität, Einstellungen der Kamera und Blickwinkel zum Objekt.
Die Videoaufnahmen wurden mit analogen VHS- und S-VHS Kameras hergestellt. Die weitere Verarbeitung erfolgte mit analogen Bearbeitungsgeräten  und später mit einem Pinnacle Studio 8 Computerprogramm.

Beeinflusst wird die Strukturbildung hauptsächlich durch Wärme (Licht), Rühren, Falten, Drehen und durch Zugabe unterschiedlicher Teilchen.

Sollen Bilder mit hohen Qualitätsanforderungen entstehen, so hängt das natürlich sehr stark von der vorhandenen technischen Ausstattung und von den eigenen fotographischen Fähigkeiten ab. Bestimmte Kenntnisse in der Computer-Bildbearbeitung sollten vorhanden sein, um zu akzeptablen Ergebnissen zu kommen.
Der kreative Anteil besteht im Spiel mit dem Licht und Aufnahmen mit der auf dem Kopf stehenden Videokamera.
Es stellt sich generell die Frage, welche Ansprüche an die Qualität derjenige hat, der sich diese flüssigen Strömungen als Bildobjekte aussucht.


 

 

Ursache und Wirkung sind ein Grundprinzip.
Aus kleinen  Änderungen in der Ursache können große Wirkungen entstehen, die dann zu einer neuen Ursache werden.



Herabsinkende Flüssigkeit

 

Kaum oder nicht wahrnehmbar für uns Menschen reagiert Flüssigkeit auf kleinste Veränderungen. Ein Tropfen kann sehr groß sein bzw. werden. Wenn er in die Oberfläche einer Flüssigkeit eindringt, vermischt er sich nicht sofort, sondern breitet sich wie ein Netz oder eine Krake aus, bis er seine größtmögliche Oberfläche erreicht hat. Sein molekulares  Gitter schützt ihn vor dem sofortigen Zerfall.

Die Flüssigkeiten unterscheiden sich von festen Körpern durch die leichte Verschiebbarkeit der Teilchen. Betrachtet man sie unter dem Gesichtspunkt des Energieaustausches, so sind bei festen Körpern enorme Kräfte nötig, um sie zu verändern und zu verformen. Beim Eindringen eines Mediums weichen die vorhandenen Teilchen aus oder zurück und nehmen die Kräfte, die zur Formänderung nötig  sind, vollständig auf. Um diese Kräfte aufzunehmen, setzen sie dem eindringenden Teilchen einen Widerstand entgegen. Man spricht von innerer Reibung oder Zähigkeit der Flüssigkeit. Auf diese Weise findet zwischen den ruhenden und den eindringenden Teilchen ein Energieaustausch statt, bis sie im Gleichgewicht zur Ruhe kommt.

Neben den leicht beweglichen gibt es sehr zähe Flüssigkeiten wie z.B. Teer, deren Widerstand gegen Formänderungen sehr hoch ist. Der Energieaustausch zeigt daher zeitlich deutliche Unterschiede und erfolgt damit auch anders.

Jedes Medium setzt  andere Betrachtungsweisen voraus, da sich das Verhalten der Stoffe mit jeder sich ändernden Bedingung anders verhält. Hierzu lassen sich im Internet viele Informationen finden, z.B. bei Wikipedia.


Lernen bedeutet: Zu begreifen, dass nicht nur das Endergebnis, sondern auch der Weg wichtig ist.



Aufsteigende Tropfen

 

Die Herstellung der Tropfen-Bilder ist relativ einfach. Soll es ein Film werden, wird eine Videokamera entweder normal aufgebaut oder umgekehrt auf einem Stativ montiert bzw. bei Freihand- Aufnahmen auf den Kopf gehalten, so dass die Bilder in der Kamera und später bei der Wiedergabe auf dem Kopf zu sehen sind. 

Mit einem Fotoapparat muss man nicht den Aufwand betreiben, da die Bilder später in den Bearbeitungsprogrammen gedreht werden können.

Benötigt wird weiter ein durchsichtiger Behälter von ca. 1-2 Ltr (z B. Glasbehälter, Vase, Acrylglas/Ikea), ferner Tinten, Wasser, Spritzen (in Apotheken oder Drogerien erhältlich), helle Lampen, buntes Glas oder Folien, die vor die Lampen halten und so  Lichteffekte erzeugen kann. Weiterhin wird auch Pappe o.ä. benötigt, die als Hintergrund hinter s oder in das Glas gestellt wird, um Spiegelungen zu vermeiden.

Ist das Equipment vollständig, kann mit den Arbeiten begonnen werden.

Das Glas wird randvoll mit Wasser befüllt und solange stehen gelassen (evtl. auch über eine  Nacht), bis sich das Wasser beruhigt hat und blasenfrei ist. Je ruhiger es ist, desto langsamer sinkt die Tinte und verteilt sich besser. Günstig ist es, für jede Farbe eine  Spritze zu nehmen, um schnell eine andere Farbe hinzufügen zu können, da die Tinte relativ schnell absinkt.

Eine gute Arbeitsteilung ist: einer bedient die Kamera, ein anderer lässt die Tinte tröpfeln und ein Dritter sorgt für Lichteffekte. Mit ein wenig mehr Aufwand geht es aber auch ohne fremde Hilfe.

 

 

   

                                              Um 180 Grad gedrehte Bilder.   Tinte, Wasser

 

 

Das  Strömungsfenster 
   

 

                                                                             Kippbares Strömungsfenster

Ein Strömungsfenster kann man  für viel Geld bauen lassen vielleicht auch fertig kaufen. Dann verliert man aber einen großen Teil an eigener Erfahrung und Freude.
Die folgenden Angaben zum Material, den Werkzeugen sowie den Arbeitsgängen sind nur Vorschläge und Möglichkeiten. Der Optimierung und Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt, man kann seiner Phantasie freien Lauf lassen und eigene Ideen ausprobieren.
Zur Herstellung der hier dargestellten Bilder sind zum größten Teil Materialien verwendet worden, die im Haushalt vorhanden sind oder in Kaufhäusern und Baumärkten erworben werden können.

Einige der hier verwendeten Exponate sind allerdings aufwendiger und können nur mit größerem handwerklichem Geschick oder durch Werkstätten hergestellt werden

Vorsicht !!!

Wo und wann immer Sie mit Ölen, Glycerin, Farbstoffen und Tinte arbeiten, muss gewährleistet sein, dass Sie diese Flüssigkeiten fach- und umweltgerecht entsorgen können. (Schadstoffsammelstellen, bei der Feuerwehr usw.)

Bei der Arbeit mit feuergefährlichen Flüssigkeiten wie z.B. Spiritus und im Umgang mit Werkzeugen, Wasser und elektrischen Teilen (220 Volt) ist ganz besondere Vorsicht erforderlich. Die Aufbauten, wie sie hier verwendet wurden, sind nicht immer sehr stabil und standfest. Es besteht daher die Gefahr von umkippenden Flüssigkeitsbehältern und Spritzwasser.

 

 

 

Dieses Strömungsfenster
besteht aus zwei verklebten Glasscheiben 50 x 80 cm mit einem Zwischenraum von ca. 4 mm. Befüllt ist es mit Spiritus und Aluminium Pulver sowie zwei kleinen Stahlkugeln,  die sich in den Spalt zwischen den Scheiben mit einem Magneten nach oben und unten bewegen lassen.

 

Oberflächen - Bilder vom Strömungsfenster

 

Spiritus,  Alu - Pulver, buntes Glas, Licht   


      

Oberflächen-Bilder

 

 

Strömungsbilder dieser Art gibt es überall, man muss sie nur sehen wollen. Wenn etwa  morgens die Kaffeesahne in die Tasse fliest und Kaffee langsam dazu gegossen wird, werden schon die ersten Strömungsbilder erzeugt. Das Altöl vom Rasenmäher in der Fotoschale, in die zufällig eine Messingscheibe fällt, oder der Eimer Wasser im Gewächshaus, auf dem  sich ein Algen-Öl -Gemisch gebildet hat, liefern weitere Bilder, die in bestimmten Situationen entstehen, sich selbst organisieren und einfach da sind.

Solche Bilder können aber auch bewusst hergestellt werden, wie etwa Blumen in der Milch mit der Tinte. Die Vorbereitung erfolgt so: Ein flacher Teller wird mit Milch befüllt, dann werden darin die Blumen angeordnet. Tröpfelt man Tinte in die Milch und zieht einen Bleistift oder ähnliches durch die Milch, so entstehen Strömungen. Es bieten sich viele  Möglichkeiten, kreativ zu werden, denn die Natur ist eine unübertreffliche Quelle, wenn der Blick bewusst auf diese Art Bilder gelenkt wird.


 Nachfolgend einige einfache technische Möglichkeiten



 

 

                        Aluminium-Pulver, Spiritus, buntes Licht und drehenden Teller

 
Materialien zur Herstellung dieser Bilder sind: Aluminium-Pulver (bekommt man in Chemikalien - Handlungen oder über das Internet), Spiritus (Wasser ist nicht so gut geeignet), Glas (Vasen, Flaschen) oder Folie zum Erzeugen von buntem Licht, sowie eine von Hand drehbare Scheibe/Teller (Tortenplatte etc.) oder eine maschinell betriebene Schüssel.
 

 

 

 

Anleitung für den Bau einer maschinell betriebenen drehbaren Schüssel.

 

 

Folgende Dinge werden benötigt:
Ein Akku - Bohrer oder eine Bohrmaschine regelbar mit niedrigen Drehzahlen, 1 Plastik Blumentopf-Untersetzer, 1 Schraube mit flachem Kopf (Senkschraube) mit Mutter und Scheibe (Durchmesser  5 mm oder 6mm, Länge 30mm bis 60 mm), Klebeband, Spiritus sowie 1 Cola- oder Wasser-Kasten

In dem Untersetzer oder ähnlichem wird mittig ein Loch für die Schraube gebohrt. Die Schraube wird von innen durch das Loch gesteckt und mit der Mutter festgedreht. Nun wird der Untersetzer in das Bohrfutter gesteckt und festgedreht. Der Akku-Bohrer/die Bohrmaschine wird so mit Klebeband an den Wasser/Cola-Kasten befestigt, dass der Untersetzer oben über dem Rand drehbar ist.

Gut ist, unter die Bohrmaschine eine Dose oder einen Klotz zu stellen gegen das Absacken. Dann wird noch eine hohe Schüssel oder ein Eimer auf die Scheibe gestellt, um das Einfüllen und Ausschütten der Flüssigkeit zu erleichtern.

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Vorsicht ! Wenn mit Spiritus gearbeitet wird, besteht Brandgefahr.

Vorsicht ! Wenn die Drehzahl der Bohrmaschine zu hoch ist, spritzt die Flüssigkeit aus der Schüssel, also sehr, sehr langsam anlaufen lassen. Mit Jugendlichen lieber mit einer von Hand drehbaren Scheibe arbeiten.

Nun kommt das übrige Equipment wie Fotoapparat, Lampen etc. und natürlich die eigene Phantasie und Kreativität  zum Einsatz.

 

 

 

 Wirbel

 


 

Wirbel

 

Um einen Wirbel zu beschreiben, ist einiges an naturwissenschaftlichem Wissen notwendig, dass hier nicht eingebracht werden kann. Deshalb wird eine

Beschreibung aus dem Internet eingefügt, die zum Beispiel in  Wikipedia zu finden ist:

 

„Instabile Strömungen und andere instabile Vorgänge (von lat. instabilis) sind Bewegungen, deren Verlauf nicht oder nur unsicher vorauszusehen ist. Sie werden durch äußere und innere Störungen entscheidend beeinflusst - was sie mit dem Überbegriff " instabile Systeme" gemeinsam haben.

Instabile Strömungen sind Bewegungen in Fluidenlaminar"), sondern ungeordnet ablaufen. Im Gegensatz zur laminaren Strömung (wie etwa in Ölleitungen oder an Tragflächen von Flugzeugen) herrscht nicht ein- oder zweidimensionale Bewegung vor, sondern die Teilchen haben auch "zufällige" und 3D-Bewegungen. Deren Verlauf zeigt räumlich oder zeitlich starke Änderungen unterworfen und sie sind mit Durchmischungs-vorgängen verbunden - vor allem mit Turbulenzen bzw. stationären und instationären Wirbeln. (Flüssigkeiten und Gase), die nicht "glatt" oder geordnet (techn. Fachausdruck "

Ein Maß für die Instabilität einer Strömung ist die sog. Reynolds-Zahl (Re), die auf Osborne ReynoldsRe hängt von der Strömungsgeschwindigkeit, vom Rohrdurchmesser und der Viskosität der Flüssigkeit ab. Wird die Geschwindigkeit oder der Rohr-Querschnitt zu groß oder die Viskosität zu klein, dann wird die Strömung instabil gegenüber kleinen Störungen wie Unebenheiten oder seitlichen Zuflüssen. zurückgeht. Er stellte 1883 bei Versuchen mit gefärbtem Wasser fest, dass sich im Glasrohr erst ab einer gewissen Geschwindigkeit Verwirbelungen bilden.

In der Technik, Medizin und vielen Naturwissenschaften ist die Untersuchung solcher Instabilitäten ein wichtiges Thema der Forschung.“ 

Für die Fotografie sind das wenig relevante Informationen, denn hier sollen ja in erster Linie instabile Strömungen entstehen, um an möglichst einmalige Aufnahmen zu kommen. Wer jedoch Interesse hat, über die Bilder hinaus mehr über  instabile Systeme oder Strömungen zu erfahren, findet bei Wikipedia   eine Fülle an Informationen in sehr verständlichen Worten.

 

Um Wirbel zu beobachten, gibt es viele Möglichkeiten, wie z. B.: in der Luft als Taifun, in der Wüste als Windhose und in der Badewanne, wenn man das Wasser ablässt. Sie entstehen und verschwinden wieder. Da das schlecht ist für das Fotografieren, müssen Wirbel erzeugt werden.


 

 


 

 

Es gibt verschiedene Arten, technisch Wirbel zu erzeugen. Hier wird wieder die selbst gebaute Variante benutzt unter Verwendung von Selterskasten und Akku- Bohrmaschine.
Zusätzlich benötigt wird ein Acrylglas (Ikea) Höhe ca. 20 cm, Durchmesser ca. 14 cm, ein Schraubdeckel (Gurkenglas etc.), eine Dreier-Lüsterklemme, ein gerades Stück Draht als Achse (vom Draht-Kleiderbügel oder einer Stricknadel, Durchmesser ca. 2 mm), Watte und Fett (Margarine, Schmierfett) und 2 oder 4 Bretter als Auflage.

Im Boden vom Acrylglas und in den Schraubdeckel wird mittig ein Loch in der Stärke der Achse gebohrt. Sodann wird die Achse mit den Lüsterklemmen verbunden (1, 2, oder 3, je nach gewünschtem Wirbel). Auf der flachen Seite des Schraubdeckels geben Sie Fett, darauf einen Wattebausch und nochmals Fett auf die Watte.

Dann legen Sie, wie in der Abbildung dargestellt, die mit einem Gewicht beschwerten Bretter auf die Selterskiste, so dass die durch den Boden vom Schraubdeckel und Glas geführte Achse mit dem Akku Bohrer verbunden werden kann. Mit einem Klebestreifen über den Schalter der Bohrermaschine kann die Geschwindigkeit reguliert und relativ konstant gehalten werden.
Dieses Vorgehen und der experimentelle Aufbau ist natürlich wieder nur ein Vorschlag. Falls ein Labor-Magnetrührer zur Verfügung steht, können Sie sich den hier beschriebenen fliegenden Aufbau ersparen.
Auch hier ist es wieder notwendig, mit Energie und Ausdauer zu experimentieren, um zum Erfolg zu kommen.

 

Wenn Du denkst, Du möchtest etwas tun, dann tue es, sonst hast Du umsonst gedacht.

 
 Drehende Zylinder


Wasser, Tinte, Neon Farbe                                            

Diese Bilder entstehen ähnlich wie die Wirbel. In der Versuchsanordnung vom Wirbel wird die Flüssigkeit im Acrylglas zentral durch die Lüsterklemme angetrieben, dadurch wird die Flüssigkeit mittig in Rotation versetzt und zieht dann die äußeren Moleküle in die Drehbewegung mit hinein. Beim drehenden Zylinder sind es die Seitenwände vom Acrylglas, die in der gesamten Breite und Länge einen Reibungswiderstand zwischen Wand und Flüssigkeit erzeugen und so die Moleküle  mitreißen. So bekommt die gesamte Flüssigkeit einen Drehimpuls in eine Richtung.

Als Aufbau wird wieder der Selterskasten mit Akkubohrer
und Plastik-Blumenuntersetzer verwendet. Um das
Rutschen des  auf dem Untersetzer  stehenden Acrylglases
zu verhindern,  wird zwischen beiden ein  feuchtes Tuch
gelegt.

 

 

Gefühlvolles Umgehen mit der Drehgeschwindigkeit und
vorsichtiges Einspritzen einer geringen Menge
Tinte sind Voraussetzung für das Gelingen eines drehenden Zylinders.

Andere Ideen und neue Möglichkeiten sollten immer wieder ausprobiert werden,                                                                                                                                                         

 

 

 

 



 

 

 





 


Durch willkürliche Rotation entstandene Bilder

 

Um an erste  Zylinderbilder zu kommen, genügt schon ein großes zylindrisches Glas und eine Leiste oder ein Lineal, mit dem das Wasser in dem Glas mit seitlich-runden Bewegungen in leichte Rotation versetzt wird. Es können zwar keine gleichmäßig-geraden Zylinder erzeugt werden, aber eine Vielzahl der hier gezeigten Bilder ist so entstanden.

 
Ein viereckiges Gefäß wie zum Beispiel ein Aquarium hat natürliche andere Voraussetzungen, wenn die Flüssigkeit darin in Rotation versetzt wird. Durch  leichte Bewegung  der Flüssigkeit entstehen  mehr in die Breite gehende Abläufe.

 
Die Einmaligkeit, die Nicht-Reproduzierbarkeit, die Zufälligkeit und die Schönheit dieser Bilder motiviert zu immer neuen Versuchen, etwas zu verändern. Es kann z.B. anstatt Wasser, Öl oder Glyzerin genommen werden, anstatt Tinte und Saft können andere Färbemittel benutzt werden. Der Haushalt, der Keller und die Baumärkte sind unerschöpfliche Quellen, um  kreative Ideen zu entwickeln und auszuleben.



 

 

Bilder die mit einem Mikroskop und aufgesetzter Kamera gemacht werden, zeigen ganz besonders die Empfindlichkeiten mit der die verschiedenen Flüssigkeiten auf veränderte Bedingungen reagieren. Die Betrachtungsweisen  die das Mikroskop ermöglicht, also nur die Oberfläche oder schrittweise tiefer gehend bis durchscheinend, gibt den Blick auf eine sehr dynamische,  laminar bis chaotisch, sich ordnende  zwei bis drei dimensionale Welt wieder.

Die Voraussetzung um hier einzutauchen und diese Lebendigkeit zu erleben ist ein Mikroskop. Mit einer Fotokamera oder einen Camcorder die auf dem Mikroskop montierbar sind, lassen sich diese einmaligen Momente festhalten. Die Aufnahmen hier sind mit einem Gemisch aus Wasser oder Spiritus und Aluminiumpulver entstanden. Die Flüssigkeit wurde auf einem Objektträger, in einem Urglas, beziehungsweise einer Petrischale unter das Mikroskop gestellt und gewartet bis die Flüssigkeit zur Ruhe gekommen ist und die Alu. -Teilchen sich am Boden abgesetzt haben. Durch Atemluft oder mit Licht wurden dem System entweder von unten, der Seite und oben Energie zugeführt, so dass eine Strömung aufkommt und die Teilchen sich in die Strömungsrichtungen bewegen.

 

 

In einem Gemisch aus Wasser und Öl plus Alu. – Teilchen war zu beobachten, dass sich ein System bildete in dem sich eine seitlich, rollende  und eine parallel, aufwärts strebende Bewegung zur gleichen Zeit entwickeln konnte

Betrachtet man das unter phänomenologischen Gesichtspunkten werfen sich  Fragen nach Erklärungen auf, was sind Systeme? was sind Grenzen?, was sind Energiepotenziale? Die Wissenschaft versucht die Vorgänge zu verstehen und diese Art von Fragen zu beantworten. In einigen Fachbereichen liegen Ergebnisse vor, in anderen wird heftig, zum Beispiel um Begriffsbestimmungen, gestritten.

Das Internet als Wissensportal  kann hier einen Beitrag leisten. Allerdings nur sehr begrenzt und für nicht Fachkundige oft nicht verständlich und so bleibt die Kunst aus sehr unterschiedlichen Gründen  als Brücke zur Wissenschaft unabdingbar und notwendig.

 

 



Das Falten von Flüssigkeit,

die dafür notwendigen Geräte sind technisch nicht so einfach  herzustellen, weil dafür eine Werkstatt mit Fachkundigem Personal zur Verfügung stehen muss.

Kurze Beschreibung:
Ein  Motor treibt über einen Keilriemen eine Exenterscheibe an. Auf beiden Seiten der Scheibe ist je ein Gestänge, gegenüberliegend, befestigt. Bei einer Drehung der Exenterscheibe, bewegt sich das eine Gestänge nach unten und das Andere nach oben. Durch ein Gelenk im Gestänge und einer festen Führung wird aus der Drehbewegung der Exenterscheibe eine gerade auf und abwärts Bewegung.

 
 

 

Am  unteren Ende sind zwei quadratische Plexiglasscheiben befestigt, die sich beim drehen des Motors gleichmäßig in einem, ebenfalls aus Plexiglas bestehenden Behälter, auf und ab bewegen.

Der Behälter wird mit Glyzerin oder Silikonöl befüllt. (erhältlich in Chemikalien - Handlungen oder im Internet) Durch die auf und abwärts Bewegung der Plexiglasscheiben in der Flüssigkeit wird diese im Behälter gefaltet. Sie wird durch die Zähigkeit in der aufwärts Bewegung mit nach oben genommen und umgekehrt nach unten weggedrückt. Um dieses Falten sichtbar zu machen wurde hier die fluoreszierende Farbe aus dem Nachfüllpack für normale Merker (im Papierwarenhandel erhältlich) genommen. Mit einer UV Licht – Lampe wurde der Faltvorgang dann in einem abgedunkelten Raum ausgeleuchtet.

Da die benutzte analog Camera 1994 noch nicht ausgelegt war im Dunkeln Videoaufnahmen zumachen, ist die Qualität der Bilder  dem entsprechend schlecht. Sie deswegen nicht zu zeigen wäre auch nicht gut, da sie wie auch die anderen Bilder im Aufbau, in der Formgebung, in der Ordnung doch sehr ungewöhnlich sind.

Mit dem heutigen Equipment und einen professionellen Aufbau der Geräteanordnung müßten ähnliche Bilder in großer Qualität hergestellt werden können.

 


2 Plexiglasscheiben bewegen sich
senkrecht an der rechten und linken Seite rauf und runter.




 
1 Plexiglasscheibe bewegt sich an der rechten Seite rauf und runter.





Geräteaufbau

Motor, Exenterscheibe und Gestänge sind identisch mit den oben beschriebenen Geräten. Die Anordnung ist allerdingst waagerecht aufgebaut, so dass die 2 Plexiglasscheiben sich seitlich hin und her bewegen können.



Es ist so möglich die Faltung von oben zu fotografieren, allerdings wurde die Qualität dadurch auch nicht besser.


 

 











 

 Geräteaufbau drehendes Falten

 



 

 

 

Von dem Geräteaufbau sind leider auch nur noch diese Videoaufnahmen vorhanden, das Wesentliche ist aber zu erkennen.

In dem oben ausgesägten Plexiglasrohr befinden sich links und rechts drehbare Scheiben. Sie sind über Kugelgelagerte Achsen, auf dem sich je eine eingekerbte Scheibe befindet, verbunden. Auf einer zweiten Kugelgelagerten Welle befinden sich drei dieser eingekerbten Scheiben. Eine davon ist mit einem Gummiband mit dem kleinen Antriebsmotor verbunden, der die ganze Welle antreibt, die zwei anderen Scheiben werden ebenfalls mit einen Gummiband mit den im Plexiglasrohr befindlichen Scheiben verbunden. Nun können je nach dem, wie die Gummibänder aufgelegt werden, die Anzahl und die Drehrichtung bestimmt werden.
Dieser Geräteaufbau kann nur in einer Werkstatt hergestellt werden, weil die Scheiben im Rohr mit der Achse durch die Außenwand geführt werden, das setzt Maßhaltigkeit und Dichtigkeit voraus.   
Befüllt wurde das Rohr mit Glyzerin und fluoreszierendem Farbstoff sowie Tinte,
zum Ausleuchten wurden UV Lampen benutzt.













Weitere  Bilder und Texte folgen

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 
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